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Rückrunde beginnt in Bietigheim

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Murmeltiere halten einen Winterschlaf, der bis zu sieben Monaten dauern kann. Nur sieben Wochen Pause hatten die Ferndorfer Handballer über den Winter, und geschlafen hat keiner beim TuS sonderlich lange. Die Mannschaft hat intensiv trainiert, in zwei Testspielen gegen Gummersbach (jeweils knappe Niederlagen) gute Form angedeutet.
Die Vereinsverantwortlichen unter Führung von Frank Wulfestieg haben ebenfalls nicht viel geschlafen, in der Sporthalle gaben sich mögliche Zugänge die Klinke zum Probetraining in die Hand. Verstärkung eins, Davorin Prskalo, wurde bereits präsentiert, ein zweiter Name wird in den nächsten Tagen folgen.

Von Winterschlaf also keine Spur an der „Stählerwiese“, zumal man nach der Hinserie dem Ziel Klassenverbleib als Tabellenvorletzter drei bis vier Punkte hinterherläuft. Die am Samstag bevorstehende erste Auswärtsaufgabe ist allerdings kein optimaler Startpunkt für die tabellarische Aufholjagd. Die SG BBM Bietigheim ist aktuell Tabellensiebter, präsentierte sich vor der Weihnachtspause (29:25-Sieg gegen den Bergischen HC) und im Januar (Siege gegen das rumänische Nationalteam, Norwegens Topclub Bergen und Bundesligist Neuhausen) in bestechender Form und hat keinerlei Verletzte zu beklagen.

Anders der TuS, der in den kommenden vier Wochen noch auf Bennet Johnen (Schlüsselbeinbruch) und Lucas Schneider (Fingerbruch) verzichten muss.  „Bietigheim ist gut in Form, eine schwierige Aufgabe für uns, sie sind der klare Favorit“, sagte entsprechend Ferndorfs Trainer Caslav Dincic. Im Hinspiel hatten die Siegerländer eine Dreiviertelstunde lang prima mitgehalten, in den Schlussminuten dann aber noch ein deutliches 24:33 kassiert.

Ob Prskalo nach den ersten Einheiten mit der Mannschaft bereits die entscheidende Hilfe sein kann, um diese fehlende Viertelstunde zu überbrücken, muss abgewartet werden. „Er ist ein guter Spieler. Aber er hat bisher eben auch erst drei Mal mit der Mannschaft trainiert, entsprechend muss er noch unser System und die Spielzüge kennen lernen“, warnte Dincic vor, den Erwartungsdruck an den Zugang nicht direkt zu groß zu gestalten. Die Erwartung an das Spiel in Bietigheim ist diejenige eines Außenseiters: Alles geben und dann sehen, ob eventuell ein Punkt zu holen ist. Voraussetzung dafür: Wach sein, von der ersten bis zur letzten Minute. Ein Murmeltier auf dem Feld kann in Ferndorf zurzeit nämlich keiner gebrauchen.

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