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Ferndorf muss im Norden bestehen

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Eine schwere Aufgabe für die Puhl, Rottschäfer und Co. in Wilhelmshaven (Foto: Schaumann)

Eine schwere Aufgabe für die Puhl, Rottschäfer und Co. in Wilhelmshaven (Foto: Schaumann)

Eine weite Auswärtsreise hat der TuS Ferndorf am kommenden Wochenende vor sich. Die Siegerländer sind am 14. Spieltag der zweiten Handball-Bundesliga zu Gast bei Mitaufsteiger Wilhemshavener HV. Die Partie, die am Samstagabend um 19:30 Uhr in der Wilhelmshavener Nordfrost-Arena angepfiffen wird, ist ein Wiedersehen zweier Teams, die sich vor vier Jahren bereits in der 3. Liga getroffen hatten. Damals mit zwei positiven Ergebnissen für den TuS: Mit 33:31 und 32:27 gewannen die Ferndorfer damals die Aufeinandertreffen. Ob eines dieser Ergebnisse wiederholbar ist, nun, da beide Mannschaften wieder in einer gemeinsamen Liga antreten, erscheint unter den aktuellen Vorzeichen zumindest fraglich.

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Da ist einerseits die beeindruckende Saison, die die Nordlichter bis zum Sommer hingelegt haben. Ohne Punktverlust marschierte der WHV durch die 3. Liga Nord und qualifizierte sich somit anstandslos für die 2. Bundesliga. Auch der Start in diese war beeindruckend: Nach vier Spielen war die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann noch immer ungeschlagen und ganz oben in der Tabelle mit dabei. Seitdem hat sich das Bild etwas geändert, auch Wilhelmshaven hat Rückschläge hinnehmen müssen, der WHV steht aktuell auf Tabellenplatz acht, ist damit aber als Aufsteiger nach wie vor in einer hervorragenden Verfassung. Der Aufsteiger kann auf einen exzellenten Rückraum zurückgreifen, darunter mit Oliver Köhrmann einen spielstarken Mittelmann, der seine Nebenmänner René Drechsler (80 Tore) und Tobias Schwolow (72) bestens einsetzt. Am Kreis trifft der TuS Ferndof auf einen alten Bekannten: Moritz Barkow, der in seine zweite “Amtszeit” beim WHV gegangen ist, verbrachte zuvor drei Jahre im Dress des TuS Ferndorf.

Den Siegerländern hat die Pause in der Liga durchaus gut getan, auch, wenn Trainer Michael Lerscht feststellte, “dass die Jungs wieder Bock haben.” Um die zuletzt erlittenen personellen Wunden zu lecken war die Zeit aber durchaus positiv, gab es dem TuS doch einige Trainingseinheiten Zeit, um sich weiter in der zwangsweise neuen Besetzung einzuspielen. Immer noch fallen Alex Koke, Julian Schneider und Patrick Bettig im TuS-Rückraum aus – ein Umstand, der in jedem Spiel für den Aufsteiger eine hohe Hürde ist. “Wir fahren nicht nach Wilhelmshaven, um eine Kaffeefahrt zu machen. Wir wollen eine gute Leistung zeigen und das Maximale abrufen. Aber wir wissen auch, dass schon alles sehr, sehr optimal für laufen muss, damit wir da was mitnehmen”, schätzt der Trainer die Lage vor dem 14. Spieltag realistisch ein. Aktuell haben die Ferndorfer noch vier Minuspunkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und irgendwie soll das am besten auch so bleiben. Und auch für den Kopf wäre ein gutes Spiel im Norden wichtig, damit die positiven Erfahrungen aus dem Saisonstart nicht langsam verloren gehen.

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