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Harte Arbeit bis zum sechsten Punkt

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Mit sieben Toren erfolgreichster TuS-Schütze: Carsten Lange. (Archivfoto: Horst Schaumann)

Mit sieben Toren erfolgreichster TuS-Schütze: Carsten Lange. (Archivfoto: Horst Schaumann)

Durch einen 28:25 (15:10)-Arbeitssieg bei der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld behält der TuS Ferndorf in der 3. Liga-West eine weiße Weste und steht  nach dem dritten Spieltag verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Der Erfolg beim alten Bekannten aus Ostwestfalen war jedoch kein leichtes Unterfangen, vor allem in der zweiten Halbzeit – ähnlich dem Heimspiel gegen den OHV Aurich – wurde es zeitweise eng für den TuS. Und so fiel dann auch Trainer Erik Wudtkes Fazit vor allem in die Zukunft blickend aus: „Das Spiel heute war sogar enger als gegen Aurich. Vielleicht lassen wir uns derzeit noch etwas von dem hohen Auftaktsieg in Dormagen blenden. Ich habe immer wieder gesagt, dass der zu hoch ausgefallen ist und wenn wir die vier Pflichtspiele bisher betrachten, gab es darin immer wieder knappe und umkämpfte Phasen. Wir brauchen einfach noch Zeit, bis sich das Tempospiel und auch der Rest so entwickelt, wie wir das wollen. Wir können froh sein, dass wir die athlethischen Voraussetzungen geschaffen haben, um in knappen Spielen bis zuletzt volles Tempo zu gehen und auch eine knappe Führung nach Hause zu bringen“, so der 41jährige nach dem Auswärtsspiel in Altenhagen.

Begonnen hatte die Partie im „Heeper Dom“ durchaus ansprechend für die Ferndorfer: Über 4:1 (9.) und 6:3 (11.) ging es rasch zu einer komfortabel anmutenden 10:4-Führung in der 18. Minute. Optisch überlegen waren die Siegerländer und sie münzten dies auch in Tore um. Die Gastgeber fuhren immer wieder lange Angriffe nahe am Zeitspiel – ähnlich, wie es der OHV vor einer Woche getan und wie es TSG-Coach Tobias Fröbel auch angekündigt hatte. Angriffe mit Ballstafetten über 20 oder mehr Stationen waren keine Seltenheit und forderten dem TuS Ferndorf in der Abwehr alles ab. Doch bis zum Pausenstand von 15:10 für die Ferndorfer lief alles nach Plan.

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Davon war zu Beginn der zweiten Halbzeit keine Rede mehr. Die Abwehr bekam immer seltener Zugriff auf die kreuzenden Angreifer der TSG, in den eigenen Angriffen wurden seltener klare Chancen herausgespielt. Dazu kamen zahlreiche Unterzahl-Phasen durch Zeitstrafen: Die Zuschauer in Heepen peitschten ihre Altenhagener nun bis zum 17:17-Ausgleich (41. Minute).  Auch nachdem die Siegerländer wieder auf 22:19 davongezogen waren, wurde es noch einmal eng. Erst in den Schlussminuten setzte sich der TuS gegen die TSG auf die drei Tore Endstand ab. „Wir konnten in der zweiten Halbzeit nicht mehr die Dominanz wie vor der Pause aufbauen“, so Erik Wudtke im Nachgang, „wir haben häufig in Unterzahl agieren müssen und haben nicht mehr viele schnelle Tore geworfen.“ Und auch, wenn am Ende der dritte Sieg im dritten Spiel zu Buche steht, zeigt die Partie, dass die Bäume auch beim TuS Ferndorf in einer starken Liga nicht in den Himmel wachsen – so, wie es die Verantwortlichen vor der Saison und in den letzten Wochen immer wieder betont haben. „Wir haben allerdings auch keinen Grund zur Sorge, wir gehen mit sechs Punkten im Rücken in die beiden Heimspiele und werden in jedem Spiel einen Tick besser werden. Und, das kann ich ebenfalls versprechen, wir werden im Derby gegen Schalksmühle brennen“, versprach Ferndorfs Trainer mit Ausblick auf die kommende Aufgabe.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Lange (7), M. Sijaric (5/1), Koke (4/2), Bettig (3), A. Sijaric (3), Barkow (2), Johnen (2), Aust (1), S. Breuer (1).

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