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TuS in Rostock gefordert

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Auf jedes Tor wird es in Rostock ankommen - hier Marijan Basic beim Torerfolg (Archivfoto: Schaumann)

Auf jedes Tor wird es in Rostock ankommen – hier Marijan Basic beim Torerfolg (Archivfoto: Schaumann)

Je weniger Spiele der TuS Ferndorf in der 2. Handball-Bundesliga noch hat, desto entscheidender werden sie. Das bringt die Tabellensituation der Siegerländer so mit sich – zumindest bis zu einer eventuellen frühzeitigen Entscheidung über den Klassenerhalt. Damit diese möglichst positiv ausfällt, dafür wollen die Ferndorfer alles tun und haben damit am Mittwochabend eine schwere Aufgabe vor der Brust: Um 19:30 Uhr spielt man beim direkten Tabellennachbarn HC Empor Rostock. Ein Punkt mehr hat der TuS auf dem Konto als die Rostocker und damit wird auch gleich die Brisanz dieses Kellerduells deutlich. TuS-Coach Michael Lerscht will das jedoch so nicht direkt gelten lassen: „Natürlich versuchen wir, den Druck ein Stück weit von den Spielern zu nehmen. Gegen Minden z.B. wollten wir das Spiel unabhängig von der Anzeigetafel betrachten. Vielleicht ist das ja auch der Gedankengang, den man in sich verankern muss, um am Ende noch ein lockeres Handgelenk zu haben.
Es nützt ja nichts, wenn man vor Druck nicht laufen kann. Wir müssen, müssen, müssen – das ist der falsche Ansatz. Wir können! Wir können in jedem Spiel siegfähig sein, das hat man gegen Minden gesehen. Man braucht eine gewisse Lockerheit, das versuche ich den Jungs mitzugeben und so versuche ich ja auch zu handeln – ich wechsele niemanden nach einem Fehler aus, ich spreche viel mit den Spielern und gestehe natürlich auch schon mal schwächere Phasen zu“, so der 31-jährige Trainer.

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Ein Sieg und damit zwei Pluspunkte würden dem Siegerländer Zweitligisten dennoch in Mecklenburg-Vorpommern sehr gut zu Gesicht stehen und damit man für diese Unternehmung bestens gewappnet ist, reist man extra einen Tag früher an. „Ich bin unserem sportlichen Leiter Mirza Sijaric und der Geschäftsführung sehr dankbar, dass das möglich gemacht wurde. Die Anfahrt am Spieltag ist nach Rostock quasi nicht praktikabel“, zeigte sich Lerscht erleichtert. Das Team wird nach einem Abschlusstraining am Dienstagnachmittag direkt in den Bus steigen und dann zur Ostsee aufbrechen. Nach hoffentlich direkter Fahrt ohne größere Aufenthalte (Zitat Lerscht „Rechts ist Gas“) schläft die TuS-Delegation mitten in der Stadt im Hotel. Am Mittwoch ist dann geplant, die Spieler ausschlafen zu lassen. Einem späten Frühstück schließt sich eine Besprechung inklusive Videoanalyse an, ein Training ist für den Spieltag nicht mehr geplant.
Was die Ferndorfer Spieler inklusive Neuzugang Dragos Oprea von ihrem Trainer zum Gegner zu hören und sehen bekommen, ist durchaus beeindruckend. Die Rostocker sind eine Mannschaft, die vor allem in der Defensive sehr variabel agieren kann. Der HCE hat zwei erstklassige Außenspieler und „ordentlich Qualität in ihren Reihen“, wie Lerscht wissen lässt. Nicht zu vergleichen sei die Mannschaft mit der, die im Hinspiel in Kreuztal angetreten ist, denn da war der HCE verletzungsmäßig arg gebeutelt. Genau das trifft nun im Rückspiel auf die Ferndorfer zu, die aber bereits zwei Tage nach der Verpflichtung auf den ehemaligen Nationalspieler Dragos Oprea zurückgreifen können, der 33-jährige Ex-Kieler ist sofort spielberechtigt. „Er ist ein unheimlich erfahrener Spieler, der in der Handball-Welt schon viel gesehen und viel gewonnen hat. Ich glaube, dass wir da eine ganz tolle Verpflichtung getätigt haben und bin sehr froh, dass er sich uns angeschlossen hat“, lässt Michael Lerscht durchblicken, dass er froh ist, Oprea bereits im Kellerduell einsetzen zu können. Auch, wenn der Rechtshänder lediglich das Training am Dienstag mit der Mannschaft gemeinsam absolviert haben wird.
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