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TuS als Underdog nach Lübbecke

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Auf die Tore von Florian Baumgärtner hofft der TuS auch in Lübbecke (Foto: Schaumann)

Auf die Tore von Florian Baumgärtner hofft der TuS auch in Lübbecke (Foto: Schaumann)

Nach zwei Niederlagen und einem Sieg steht der TuS Ferndorf in der 2. Handball-Bundesliga an diesem Wochenende vor der nächsten schweren Aufgabe. Das Team aus dem Siegerland hat mit dem Auftritt beim TuS N-Lübbecke (Samstag, 19 Uhr) ein Auswärtsspiel vor der Brust, das es in sich hat. Gegen den Absteiger aus der ersten Liga müssen die Ferndorfer Vollgas geben und alle Reserven mobilisieren, um mithalten zu können – wie aber eigentlich in jedem Spiel der überaus ausgeglichenen 2. Bundesliga.

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„Wir waren einfach schlecht und haben kein gutes Spiel gemacht“ – die Worte von Trainer Michael Lerscht nach dem Heimspiel gegen den TV Hüttenberg klingen noch in den Ohren. Keine Frage, dass sich das Team in der Merkur Arena in Lübbecke anders verkaufen möchte als noch am Sonntag. Mit dem deutschlandweit bekannteren der beiden „TuS“s steht da jedoch eine Hürde vor den Ferndorfern, die auf jahrelange Vereinserfahrung in der höchsten Deutschen Liga blicken kann. In der letzten Phase der Erstligazugehörigkeit sammelte der Club sieben Jahre (2009 – 2016) Erkenntnisse in der ersten Liga – auch, wenn von den Teams der damaligen Jahre nicht mehr all zu viel übrig geblieben ist. Acht Neuzugänge hatten die Ostwestfalen vor der aktuellen Spielzeit zu verzeichnen. Trainer der Lübbecker ist Aaron Ziercke, der in den vergangenen Spielzeiten immer mal wieder an der Seitenlinie gegen die Ferndorfer angetreten ist. Laut Ziercke betrachtet man den TuS Ferndorf als unangenehmen Gegner, der ausgesprochen clever agieren kann und gegen den man die eigenen taktischen Vorgaben konsequent umsetzen müsse.

Beim TuS Ferndorf hat man die Auftritte am Doppelspieltag in eingehender Videoanalyse aufgearbeitet, daraus ergaben sich für Michael Lerscht einige Handlungsfelder im Training. „Wir waren nicht so präsent, das ist zwar eine Floskel, aber es war so. Wir müssen galliger sein.“ Dass Leistungsschwankungen im Sport dazugehören, wird dabei beim TuS nicht übersehen. Und so will man selbstverständlich auch beim Bundesliga-Absteiger die Punkte nicht mit einem Schleifchen versehen abgeben sondern einen Kampf liefern und sich möglichst teuer verkaufen. Dabei helfen kann am Samstag nach wie vor keiner der beiden etatmäßigen Kreisläufer, Tim Oliver Brauer und Andreas Heyme fallen weiterhin aus. Ansonsten kann Lerscht aus dem Vollen schöpfen, auch Nachwuchsspieler Mattis Michel wird wieder im Kader stehen. Der TuS-Coach sagt zu der Partie: „Wir gehen im Prinzip relativ entspannt in dieses Spiel. Das ist wie im vergangenen Jahr in Minden oder Erlangen: Wir sind in der klaren Außenseiterrolle und können da im Prinzip ganz befreit auftreten. Und so fühlen wir uns auch. Druck lassen wir da gar nicht aufkommen, auch die Tatsache, dass wir zwei Spiele verloren haben, macht uns nicht verrückt. Das waren zwei Spiele, da haben wir ein schlechtes Wochenende erwischt, aber das wirft uns nicht aus der Bahn.“

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