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Ferndorf zollt der aktuellen Personalmisere Tribut

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TuS Ferndorf vs SG BBM Bietigheim

Der Linksaußen des TuS – Moritz Barwitzki – wird hier unsanft gebremst. (Foto: Schaumann)

Der personell schwer angeschlagene TuS Ferndorf musste sich am Samstagabend der SG BBM Bietigheim im Heimspiel in Kreuztal mit 23:30 (12:13) geschlagen geben. Dabei zeigten die Siegerländer erneut eine engagierte Leistung, konnten die Defizite nach den zahlreichen Ausfällen jedoch über die Länge des Spiels nicht ausgleichen. Trainer Michael Lerscht musste neben drei von vier Rechtshändern im Rückraum (Schneider, Koke, Bettig) auch auf Kreisläufer Andi Heyme verzichten, der für den VfL Gummersbach (Heyme spielt mit Zweitspielrecht in Ferndorf) in der Bundesliga aktiv war. Und so musste der Trainer auf Kräfte der zweiten Mannschaft zurückgreifen: Auf der vordersten Deckungsposition begann Kreisläufer Fabio Schöttler und sogar der Trainer der Ferndorfer Youngster und frühere Spieler und Kapitän der ersten Mannschaft Michael Feldmann wurde quasi reaktiviert. Feldmann sollte das Spiel auf der Mittelposition ordnen und ihm Rhythmus verleihen.

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Bis zur Halbzeitsirene waren die Ferndorfer ein ebenbürtiger Gegner in der Stählerwiese, auch, wenn die Gäste aus Schwaben fast durchweg führten. Aber der TuS verstand es, die Partie eng zu halten und in Schlagdistanz zu bleiben. Florian Baumgärtner traf im gesamten Spiel sieben Mal und übernahm damit Verantwortung im Angriff. Doch ab dem Seitenwechsel war vor allem in der Abwehr beim TuS der Kräfteverschleiß sowie die fehlende Entlastung durch weitere Qualität von der Bank zu bemerken. Ab dem 18:19 (41.) setzten sich die Gäste aus Bietigheim Schritt für Schritt ab und zogen auf 20:25 (49.) davon, was einer Vorentscheidung gleich kam. Am Ende verlor der TuS sein zweites Heimspiel der Saison und musste sich mit sieben Toren geschlagen geben.

„Ich kann der Mannschaft keinerlei Vorwurf machen, wenn sie wie heute auch mal ein schlechteres Spiel drin hat. Das wäre nicht fair. So ein Spiel muss man dem jungen Team auch zugestehen und das vor allem noch in unserer Situation. Und ich glaube, das Publikum hier in Ferndorf hat den entsprechenden Sachverstand, um das auch zu verstehen. Wir müssen uns jetzt Lösungen und Möglichkeiten und vieleicht auch den einen oder anderen taktischen Kniff überlegen, wie wir mit der Personallage umgehen und wie wir das auffangen. Es ist nicht so unwichtig für uns, dass wir jetzt mal ein Wochenende frei haben und die Jungs durchschnaufen können. Danach folgt nämlich ein Hammerprogramm für uns“, kommentierte Trainer Michael Lerscht die Partie und die aktuelle Situation.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Puhl, Baumgärtner (7), Mestrum (5/1), Paladin (3), John (2), Trivic (2), Feldmann (2/2), Barwitzki (1), L. Schneider (1), Kolb, Schöttler, Volentics.


Alle Fotos: Horst Schaumann

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