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Relegations-Krimi mit undankbarem Ende

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Mirza Sijaric absolvierte sein letztes Spiel im TuS-Trikot, hier erzielt er eines seiner beiden Tore im Spiel in Springe. (Foto: Marvin Müller)

Der TuS Ferndorf wird in der kommenden Saison in der dritten Liga spielen, das ist seit dem Wochenende klar. Selbst wenn es aus den dritten Ligen einen Nachrücker als Aufsteiger für die zweite Bundesliga geben wird, werden dies die Handballfreunde Springe sein, die sich in der Relegation gegen die Siegerländer durchsetzten. Dies jedoch mit einem Ergebnis, das wohl knapper kaum ginge: Nach dem Ferndorfer 28:26-Sieg im Hinspiel stand es nach 60 Minuten im Rückspiel ebenfalls 28:26 – für Springe. Die Partie endete schließlich vor knapp 600 Zuschauern 32:29 nach Siebenmeter-Werfen für die Gastgeber aus Springe.

Das Spiel bei den heimstarken Vertretern der Nord-Staffel entwickelte sich von Beginn an zu einer echten Herausforderung für die Ferndorfer Akteure. Über 6:2 (9. Minute) und 12:6 (18. Minute) setzten sich die Springer bereits in der ersten Halbzeit ab. Beim TuS Ferndorf war nun Ruhe, Tempo im eigenen Spiel, Abwehrarbeit und Cleverness gefragt. Die Sechs-Tore-Führung konnte das Wudtke-Team bis zum Seitenwechsel nur um einen Treffer verringern und so gingen die Handballfreunde vor eigenem Publikum mit einem ordentlichen Vorsprung in die zweite Hälfte.

Der TuS blieb jedoch fokussiert, kam jetzt gegen die körperlich überlegenen Gastgeber durch seine Schnelligkeit und Aggressivität immer wieder zu Erfolgen. Beim 22:20 durch Dennis Aust waren die Siegerländer wieder ganz dicht dran, Springe zog zwar noch einmal an, doch in der 58. Minute glich Bennet Johnen zum 26:26 aus. Ferndorf war nun in der Gesamtrechnung zwei Tore besser. Doch eine zumindest fragwürdige Zeitstrafe gegen David Breuer und echtes Pech verhinderten einen positiven Ausgang der Partie in der regulären Spielzeit. Der starke Fabian Hinz brachte die Handballfreunde mit 27:26 in Front, dann hatte Alex Koke für Ferndorf die Chance zum Ausgleich. Sein Siebenmeter sprang vom Innenpfosten wieder ins Feld, der folgende Angriff der Springer machte das entscheidende 28:26 durch Kastening – das Ergebnis aus dem Hinspiel war nun egalisiert.

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Die Schiedsrichter der umkämpften Partie entschieden sofort auf Siebenmeter-Werfen, hier zog der TuS nach vier Würfen den Kürzeren und musste sich am Ende mit 29:32 geschlagen geben – die Relegation geht damit an den Gegner. „Das sind bittere Niederlagen, das hat die Mannschaft nicht verdient. Wir haben in der zweiten Hälfte eine tolle Teamleistung gezeigt, sind in dieser Höllenatmosphäre zurückgekommen und haben uns leider Gottes nicht selber belohnt. Wir hätten in der regulären Spielzeit den Sack zumachen können und ich bin mir auch sicher, wäre es zu einer normalen Verlängerung gekommen, hätten wir gewonnen. Wir waren die fittere Mannschaft. Im Siebenmeter-Werfen war es dann Glückssache“, zog Trainer Erik Wudtke ein Fazit des Spiels.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Hamers, Koke (7/4), Breuer, D. (6/2), Aust (5), Breuer, S. (2), Thomas (2), Johnen (2), Sijaric, M. (2), Hilger (1/1), Barkow (1), Lange (1), Schneider, Reuter.

 

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Enttäuschung bei Julian Schneider, Heider Thomas, Dennis Aust und Kai Rottschäfer nach dem Spiel. (Foto: Marvin Müller)

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