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Niederlage beim starken TV Emsdetten

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Gleich zwei Emsdettener beim „Materialtest“ der Ferndorfer Trikots (Foto: TV Emsdetten)

Ferndorfs Trainer Caslav Dincic hatte nach der Partie seiner Mannschaft in Emsdetten einige Zeit im Bus gesessen, um noch einmal das Gesehene zu reflektieren. An seinem Urteil änderte sich allerdings wenig. Dass der TuS das 17:25 (7:12) mit anderen Unparteiischen gedreht hätte, glaubte auch der Ferndorfer Trainer nicht. Aber: „Wir hätten auf jeden Fall besseren Handball gespielt“, so Dincic. „Die Schiedsrichter haben heute das Spiel massiv beeinflusst, das war wirklich schade. Schöne Halle, schöne Stimmung, starker Gegner – schlechte Schiedsrichter.“

Dincics Aufregung rührte vom schnell zuckenden Arm der beiden Unparteiischen Gunnar Beyer und Thomas Schulte, die in den ersten fünf, sechs Angriffen der Ferndorfer nach seinem Geschmack zu früh den Arm zum drohenden Zeitspiel hoben. „Meine Spieler sind entsprechend nervös in die Begegnung gekommen, haben beim drohenden Zeitspiel unkontrolliert geschossen“, so Dincic. Auch die Bestrafungen fielen progressiv aus, nach acht Minuten waren die Gelben Karten aufgebraucht, die erste Zeitstrafe sah Heider Thomas nach fünfeinhalb Minuten. Insgesamt sollten es allerdings nur vier Zeitstrafen sein, die Ferndorf kassierte. Der TuS hatte vor 1650 Zuschauern in der „Ems-Hölle“ durch Heider Thomas noch nach fast drei Minuten das 1:0 erzielt, sich dann aber zusehends an der starken 6:0-Deckung der Hausherren die Zähne ausgebissen.

Emsdetten, in voller Kaderstärke angetreten, war gegen Ferndorfs 3:2:1-Deckung ohne Rückraum Rechts Janko Bozovic in die Partie gestartet. Liljestrand hatte statt den großen Jugoslawen mit Spielberechtigung für Österreich aufzustellen auf eine beweglichere Angriffsformationen mit seinen beiden Isländern gesetzt. Das Konzept ging auf. Selmanovic glich zum 1:1 aus, Ragnarsson markierte die erste Führung der Grün-Weißen. Caslav Dincic nahm beim 1:4 (9. Min.) die erste Auszeit, diese blieb aber ohne größere Wirkung. Bis zum 8:2 (16.) hatten sich (neben Schulz und Boomhouwer) Arnarsson, Ragnarsson (2) und vor allem Elvir Selmanovic (3) sechs Mal in die Torschützenliste eingetragen. Ferndorf fiel im Angriff nur wenig gegen die Emsdettener Beton-Abwehr ein. Ein Beleg für das Massiv, dem sich der TuS gegenübersah: Die zuletzt überragenden Kreisläufer Barkow und Johnen blieben dieses Mal komplett ohne Torerfolg. „Emsdetten hat schon eine sehr starke Defensive, das war uns klar. Sie sind auch nicht unser Maßstab in dieser Saison“, verdeutlichte Dincic, dass heute wirklich alles hätte passen müssen. Passte es aber nicht.
7:1-Lauf brachte die Entscheidung

Die Ferndorfer hatten ihre liebe Mühe mit dem wurfgewaltigen und trotzdem beweglichen Rückraumspiel der Gastgeber, im Emsdettener Tor bewies Nils Babin seine Klasse, der rund 20 Paraden auf seinem Konto notieren konnte. Zwar kämpfte der TuS sich mit einem Dreierpack von Julian Schneider von 12:5 auf 12:8 (32.) heran, Emsdetten antwortete aber kaltschnäuzig – und zog bis zur 42. Minute mit einem 7:1-Lauf auf 19:9 davon. In der letzten Viertelstunde ließ Dincic mit Julian Schneider und Patrick Bettig vermehrt den Nachwuchs aufs Feld, am Abstand zwischen den Teams änderte sich nicht mehr viel.

Festzuhalten bleibt: Der TuS hat beim TV Emsdetten mit der gleichen Differenz wie der Bergische HC (seines Zeichens Aufstiegsaspirant) verloren. Ein Ergebnis, mit dem ein Team, das in seinem ersten Zweitligajahr lediglich um den Klassenverbleib kämpft, leben kann. Durch die Niederlage ordnen sich die Ferndorfer nach den Samstagsspielen der 2. Liga auf dem 16. Platz ein. Sollte Henstedt-Ulzburg keine Überraschung im Sonntags-Auswärtsspiel in Nordhorn gelingen, stünden die Siegerländer also weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz. Nach vier Spielen gegen Mannschaften, die ausnahmslos unter den Top Ten der vergangenen Saison platziert waren, nicht die schlechteste Bilanz.
 

TuS: Rottschäfer, Hamers – Thomas (4/1), Schneider (4), Aust, Lange, M. Sijaric (je 2), Breuer, Hilger, A. Sijaric (je 1), Barkow, Bettig, Johnen.


TV Emsdetten: Babin, Feshchanka – Selmanovic (6/3), Arnarsson (6), Boomhouwer, Ragnarsson (je 4), Bozovic (3),  Schulz, Schüttemeyer (je 1), Kamp, Kvalvik, Kourtchev, Thünemann.

[quellenangabe quelle=“expressi.png“ autor=“Micha Sommer“ datum=“23.09.2012″ link=“http://www.expressi.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=12991%3Atus-ferndorf-in-emsdetten-chancenlos&catid=44%3A3-liga&Itemid=235″][/quellenangabe]

[presseberichte-start quelle=“siegener-zeitung.png“ titel=“Ferndorf chancenlos beim Tabellenführer“ link=“http://www.siegener-zeitung.de/a/606786/ferndorf-chancenlos-beim-tabellenfuehrer“ datum=“23.09.2012″] [/presseberichte-start]
[presseberichte-more quelle=“derwesten.png“ titel=“17:25 – Niederlage kein Beinbruch“ link=“http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/siegen-wittgenstein/17-25-niederlage-kein-beinbruch-emsdetten-kein-massstab-fuer-uns-id7127644.html“ datum=“23.09.12″] [/presseberichte-more]

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