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Knoten platzt in Rostock

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Jubel im Ferndorfer Team nach dem Schlusspfiff (Archivfoto: Schaumann)

Jubel im Ferndorfer Team nach dem Schlusspfiff (Archivfoto: Schaumann)

Der TuS Ferndorf hat in der 2. Handball-Bundesliga den ersten Auswärtssieg geholt und wichtige Punkte im Abstiegskampf eingefahren. Die Siegerländer gewannen in der englischen Woche am Mittwochabend beim HC Empor Rostock mit 29:26 (12:13). Ein enorm wichtiger Sieg – nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Selbstbewusstsein und als Belohnung für die harte Arbeit. Nachdem die Ferndorfer einen Tag früher an die Ostsee angereist waren, ging es noch am Spielabend zurück auf die lange Heimfahrt. Einige Akteure müssen bereits am Mittwochmorgen sozusagen direkt aus dem Bus auf die Schicht – es wird jedoch angesichts des Erfolgserlebnisses um einiges leichter fallen als sonst.

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Die erste Hälfte an der Ostsee begann ausgeglichen. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass es um wichtige Punkte ging. Empor ging mit 2:0 in Führung und versuchte immer wieder über die gefährlichen Außenspieler zu Torerfolgen zu kommen. Doch beim TuS gibt es nun mal Alexander Koke. Der spielende Co-Trainer ist derzeit in absoluter Top-Form und in quasi jedem Spiel für die meisten bzw. wichtigsten Tore der Siegerländer zuständig. In Rostock erzielte der Rückraumspieler acht der ersten elf Tore – eine unfassbare Quote, damit hielt Koke sein Team (alleine fünf Siebenmeter gehörten vor dem Seitenwechsel dazu) im Spiel. Teilweise führten die Mannen von Michael Lerscht mit zwei Toren (5:7, 17. Minute), zwangen den Gegner zwar ins Team-Timeout, konnten jedoch wie schon in der jüngeren Vergangenheit diese Phasen nicht in letzter Konsequenz für sich nutzen. Und so war es Rostocks Top-Torjäger Vyron Papadopoulos, der Sekunden vor dem Halbzeitpfiff die Führung für den HCE erzielte (13:12).

Die Gastgeber kamen auch besser aus der Pause, zogen durch Hövels und Porath auf 15:12 davon, doch Ferndorf hielt den Anschluss, kämpfte um jeden Punkt und Zentimeter und hatte Rostock beim 18:18 durch Daniel Mestrum wieder eingefangen (43. Min.). Und das Lerscht-Team wollte mehr: Wieder zwang man den Gegner ins Team-Timeout, als Milasin Trivic das 21:19 erzielte, Rostock war jetzt im Hintertreffen, die Führung wechselte jedoch wenige Minuten später erneut (24:23 für den HCE). Da Alex Koke und Marijan Basic nun von den Mecklenburgern mit einer 4-2-Deckung quasi aus dem Spiel genommen wurden, sprangen die Kollegen in die Bresche. Kai Ronge (fünf) und auch Daniel Mestrum (fünf) übernahmen Verantwortung, nahmen und trafen wichtige Würfe. Bei einem erneuten Timeout (57. Min.) versuchte der Gastgeber noch mal umzustellen, doch spätestens mit dem 28:25 durch Ronge und dem anschließenden 25:29 durch Mestrum war der Drops an der Ostsee gelutscht. Die ersten Auswärtspunkte der Saison wurden entsprechend bejubelt und Trainer Michael Lerscht war hochzufrieden: „Man muss zuallererst mal diese verrückten Ferndorf-Fans erwähnen. Da sind bestimmt 40 Fans mitgefahren und das nach Rostock. Wahnsinn. Man merkt, wie gut das dem ganzen Verein tut, dass wir endlich die ersten Auswärtspunkte und einen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten geholt haben. Ich muss heute auch mal Kai Ronge erwähnen. Er hat richtig gut agiert, als die anderen eng gedeckt wurden, da hat er die Räume gut genutzt. Das ist insgesamt nicht leicht für uns gewesen aber es war eine rundum gelungene Leistung, mit der wir uns belohnt haben. Die Rückfahrt fällt jetzt natürlich um einiges leichter.“

TuS Ferndorf: Pul, Rottschäfer, Koke (8/5), Basic (6), Ronge (5), Mestrum (5), Volentics (2), Baumgärtner (2), Trivic (1), Oprea, John, Heyme, Barwitzki, Sartisson.

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