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Knappe erste Saisonniederlage für den TuS

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Für Erik Wudtke und den TuS war es die erste Pflichtspiel-Niederlage in 2013/2014. (Foto: D.Schäfer)

Für Erik Wudtke und den TuS war es die erste Pflichtspiel-Niederlage in 2013/2014. (Foto: D.Schäfer)

Nach sieben Siegen in Folge hat es Spitzenreiter TuS Ferndorf zum ersten Mal in der 3. Liga West erwischt. Beim stark besetzten Wilhelmshavener HV verloren die Siegerländer zum ersten Mal in 2013/2014 – und zwar am Ende mit 28:29 (13:19). Keine Frage – alle Vorzeichen hatten nach Spitzenspiel ausgesehen, vor diesem achten Spieltag. Und als die Partie mit einigen Minuten Verzögerung in der Nordfrost-Arena angepfiffen wurde, ging es unter den Zuschauern auch hoch her. Das erste Tor der Partie erzielte Ivo Warnecke per Gegenstoß und damit sollte dem TuS dann auch gleich klar gemacht werden, was der WHV hier heute vorhatte. Der angesprochene Warnecke und auf TuS-Seite David Breuer waren die Protagonisten in einer Anfangsphase, in der der WHV als Heimmannschaft überzeugte und in der 12. Minute knapp mit 6:5 in Führung lag. Gut für die Siegerländer, dass Alex Koke gleich im Anschluss das 6:6 erzielte und damit eine teilweise Zwei-Tore-Führung der Gastgeber egalisierte und alles auf Null stellte. Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte sich, warum Erik Wudtke vor den Nordlichtern gewarnt hatte und warum vor der Partie nicht von klar verteilten Favoritenrollen gesprochen werden konnte. Mit ausgeglichenen Torschützen (Maas, Drechsler, Warnecke, Vorontsov, Kalafut und Mertens) und einem guten Björn Bröckerhoff im Tor spielte Wilhelmshaven eine starke Hälfte und machte den Ferndorfern das Leben schwer. Zwei Zeitstrafen hintereinander sorgten bei den Siegerländern für Unruhe, die 5-1-Deckung griff nicht so zu, wie es nötig gewesen wäre. Und als die ersten 30 Minuten abgelaufen waren, lag Ferndorf mit 13:19 zurück – ein völlig neues Halbzeitgefühl für die Wudtke-Sieben.

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Nach der Pause war dann auf dem Olympia-Hallenboden (der WHV hatte den Schwingboden nach den Spielen in London 2012 von dort erstanden) eine Änderung im Spielverlauf zu bemerken. Ferndorf nun konzentrierter, im Abschluss konsequenter und vor allem in der Abwehr bissiger. Die Umstellung auf die offensive 3-2-1-Abwehr mit Tim Hilger im Zentrum und Moritz Barkow auf der vorgezogenen Position fruchtete immer mehr. Bis zum 23:16 ging es im Gleichschritt weiter, doch dann zog der TuS an. Angeführt vom erneut bärenstarken Linkshänder David Breuer (am Ende 9 Tore) und dem von der Siebenmeter-Marke effektiven Alex Koke kämpfte sich das Team von Erik Wudtke an den WHV heran. Über 25:24 (51. Min.) ging es in eine spannende Schlussphase, die nun das von vielen erwartete Spiel auf Augenhöhe sah. Auch beim 28:27, knapp eine Minute vor dem Ende, waren die Siegerländer noch nah dran, doch ein Tor von Youngster Lukas Mertens beendete die Spekulationen. Dennis Aust gelang Sekunden vor der Schlusssirene noch der Anschluss und so wurde es am Ende ein knapper Sieg für die Gastmannschaft in der Nordfrost-Arena, der die ersten Minuspunkte für die Siegerländer brachte.

„Das, was wir uns in der Deckung vorgenomen haben, haben wir nicht erfüllt. Wir waren in der 5-1-Abwehr vor der Pause zu passiv und haben es nicht geschafft, genug Druck auf den Gegner aufzubauen. Dazu kam, dass wir vorne einige leichte Tore haben liegen lassen und so konnte der Gegner seinen Vorsprung ausbauen. Es wurde besser als wir in der Deckung auf 3-2-1 umgestellt haben, das war mit dafür verantwortlich, dass wir ins Spiel gefunden haben und am Ende sogar noch rankamen. Es fehlten dann wohl einfach ein paar Minuten, ich denke, der WHV war am Ende vielleicht ein bisschen am Kippen, aber da hätte dann alles stimmen müssen und wir hätten noch ein wenig Zeit haben müssen. Das war nicht der Fall“, bewertete Trainer Erik Wudtke die Partie.

Weiter geht es für den TuS am kommenden Mittwochabend mit dem Heimspiel im DHB-Pokal gegen den EHV Aue (20 Uhr Anwurf in Kreuztal). „Dort werden wir weitermachen, unsere Lehren aus dem Spiel heute ziehen und nach vorne gucken. Da haben wir wieder die Chance, uns zu beweisen“, so Wudtke.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, David Breuer (9), Koke (6/4), Schneider (3), Simon Breuer (3), Barkow (2), Alen Sijaric (2), Aust (2), Hilger (1), Johnen, Lange, Mirza Sijaric.

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