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Youngster Julian Schneider und der entscheidende Kick im Spiel
Sonntag, den 07. November 2010 um 01:23 Uhr
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Gewagt - gewonnen! Trainer Dincic gab dem Youngster Julian Schneider das Vertrauen und der bedankte sich mit entscheidenden Impulsen im Ferndorfer Spiel. (Foto: Schaumann)

Die Nervenstärke eines Dennis Aust beim eiskalten Verwandeln von sechs Siebenmeter-Strafwürfen und die jugendliche Unbekümmertheit des 18-jährigen Youngsters Julian Schneider waren die Höhepunkte eines weiteren stimmungsvollen Handball-Abends, den der TuS Ferndorf im Drittliga-Schlager gegen den VfL Eintracht Hagen mit einem 32:27 (11:12)-Erfolg vor wieder mehr als 1000 Zuschauern würzte. Caslav Dincic hatte alle möglichen Varianten versucht um die Lücke im halblinken Rückraum zu schließen.

Frieder Krause, der offenbar keine große Lobby besitzt, war nach dem ersten Fehlversuch draußen. Tim Hilger machte bei seinen Anfriffsversuchen deutlich, dass er in der Abwehr besser aufgehoben ist. Und Michael Feldmann, der in der Mitte kurzfristig mal von Michael Lerscht ersetzt wurde, um selbst sein Glück auf halblinks zu versuchen, kehrte schnell auf die Spielmacher-Position zurück, da Lerscht überhaupt keine Bindung zum Spiel fand. All dies geschah in der ersten Halbzeit, als die Ferndorfer Offensiv-Versuche fahrig wirkten, aber auch immer wieder am bärenstarken Hagener Keeper Björn Minzlaff scheiterten. Max Hamers stand dem Eintrachtler zum Glück kaum nach, so dass im Zusammenspiel mit der gut stehenden Abwehr kein entscheidender VfL-Vorsprung zugelassen wurde. Der 10:11-Rückstand zur Pause musste gedreht werden, doch war es dazu nötig eine Schüppe drauf zu legen.
Und der TuS fing sich. Brauchte genau fünf Minuten, um nach dem Wechsel zum 15:15 auzugleichen, zwei weitere, um nach dem 2:0 zum Start wieder in Führungs zu gehen (16:15). Jetzt begann die entscheidende Phase. Zwischen  der 38. und 42. Minute verwandelte Dennis Aust vier "Marken" in Folge, brachte den TuS 20:16 nach vorn.
Zwei dieser Siebenmeter holte dabei Youngster Julian Schneider heraus. Der 18-Jährige aus der A-Jugend, der am Sonntag noch den Nachwuchs des Bundesliga-Dinos VfL Gummersbach "bespielen" muss, zog frech in Richtung Kreis. "Das war kein Alibi-Handball", lobte Trainer Caslav Dincic den Nachwuchs-Spieler. "In dieser Phase war sein  Einsatz von entscheidender Bedeutung."
Neben den beiden heraus geholten Siebenmetern sorgte Schneider dafür, dass zwei Hagener auf die "Strafbank" mussten, zudem steuerte er zwei Treffer zum 24:20 (48.) und 29:24 (56.) bei. Nach drei Partien ohne Einsatz auf der Bank hoffnungsvolle Gehversuche eines eigenen Ferndorfer Talents. Das Publikum begleitete jeden Ballbesitz des jungen Schneider mit donnerndem Applaus. Das machte ihm den Auftritt leichter. "Es war überwältigend", meinte er nach dem Spiel. "Ich bin froh, dass es heute so gut geklappt hat. Natürlich war ich nervös, als der Trainer sagte, dass ich mich fertig machen und bereit halten soll."

Nach dem 20:16 waren die Hagener nicht mehr in der Lage den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Die Ferndorfer kamen über den Kampf zu ihrem Spiel. Wie wichtig die Unterstützung des Publikums gerade in solchen Spielen ist, unterstrich Manager Harald Münker: "Vor einer Woche haben wir gesehen wie es ist, wenn die Atmosphäre fehlt." Und Caslav Dincic ergänzt: "Du musst ohne diese Unerstützung 30 Prozent mehr geben um besser zu sein als der Gegner."
Gerade bei Spielen wie am Samstagabend, wenn sich Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber stehen, muss dieser letzte Kick eben von außen kommen. Das Kreuztaler Publikum ist also auch für den einen oder anderen Punkt - nämlich immer dann, wenn es eng wird - zuständig.  Auch gegen Hagen war auf die Zuschauer Verlass.
Und natürlich auf die anderen Komponenten, die am Samstag unter anderen Julian Schneider und Dennis Aust hießen.

TuS Ferndorf - VfL Eintracht Hagen 32:27 (11:12).
Ferndorf: Hamers, Rottschäfer; Krause, Alen Sijaric, Schneider (2), Lerscht, Aust (12/6), Dettling (6), Hilger (1), Klatt, Feldmann (5), Mirza Sijaric (3), Stelzenbach (3).

Hagen: Minzlaff, Tesch; Wilhelm (4), Pries, Lütgenau (1), Oberste (1), Cengiz (2), Schulte-Berthold (3), Kraus (6), Kreckler (2), Sideri, Giela (8/1).
Schiedsrichter: Behrens/Fausthoff (Wuppertal/Neuss).

Zuschauer: 1050

Quelle:
expressi_sm
Hans Georg Moeller / 06.11.2010

 


flickr

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Das tapfere Schneiderlein...

07.11.2010
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