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TuS Ferndorf mit glücklichen BigPoints

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"Alle auf Ali" - Alen Sijaric muss sich hier am Kreis gleich vier Hagener Abwehrspieler vom Leib halten. (Foto: TuS Ferndorf)

„Alle auf Ali“ – Alen Sijaric muss sich hier am Kreis gleich vier Hagener Abwehrspieler vom Leib halten. (Foto: TuS Ferndorf)

Das Südwestfalenderby in der 3. Liga West hat alles gehalten, was es versprochen hat: In einer intensiven, spannenden und packenden Partie gewann der TuS Ferndorf am Ende beim VfL Eintracht Hagen mit 29:28 (14:14) und sicherte sich damit wertvolle zwei Punkte im Duell mit dem alten Rivalen und einem der direkten Verfolger. Doch die Partie in der Enervie-Arena war nichts für schwache Nerven. Die Eintracht unter Trainer Lars Hepp hatte sich einiges vorgenommen, das wurde bereits in den ersten Minuten deutlich. Mit einer kompakten 6-0-Deckung und einem bereits in der Anfangsphase bestens aufgelegten Stefan Nippes zwischen den Pfosten versuchte es das Hepp-Team, dem TuS das Leben schwer zu machen. Mit Erfolg: Bis zum 7:4 für die Gastgeber ging es, und spätestens da dürfte allen 350 mitgereisten Ferndorfer Fans klar geworden sein: Das würde hier heute genau die von Trainer Erik Wudtke prophezeite schwere Aufgabe werden!

Die Siegerländer hatten nicht den besten Tag erwischt – die Ferndorfer versuchten immer wieder, in ihr gefürchtetes Tempo-Spiel zu kommen, die Bälle entlang und vor der Hagener Defensive schnell zu machen, Räume zu schaffen – doch diese wurden zu wenig und zu schlecht genutzt, gleiches galt für die Torchancen. Alen Sijaric, Julian Schneider, David Breuer – sie alle vergaben gegen Nippes im Hagener Kasten. So galt es für die Wudtke-Sieben, zumindest kämpferisch mitzuhalten und dort alles in die Waagschale zu werfen – und im wahrsten Sinne des Wortes kämpfte sich Ferndorf immer wieder an die Gastgeber heran. So auch kurz vor der Pause, als man den VfL wieder eingeholt hatte und dann durch Dennis Aust sogar mit 14:13 in Führung ging – das erste Mal. Zur Pause ging es jedoch mit einem Unentschieden in die Kabinen.

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Die Eintracht startete furios in den zweiten Durchgang und wollte die rund 1200 Besucher der Enervie-Arena nun vollends auf ihre Seite bringen: Angetrieben durch den stark aufspielenden Simon Ciupinski, der sich immer wieder durch die offensive Deckung durchtankte und traf, und einem von der Siebenmeter-Marke treffsicheren Frank Berblinger zog Hagen noch mal das Tempo an. Als die grün-gelben mit vier Toren führten und sogar die Chance auf den nächsten Treffer hatten, ging jedoch ein Ruck durch die Ferndorfer. Es fehlte beim TuS an einigen Ecken und Kanten, der Rückraum hatte mit wechselnden Personalien, in welcher Konstellation auch immer, nicht den besten Tag erwischt – fast alles ging über die Außen oder den starken Moritz Barkow am Kreis, der am Ende auch mit sieben Toren bester TuS-Werfer war. Es fehlte jedoch nicht an der Einstellung und an den „Körnern“. Ferndorf blieb in Schlagdistanz, kämpfte sich über 20:16 auf 22:22 wieder heran. Als es dann jedoch erneut mit vier Toren für die Eintracht kippte, sahen viele die TuS-Felle bereits schwimmen. Gegen dezimierte Hagener (u.a. wegen eines Wechselfehlers) kamen die Ferndorfer in einer hitzigen, aber nie unfairen Partie wieder heran – und noch mehr. Womit niemand mehr gerechnet hätte, geschah: Beim 28:28 fing David Breuer kurz vor Schluss einen Pass von Marius Kraus ab, leitete gedankenschnell den Gegenstoß ein, den Moritz Barkow vollendete – nun hieß es, nur noch verteidigen.

Das gelang, der letzte Freiwurf von Berblinger brachte nichts mehr ein und der Wahnsinn war perfekt: Der TuS Ferndorf hatte das Spiel gedreht, war zwei Mal in Führung gewesen: Kurz vor der Pause und eben ganz am Ende. „Das war heute ein glücklicher Sieg, darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren“, gab Trainer Erik Wudtke dann auch unumwunden zu. „Im Sport gewinnt eben nicht immer der Bessere, das ist so.“ Sein Pendant Lars Hepp war enttäuscht: „Ich fühle mich, als hätte mich ein Bus angefahren. Wir haben in der ersten Halbzeit so viel richtig gemacht, und in den letzten Minuten dann so viel falsch. Im Endeffekt sind uns die Ferndorfer dann individuell bei solch knappen Ergebnissen überlegen und da fehlt meiner Mannschaft dann ein bisschen was. Dennoch bin ich sehr stolz auf die Truppe.“

Rottschäfer, Hamers, Barkow (7), Aust (4), David Breuer (4/3), Koke (3), Mirza Sijaric (3), Hilger (3), Simon Breuer (2), Lange (1), Johnen (1), Alen Sijaric (1), Schneider.


 

Sehen Sie hier den letzten Wurf des VfL – in die Mauer:

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