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Saisonstart nach Maß für den TuS

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Carsten Lange war mit 9 Toren erfolgreichster Werfer in Dormagen. (Foto: TuS Ferndorf)

Carsten Lange war mit 9 Toren erfolgreichster Werfer in Dormagen. (Foto: TuS Ferndorf)

„Ich hatte einen Mordsrespekt vor dem Gegner, dass es so laufen würde, hätte ich nicht gedacht“, freute sich TuS-Torwart Kai Rottschäfer nach dem Auftaktsieg in der 3. Liga West. Und es war tatsächlich ein Auftakt nach Maß, den die Ferndorfer mit dem 40:31 (19:15)-Erfolg beim Vorjahresmeister und aktuellen Mitfavoriten TSV Bayer Dormagen hinlegten. Eine Leistung fast wie aus einem Guss bescherte den Siegerländern nicht nur zwei wichtige Punkte zum Saisonstart 2013/2014, einen glänzenden Einstand für den neuen Trainer Erik Wudtke, ein tolles Geburtstagsgeschenk für den am Freitag 21 Jahre alt gewordenen Julian Schneider sondern vor allem auch einen dicken Schub für’s Selbstbewusstsein. Wie geschlossen, variabel und fit der TuS Ferndorf im Bayer Sportcenter in Dormagen auftrat, das war schon aller Ehren wert. Gleich zu Beginn zogen die Siegerländer eine Überraschung aus dem Hut – seit einer Woche trainiert der 34jährige Rückraumspieler Alexander Koke beim TuS mit und ist quasi in letzter Minute verpflichtet worden. „Wir freuen uns, dass Alex uns aushilft in der jetzigen Situation, wo wir mit David und Heider im Rückraum zwei wichtige Spieler verletzt haben“, erklärte Erik Wudtke. Koke, der zuletzt als Spielertrainer bei der TG Münen in der Dritten Liga Ost aktiv war, sammelte jede Menge Erfahrung in Eisenach, Dormagen, Melsungen und in der Bundesliga bei Lemgo.

Im ersten Saisonspiel waren beide Teams in der Anfangsphase auf Augenhöhe – bis zum 7:7 (11. Minute) drückte sich das auch im Ergebnis aus. Durch Youngster Simon Ernst gingen die Gastgeber aus Dormagen dann mit 10:8 in Führung – es sollte jedoch die letzte bleiben. War die 3-2-1-Deckung der Ferndorfer schon in den ersten Minuten praktisch immer auf Augenhöhe und aggressiv, legte sie jetzt noch einen Gang zu und hatte hinter sich einen starken Kai Rottschäfer im TuS-Kasten. Mehrere entscheidende Bälle hielt der neue Kapitän, zum Beispiel gegen Jonathan Eisenkrätzer in der 18. Minute. Den anschließenden Gegenstoß leitete Rottschäfer mit einem „Strahl“ auf Carsten Lange selbst ein – das war das 10:10. Und als der Keeper dann in der 23. Minute auch noch einen Gegenstoß von Dormagens Tobias Plaz zunichte machte, sorgte das für zusätzlichen Schub beim TuS Ferndorf und für Jubel bei den mehr als 150 mitgereisten Fans. Bis zum 15:19 ging es vor der Pause für den TuS mit einem starken Alex Koke, der immer wieder für Torgefahr sorgte, der aus jeder Situation Druck auf den Gegner ausüben konnte und am Ende auf sieben Tore in seinem Debüt kam.

Auch nach der Pause sorgte die flexible Deckung der Ferndorfer immer wieder für Ballverluste auf Seiten des Vorjahresmeisters, die das Wudtke-Team seinerseits für einfache Gegenstoßtore nutzte. „Das ist das Spiel, das wir wollen. Wir haben gezeigt, dass wir eine aggressive Deckung auf den Ball und nicht immer auf den Körper richten können und dass wir auf die Würfe des Gegners gut vorbereitet waren. Aus diesen Ballgewinnen sind einige Tore für uns resultiert, mein Kollege hat eben auf der Pressekonferenz 17 Kontertore von uns aufgezählt. Wir wollen den Zuschauern etwas bieten und sie wollen schnellen Handball, schöne Tore und gute Torhüteraktionen.“, so Wudtke. Vonn all dem gab es in Dormagen etwas für die 1507 Zuschauer zu sehen und zwar meistens von den Gästen aus Ferndorf. Und selbst, als Bayer noch einmal auf 23:26 herankam, ließ sich das Team nicht aus der Ruhe bringen und setzte sich dank starker Torhüterleistungen, der nach wie vor aggressiven Deckung und auch eines treffsicheren Carsten Lange (9 Tore) wieder ab. Zwischenzeitlich waren es elf Tore Führung, die der Ferndorfer Fanblock bejubeln durfte – sicher nicht ganz dem Spielverlauf entsprechend, am Ende gewann der TuS Ferndorf mit 40:31 und feierte damit einen Einstand nach Maß. „Neun Tore ist wohl am Ende sicher zu hoch ausgefallen, zwischenzeitlich waren es Phasen mit drei, vier oder fünf Toren Unterschied, das hat dem Leistungsstand heute abend eher entsprochen. Aber ich freue mich für meine Mannschaft, die auf den Punkt topfit war und sich für eine intensive Vorbereitung belohnt hat. Ich denke, dass ist auch ein wichtiger Sieg für das Selbstvertrauen gewesen, der TuS Ferndorf wird ja generell zu den Favoriten in der Liga gezählt, da ist es schön für die Jungs, dass sie nun gesehen haben, dass sie nach einem Sieg gegen Bayer Dormagen – die wirklich stark sind – tatsächlich zu den Top-Handballern der Liga gehören“, so das Fazit von Trainer Erik Wudtke nach dem Spiel.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Hamers, Lange (9), Koke (7/3), Barkow (4), Alen Sijaric (4), Simon Breuer (4), Aust (3), Hilger (2), Mirza Sijaric (2), Schneider (2), Johnen (1), Bettig (1/1), Sorg (1).

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