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Krasser Außenseiter gegen GWD

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TuS Ferndorf - Bayer Dormagen

Michael Lerscht ist aufgrund der langen Verletztenliste momentan nicht um seinen Job zu beneiden (Archivbild: Schaumann)

Wie geht man in ein Spiel, in dem man nichts zu verlieren hat? „Ganz entspannt“, wenn man Michael Lerscht glauben darf. Der Trainer des TuS Ferndorf erwartet mit seiner Mannschaft am Samstagabend (Anwurf 19:30 Uhr) in der Kreuztaler Stählerwiese das Team von GWD Minden. Und damit prallen vor dem Ferndorfer Publikum zwei Welten aufeinander. „Minden zählt mit Erlangen und Coburg zu den drei Teams, die definitiv in allen Aspekten deutlich besser aufgestellt sind als die anderen Mannschaften der Liga.“ Die Tabelle bestätigt den 31-Jährigen, denn mit den Ostwestfalen reisen 37:5-Punkte ins Siegerland – Ferndorf hat derer 16:28. In Minden spielen Akteure wie Kim Sonne, Dalibor Doder, Christoffer Rambo, Nenad Bilbija oder Joakim Larsson. „Eine hochklassig besetzte Mannschaft“, weiß Lerscht, „sie haben alle Möglichkeiten ein Spiel zu machen oder auch auf Deckungsvarianten zu reagieren.“ In der Tat kann Trainer Frank Carstens nicht nur auf einen wurfgewaltigen, großen Rückraum zurückgreifen (Bilbija z.B. ist 2,08 Meter, Rambo 1,98 Meter) – sondern hat in Sören Südmeier oder z.B. Dalibor Doder auch extrem wendige und spielstarke Optionen.

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Wie geht man als krasser Außenseiter solche eine Partie also an, fragt man sich nach dem Blick auf die personelle Besetzung des Gegners noch einmal. „Wenn man sagt, wir haben nichts zu verlieren, ist das schon die richtige Herangehensweise. Wir werden natürlich kein Spiel herschenken – aber man geht einfach in ein Spiel gegen Minden nicht mit dem Satz „Das gewinnen wir jetzt“. Daher sage ich im Sinne der Entwicklung der Mannschaft auch, dass die Anzeigetafel am Samstag nicht das Entscheidende ist. Wir wollen unabhängig vom Ergebnis mit einem guten Gefühl aus dem Spiel herausgehen“, erklärt Michael Lerscht die Ausgangslage. Die ist übrigens für seine Mannschaft nach der Niederlage in Springe auch eine Frage des Rhythmus‘. Den haben die Ferndorfer nämlich in 2016 noch nicht wieder gefunden.

Bei den Siegerländern werden mit Uros Paladin, Julian Schneider, Patrick Bettig, Tim Kolb, Niklas Reuter nun auch Lucas Schneider mit Bänderriss weiter ausfallen. Wie der TuS vor allem in der Defensive den Ausfall von Paladin und Lucas Schneider auffangen will, wird sich Trainer Michael Lerscht wohl bis vor Spielbeginn offen halten.

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