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„Nur schwer die richtige Einstellung gefunden“

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TuS-Ferndorf---OSC-Loewen-Duisburg-2-055

Auch die neun Tore von Carsten Lange konnten an der Niederlage nichts ändern. (Archivfoto: Horst Schaumann)

Der TuS Ferndorf hat nach der Niederlage gegen Dormagen am Sonntag zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage in der 3. Liga West verloren. Das Auswärtsspiel bei den OSC Löwen Duisburg endete 36:38 (16:21). Vor rund 500 Zuschauern landeten die Löwen etwas überraschend gegen die Siegerländer einen glatten Start-Ziel-Sieg, die Gäste aus Ferndorf gingen nicht einmal in Führung und lagen bereits zur Pause mit fünf Toren zurück. Von Beginn an mussten die mitgereisten Fans spüren, dass es an diesem Tag schwer werden würde, etwas zu reißen und das lag in erster Linie am Tabellenzweiten selbst.

“Wir haben in der ersten Halbzeit eine schlechte Einstellung gehabt, das hat mich sehr an das Spiel gegen Gummersbach erinnert”, war Trainer Erik Wudtke frustriert. Zu pomadig im Rückzugsverhalten, zu wenig aggressiv in der Abwehr und ohne echten Biss agierte sein Team. “Vor allem die rechte Abwehrseite hat da nicht gut ausgesehen”, beschrieb der 41jährige Coach es und meinte damit die unglaublichen 24 Gegentreffer, die die beiden Rechtshänder Michael Heimansfeld (10/2) und Marcel Wernicke (14) im gesamten Spielverlauf erzielten. Die beiden waren zu keiner Zeit wirksam zu verteidigen: “Jeder Ball, den der Gegner Richtung Tor geworfen hat, war drin”, so Wudtke weiter. Dabei gab es nach dem Seitenwechsel mehrere Male die Gelegenheit für den eigentlichen Favoriten, die Partie zu drehen. Nach Umstellung auf eine kompaktere 6-0-Deckung verzeichneten die TuS-Akteure mehr Ballgewinne und kreierten mehr Torabschlüsse, waren drei Mal auf zwei Treffer herangekommen. Diese Chancen wurden jedoch teils fahrlässig vergeben. “Die muss Du nutzen, wenn Du aufholen willst.”

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Und so kam es zu einer in der Gesamtbetrachtung unnötigen Niederlage, die die Fans der Siegerländer enttäuschte und auch bei Erik Wudtke Spuren hinterließ: “Die Mannschaft hat sehr schwer die richtige Einstellung zu dem Spiel gefunden und das ist enttäuschtend. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, weiter am Ball zu bleiben und den zweiten Platz zu festigen, damit man für den Fall der Fälle Gewehr bei Fuß steht. Im Heimspiel gegen Neuss erwarte ich nun eine Reaktion. Ich habe schon vor der heutigen Partie meine Mannschaft in der Kabine etwas ketzerisch gefragt: Wie viel Lust habt Ihr noch? Am Samstag werde ich das wieder fragen und dann kann sie zeigen, ob sie aus der Antwort, die sie heute gegeben hat, etwas gelernt hat”, so Wudtke. Und legt nach: “In der Trainingswoche werde ich ihr dafür einige Lernhilfen an die Hand geben.”

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Hamers, Lange (9), S. Breuer (6), D. Breuer (4/3), Koke (4), Barkow (3), Hilger (3), Johnen (3), Schneider (2), M. Sijaric (1), Bettig (1), Aust.

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