Anzeige
lindenschmidt
krombacher
sparkasse
georg
volksbank
quast

Puhl und Breuer überragend beim 31:21 Derbysieg

0
Überragend gegen den Spitzenreiter präsentierte sich Lucas Puhl im Ferndorfer Tor (Foto: Schaumann)

Überragend gegen den Spitzenreiter präsentierte sich Lucas Puhl im Ferndorfer Tor (Foto: Schaumann)

Mit einer konzentrierten, engagierten und souveränen Mannschaftsleistung hat der TuS Ferndorf dem bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter Eintracht Hagen die erste Saisonniederlage beigebracht und damit auch gleichzeitig das prestigeträchtige Südwestfalenderby gewonnen.

Mit 31:21 (14:10) schickten die Ferndorfer das Team von Trainer Lars Hepp wieder nach Hause und bewiesen damit, dass sie in der Lage sind, gegen jede Mannschaft der 3. Liga West zu gewinnen. Seit nunmehr fünf Spielen in Folge gewinnt der TuS seine Partien und ist auf dem dritten Tabellenplatz angekommen.

Am Samstagabend kam für den Erfolg in der fast ausverkauften Stählerwiese praktisch von Beginn an nur eine Mannschaft in Frage: Die Siegerländer führten durchgängig und agierten cleverer, engagierter und mit mehr Leidenschaft. Angetrieben von einem glänzend aufgelegten Spielmacher Simon Breuer, der nebenher auch noch mit 12 Toren überzeugte, präsentierte sich Ferndorf sowohl offensiv als auch defensiv beinahe in Bestform. Dass Torwart Kai Rottschäfer kurzfristig mit Grippe und Fieber hatte passen müssen, überwand das Wudtke-Team kurzerhand mit einem bärenstarken Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter.

Apropos: Lucas Puhl, sonst durchaus Mann der stillen Freude und kleinen Gesten, ließ sich nach rund 45 Minuten, als er gefühlte 20 Paraden geleistet hatte und das Ferndorfer Publikum ihm zwischenzeitlich Standing Ovations spendiert hatte, zu Gefühlsregungen hinreißen und ballte die Faust in Richtung Tribüne. Immer wieder zog der Keeper mit katzenhaften Reflexen und stoischer Ruhe dem Gegner den Zahn. Die Gegenstöße landeten fast allesamt in des Gegners Netz, noch dazu überwand Simon Breuer den Hagener Torwart mehrfach mit seinen bekannten flachen ansatzlosen Würfen. Es lief für den TuS Ferndorf, schon nach 22 Minuten (12:6) war das festzustellen.

Ganz starkes Spiel auch von Spielmacher Simon Breuer, der 12 Tore erzielte (Foto: Schaumann)

Ganz starkes Spiel auch von Simon Breuer, der 12 Tore erzielte (Foto: Schaumann)

Und auch wenn die Eintracht aus Hagen, bei der der Führende der Torschützenliste Jens-Peter Reinarz bis auf Siebenmeter blass blieb, vor der Pause den Rückstand noch einmal verringern konnte – spätestens nach 40 Minuten war der Drops in der Kreuztaler Stählerwiese gelutscht. Abwehrumstellung (von 6:0 auf 4:2), kurze Manndeckung gegen Simon Breuer, drei Auszeiten – es nützte für die in weiß-schwarz spielenden Grün-Gelben alles nichts. Zu heftig rollten die Ferndorfer Angriffe auf den Eintracht-Kasten. Und so konnte Trainer Erik Wudtke auch den jungen Spielern Einsatzzeit im Hexenkessel gönnen, Niklas Reuter nutzte diese mit zwei sauberen Siebenmetern gegen Ende.

presenter2_lindenschmidt

„Wir haben heute verdient gewonnen, das war ein Ergebnis der guten Abwehrleistung. Man sollte jetzt nicht wieder anfangen, den Favoriten in der Liga rumzuschieben, dass die Klasse eng ist und alles passieren kann, hat der heutige Spieltag gezeigt“, so Erik Wudtke.

TuS Ferndorf: Puhl, Wellen – Breuer (12/4), Mestrum (6), Weis (4), Johnen (3), Barkow, John, Reuter (je 2), Bettig, Keusgen, Koke, Schneider, Thomas.


Alle Fotos: Horst Schaumann

Weitersagen.