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Nach der Pause den Anschluss verloren

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Marijan Basic erzielte in Aue sieben Tore für den TuS (Archivbild: Schaumann)

Im letzten Auswärtsspiel der Zweitliga-Saison haben die Handballer des TuS Ferndorf beim EHV Aue keine Punkte mehr in fremder Halle einfahren können. Gegen die Erzgebirgshandballer unterlagen die Ferndorfer letzten Endes deutlich mit 26:33 (13:16), Aue machte damit rechnerisch den Klassenverbleib perfekt.

Vor den mehr als 1500 Zuschauern in der Erzgebirgshalle Lößnitz war der TuS freundlich empfangen worden, trotz des letzten Hauchs Abstiegskampf präsentierte sich das EHV-Publikum als äußerst fair. Vielleicht, weil der EHV generell ein faires Publikum hat, vielleicht auch, weil in der Halle die gewisse Vorahnung bestand, dass es beim angeschlagenen TuS wohl nicht mehr über die vollen 60 Minuten reichen würde.

Immerhin standen Simon Breuer und Heider Thomas durch ihre Operationen und Julian Schneider wegen seiner Bänderverletzung für das Saisonfinale nicht mehr zur Verfügun und somit fehlten in Aue zwei Spieler für viele einfache Ferndorfer Tore. Entsprechend sollten die Gastgeber im späteren Verlauf der Begegnung auch von einer 3:2:1-Deckung auf 6:0-Formation umstellen, um die Siegerländer zu Würfen von jenseits der 9-Meter-Linie zu zwingen – was letzten Endes mit zur Entscheidung beitrug.

Zu Beginn machte der EHV das aber nicht, und Ferndorf kam gut ins Spiel. In der Startaufstellung stand der nach Leistenzerrung genesene Marijan Basic auf der Mitte, die Außenpositionen bekleideten Alen Sijaric und Dennis Aust, auf den „Halben“ spielten Tim Hilger und Carsten Lange und am Kreis komplettierte Moritz Barkow die Startsechs. Mit dem starken Rückhalt von Kai Rottschäfer führten die erneut von Interimstrainer Michael Lerscht geleiteten Gäste nach neun Minuten mit 3:1. „Es wäre noch mehr in dieser starken Phase möglich gewesen, wir haben aber leider kein Kapital daraus geschlagen“, kommentierte Lerscht nach Abpfiff.

Der TuS hatte engagiert begonnen, sich vorgenommen, aus aggressiver Deckung heraus schnell nach vorne zu spielen. Das funktionierte in den ersten 15 Minuten bestens, Ferndorf war beim 5:5 noch auf Augenhöhe. In den nächsten acht Minuten erspielte Aue sich aber einen Zwei-Tore-Vorsprung (9:7), der bis zum Pausenpfiff auf drei Treffer ausgebaut werden konnte, weil der starke Petursson den Wurf von Davorin Prskalo mit der Schlusssirene entschärfte. Ferndorf bekam zwar den nach Emsdetten wechselnden Rückraum Rechts Dener Jaanimaa bestens unter Kontrolle, hatte dafür aber mit Mägi und Brykner seine liebe Mühe.

Nach Wiederanpfiff hatten die Ferndorfer noch zwei Mal die Chance auf den Ausgleich, beim 16;15 und beim 17:16 war der TuS heran. Es folgte aber eine dieser Phasen, in der nicht mehr viel im Angriff zusammenpasste und die Gäste in die Konter der Erzgebirgshandballer liefen. „Wir haben das Spiel ab der 35. Minute aus der Hand gegeben“, so Lerscht, „danach war es durch.“ Mit einem 6:0-Lauf zum 23:16 (41.) besorgten das EHV-Team die Vorentscheidung. In den Schlussminuten ließ Lerscht wie im Heimspiel dann die junge Garde übernehmen. Neben „Wiederholungstäter“ Michel Sorg, der im Heimspiel gegen Eisenach debütiert hatte und auch gegen Aue per Siebenmeter traf, durfte dabei Kevin John aus der zweiten Mannschaft erstmals in dieser Saison auf Rechtsaußen auflaufen und trug sich in der letzten Spielminute noch in die Torschützenliste ein.

Während der EHV nach dem Abpfiff den sicheren Klassenverbleib bejubelte, machten sich die Ferndorfer einmal mehr ohne Punkte auf den Weg in Richtung Bus. Verwundert war aufgrund der Personalsituation aber keiner. „Die Niederlage geht über 60 Minuten in Ordnung, es ist lediglich schade, dass wir nach der Pause nicht länger mithalten konnten, weil wir dran waren,“ bilanzierte Lerscht.

EHV: Petursson, Meinl – Mägi (9), Brykner (6), Roch (5), Uematsu (4), Hansen (3), Meinhardt, Rothenburger (je 2), Vesely (1/1), Berthold, Otto, Roth, Schäfer.

TuS: Rottschäfer, Hamers – Basic (7/4), Lange (5), Aust (3), Hilger, Prskalo, A. Sijaric (je 2), Barkow, John, Johnen, M. Sijaric (je 1), Sorg (1/1), Bettig.

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