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Lerscht-Team überzeugt und lernt dazu

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Lucas Schneider war - vor allem in der ersten Hälfte - überragender Spieler auf Ferndorfer Seite (Foto: Schaumann)

Lucas Schneider war – vor allem in der ersten Hälfte – überragender Spieler auf Ferndorfer Seite (Foto: Schaumann)

Was ein Abend in der Stählerwiese! Der TuS Ferndorf hat in der 2. Handball-Bundesliga den zweiten Heimsieg gelandet und ist so richtig in der neuen Spielklasse angekommen. Mit 38:30 (19:15) schlugen die Siegerländer den HC Empor Rostock mehr als deutlich und in dieser Höhe sicher auch etwas überraschend. Was mit dem Heimsieg gegen Springe seinen Anfang nahm und in der starken Leistung bei Top-Favorit Minden fortgesetzt wurde, führte am Samstagabend in Kreuztal zu zwei wichtigen und überaus verdienten Pluspunkten. In einem torreichen Spiel lag das Team von Trainer Michael Lerscht quasi durchweg in Führung und dominierte das Spielgeschehen von Beginn an. Bereits mit den ersten Aktionen holten sich die Ferndorfer Selbstbewusstsein, indem Alex Koke (heute wieder in bestechender Form mit 10 Treffern und dabei 100% Quote von der Marke) den Rostocker 0:1-Führungstreffer mit zwei Toren drehte und Lucas Puhl zwei Mal gegen die gefürchteten Außen Papadopoulos und Gruszka Sieger blieb. Mit jeder Spielminute gelang dem TuS bei einer konzentrierten Defensivleistung nun mehr, die Chancenverwertung ließ kaum zu wünschen übrig. Als nach 18 Minuten die Anzeigetafel ein 14:8 für die Siegerländer Gastgeber anzeigte, ahnten die Zuschauer: Hier geht heute was!

Vergessen, die beiden deftigen Niederlagen gegen den gleichen Gegner bei der letzten Teilnahme an der zweiten Bundesliga – diese hatten im Vorfeld des Spiels für die Mannschaft und den Trainer ohnehin keinerlei Bedeutung gehabt. Und so traten die Rot-Weißen auch auf: Leidenschaftlich und kämpferisch mit vollem Einsatz – spielerisch bilden sich immer mehr Automatismen heraus.
Die leicht ersatzgeschwächten Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern versuchten vor allem in der Deckung alles, um dem TuS den Zahn zu ziehen – doch genau darauf war man vorbereitet. Nach einer Manndeckung gegen Alex Koke wechselte die Mannschaft von Aaron Ziercke auf eine 4:2-Deckung gegen Julian Schneider und Koke – um danach geschlossen im 6:0-Verbund zu verteidigen. „Wir haben gegen diese verschiedenen Systeme eigentlich immer eine Lösung gefunden und haben uns vor allem schnell darauf eingestellt“, erklärte Trainer Michael Lerscht. „Und auch defensiv haben wir teilweise auf sehr hohem Niveau verteidigt. Dass man das nicht 60 Minuten durchhalten kann, ist auch klar.“ Und so kam der Gegner zur Pause wieder auf vier Tore heran (19:15) – die Partie blieb also intensiv und spannend.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Lerscht-Team konzentriert und im Angriff effektiv. Ein Beispiel dafür: Der heute zum ersten Mal im Angriff eingesetzte Lucas Schneider, der eine starke Partie hinlegte und am Ende sieben Mal traf. Auch der zwischenzeitlich auf Halblinks eingesetzte Moritz Barwitzki sorgte weiter mit dafür, dass die Rostocker sich in der Deckung nie wohl und sicher fühlen konnten. Doch noch wichtiger als der Positionsangriff waren die vielen gut vorgetragenen Gegenstöße, die dem TuS das ein ums andere Mal Torerfolge einbrachten. Am Ende brachten die Ferndorfer den deutlichen Sieg relativ sicher nach Hause und stehen nun nach vier Spieltagen mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf Tabellenplatz 12. „Das ist ein toller Start, wer uns das vorher angeboten hätte – den hätte ich beim Wort genommen. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass auch mal wieder Rückschläge kommen werden und dass das so linear nicht weiterläuft in dieser Liga. Aber: Wir haben uns weiterentwickelt und haben einen weiteren Schritt gemacht – aber genau das ist ja das Ziel, dass wir immer weiter dazulernen“, gab ein sichtlich zufriedener Michael Lerscht nach dem Spiel bekannt.

TuS Ferndorf: Puhl, Rottschäfer, Koke (10/7), L. Schneider (7), J. Schneider (5), Heyme (4), Mestrum (4), Paladin (4), Barwitzki (2), John (1), Trivic (1), Volentics, Sartisson, Baumgärtner.


Alle Fotos: Schaumann

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