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Abstiegsduell in der Stählerwiese

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Auch Milasin Trivic wird in Angriff und Abwehr wieder "ackern" (Archivfoto: CST-Medien)

Auch Milasin Trivic wird in Angriff und Abwehr wieder „ackern“ (Archivfoto: CST-Medien)

Mehr Abstiegskampf geht wohl nicht. Der TuS Ferndorf trifft am Freitagabend (20 Uhr) in Kreuztal auf die HG Saarlouis. Das heißt in Tabellenplätzen ausgedrückt: 18 gegen 17. Oder: Erster sportlicher Abstiegsplatz gegen erster sportlicher Nichtabstiegsplatz. 24:44 Punkte gegen 25:41 Punkte, wobei die Saarländer noch ein Spiel weniger absolviert haben. Dass die entscheidenden Wochen bevorstehen, darauf hat Trainer Michael Lerscht bereits vor einigen Tagen hingewiesen. Und das wird nicht erst aus der Konstellation des nun anstehenden Spiels ersichtlich. Doch in der Tat hat das Duell mit der HG auch für den Kopf eine besondere Bedeutung. Ein Sieg würde den Ferndorfern Auftrieb nach sechs Niederlagen in Folge geben. Von den Punkten ganz abgesehen: Im Fußball spricht man von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ – dort wie auch im Handball gibt es natürlich für jede Partie nur die normale Anzahl Zähler (3, bzw. 2:0). Was gemeint ist, dürfte aber klar sein.

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Der Gegner aus dem Saarland weiß natürlich ebenfalls um die Bedeutung der Partie. Die Mannschaft der HG feierte zuletzt ein kleines Erfolgserlebnis mit einem Punktgewinn beim starken ASV Hamm-Westfalen (29:29). In dieser Partie erzielte übrigens Rechtshänder Jonas Faulenbach sieben Tore – der gebürtige Hesse ist in Ferndorf noch gut bekannt. Faulenbach spielte in der Saison 2011/2012 beim TuS. Ebenfalls auf sieben Tore gegen Hamm kam Kreisläufer Peter Walz, der für seine Leistung auch in das Team der Woche der „Handballwoche“ berufen wurde. Bester Torschütze der HG Saarlouis ist jedoch Linkshänder Jerome Müller (160 Treffer), der seit Sommer im Saarland auf Torejagd geht. Trainer der HG ist der Däne Heine Jensen, ehemaliger Coach der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft.
Die Gastgeber des TuS wollen sich in dem Abstiegsduell weder von Ex-Spielern noch von Meldungen um verpasste Fristen oder nicht erteilte Lizenzen (betrifft den Fall Handballfreunde Springe) beeinflussen lassen, sondern haben sich vorgenommen, auch gegen Saarlouis nur auf die eigene Leistung bzw. das eigene Spiel zu schauen. Der Vorteil, den sportlichen Klassenerhalt noch in der eigenen Hand zu haben, soll dabei möglichst nicht verloren werden. Sechs Spiele stehen für die Rot-Weißen noch an, alle Teams, die in der Tabelle hinter dem TuS stehen, haben nur noch fünf Spiele zu absolvieren. Doch Rechenspielchen sind nicht das Ding der TuS-Verantwortlichen. Die Wahrheit soll auch am Freitagabend gegen die HG Saarlouis auf dem Feld liegen.
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