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Tim Hilger: ein Mann für alle Fälle

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Der Allrounder spielt da, wo er gebraucht wird - hier setzt er sich am Kreis in Szene

Der Allrounder spielt da, wo er gebraucht wird – hier setzt er sich am Kreis in Szene

„Mein zweiter Heimatverein, so würde ich den TuS bezeichnen.“ Sagt einer, der mittlerweile zum gefühlten Inventar unseres TuS Ferndorf gehört und maßgeblich an den Erfolgen der letzten Jahre beteiligt war: Tim Hilger spielt seine fünfte Saison in der Kreuztaler Stählerwiese.

„Mein wirklicher Heimatverein ist der TuS Oberbantenberg, da komme ich her. Aber mittlerweile identifiziert man sich natürlich mit Ferndorf, das ist doch klar“, so der 1,90 Meter große Blondschopf. Kaum einer verkörpert den Begriff „Allrounder“ wohl so wie er, der das Handballspielen in der Jugend des VfL Gummersbach lernte und später vom TuS Opladen ins Siegerland wechselte. Bis auf die Position zwischen den Pfosten hat Hilger wohl schon fast überall gespielt. Aktuell vertritt er bei Bedarf auch schon mal den verletzten Bennet Johnen am Kreis. „Ich spiele, wo ich gebraucht werde. Ich würde auch ins Tor gehen, aber da müsste ich vorher was trinken, sonst habe ich Angst vor dem Ball“, grinst Tim. Seine Lieblingsposition ist jedoch die des Spielmachers in der Rückraum-Mitte, die er auch von der Jugend auf gelernt hat.

Einer der immer alles gibt fürs Team - Tim Hilger

Einer der immer alles gibt fürs Team – Tim Hilger

Ferndorf-Trainer Caslav Dincic setzt auf Tim Hilger – vor allem in der Abwehr ist der wuchtige Akteur nicht wegzudenken. „Vielleicht liegt das daran, dass ich ein Spiel ganz gut lesen kann. Dazu kommt eine gewisse Härte, die man in der Abwehr einfach braucht.“
Ob im Mittelblock in der 6-0-Deckung oder in der Aufstiegssaison als überragender Libero in der offensiven Deckung – Tim Hilger ist ein Arbeiter, der unserer TuS-Defensive Stabilität verleiht.

In dieser Saison verteidigt er meist an der Seite von Heider Thomas und bildet mit ihm eine Art „schweigende Wand“. „Das ist vielleicht so ein bisschen noch das Problem, dass wir beide nicht gerne reden in der Abwehr. Miteinander schon, aber wir sind nicht so die Schreier“, so der 28jährige. Auch privat ist Hilger kein Mann der lauten Töne.

Neben dem Handball beim TuS und seinem Beruf als Orthopädietechniker bei der Firma Vierbaum in Bomig spielt seit rund 17 Monaten vor allem einer die Hauptrolle in seinem Leben: Sohnemann Kimon Phileas. Tim Hilger ist einer der wenigen jungen Väter in unserer Mannschaft. „Das ist ein komplett neues Leben. Ein schönes. Aber es hat sich alles verändert“, sagt er. Dabei kommt es bei vier Trainingsabenden in der Woche und einem Full-Time-Job vor allem auf ein geschicktes Zeitmanagement an. „Da kommt mir aber mein Arbeitgeber sehr entgegen, so dass ich z.B. den Montagmorgen komplett mit meinem Sohn habe. Und dann eben erst wieder am Donnerstag, denn wenn ich abends vom Training komme, schläft er natürlich schon.“ Zeit für Hobbys oder Urlaub bleibt da kaum – wenn, dann steht Basketball oder Fußball auf dem Programm, zum Urlaub geht es gerne nach Mallorca. Hilger lebt zusammen mit Freundin und Sohn in Gummersbach in „eheähnlichen Verhältnissen“, lacht Tim.

In der Stählerwiese ist Tim Hilger beliebt für seinen Einsatz und seine kompromisslose Art in der Abwehr – und wenn es nach beiden Seiten geht, kann das auch gerne noch so bleiben. Denn hierbleiben würde Hilger schon gerne noch. „Wir schauen mal, es hat erste Gespräche gegeben, aber es sieht nicht schlecht aus.“ Am liebsten würde er dann natürlich weiter in der zweiten Bundesliga spielen. Der Klassenerhalt ist für Tim Hilger, wie für den gesamten TuS, das große Ziel: „Man sieht ja in der Tabelle, es ist noch alles drin. Wir müssen halt jetzt eine kleine Serie starten und es wäre auch nicht schlecht, wenn die anderen nicht immer gewinnen“, blickt er auf das Geschehen in der Liga. Und zumindest, dass die kleine Serie Wirklichkeit wird, dafür wird der 1,90-Meter-Mann im Ferndorf-Trikot alles geben – wie immer.  

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