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TuS wiederholt Hinspiel-Erfolg im Derby

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Julian Schneider setzt sich bei einem seiner Treffer gegen drei Gegenspieler durch. (Foto: Horst Schaumann)

Die Südwestfalen-Derbys zwischen dem TuS Ferndorf und der Eintracht aus Hagen sind wohl einfach keine normalen Spiele… nach einem vor allem in der Schlussphase packenden Hit in der Stählerwiese gewannen die Ferndorfer mit 29:28 (18:15) und fuhren damit die zwei Punkte mit dem gleichen Ergebnis wie im Hinspiel ein. Großen Applaus hatte es bereits vor Spielbeginn gegeben, als beim Einlaufen des TuS Ferndorf der fast ein Jahr verletzte Heider Thomas begrüßt wurde, der nach seiner Schulter-OP und einer langen Ärzte-Odyssee wieder auf dem Spielberichtsbogen stand.

Dank einer guten Defensive setzten sich die Siegerländer quasi direkt nach vier Minuten bereits ab: Nach einem Gegenstoß von Alen Sijaric stand es 4:2, über 6:2 erhöhte der TuS auch durch Paraden von Kai Rottschäfer und schnelle Angriffe auf 11:4 nach elf Minuten. Die Gäste aus Hagen schienen von Anfang an nicht auf der Höhe, die Ferndorfer spielten die Angriffe aber auch gerade in der Anfangsphase sehr gut aus. Marius Kraus, Frank Berblinger und auch Johannes Sonnenberg – meist abgemeldet. Beim Stand von 12:5 nahm Eintracht-Coach Lars Hepp nach nur knapp 13 Minuten die erste Auszeit, um ein drohendes Debakel zu vermeiden. „Wir müssen sehen, dass wir in der Anfangsphase nicht überrannt werden“, hatte Trainer Hepp vor dem Spiel von seinen Hagenern gefordert – das ging daneben. Stefan Nippes nahm Hepp früh raus, doch auch Maximilian Conzen hatte den Abschlüssen der konzentrierten Siegerländer zunächst nichts entgegenzusetzen.

Nach rund zwanzig Minuten verpuffte die erste Angriffswucht so langsam, die Angriffe wurden länger, manchmal jedoch auch zu hektisch abgeschlossen, es gesellte sich ein verworfener Siebenmeter hinzu und Hagen konnte den Rückstand auf drei Tore verkürzen (15:12). Jetzt war es an der Zeit für Erik Wudtke, seinen Ferndorfern in der Auszeit ein paar Hinweise zu geben. Der TuS hatte hier quasi die Eintracht ohne Not zurück in die Partie geholt. Immerhin: Ab Minute 25 feierte Heider Thomas sein Comeback, stand endlich wieder in einem Pflichtspiel für den TuS auf der Platte. Bis zur Halbzeit hatten sich die beiden Schiedsrichter in der Stählerwiese ein paar neue Freunde gemacht, das Publikum quittierte einige fragwürdige Entscheidungen mit einem gellenden Pfeifkonzert. Mit dem Zwischenstand von 18:15 ging es in die Pause – weit weniger deutlich als es die ersten Minuten hatten vermuten lassen.

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel waren umkämpft mit vielen Unterbrechungen, die Eintracht schien das weniger zu stören als Ferndorf. Mit einem Siebenmeter glich Frank Berblinger nach 37 Minuten erstmals seit dem Spielstand von 2:2 wieder aus (20:20). Der TuS wirkte fahrig, hatte jetzt auch Pech mit einigen Entscheidungen und ließ die Konzentration und Konsequenz der Anfangsphase vermissen. Minutenlang ging es jetzt hin und her, Führung und Ausgleich. Zwei Mal verhinderte Max Hamers mit gehaltenen Siebenmetern aus Sicht der Siegerländer Schlimmeres. Es war jetzt das umkämpfte Derby, das die Zuschauer sich erhofft hatten und wie es immerhin das Hinspiel mit der dramatischen Schlussphase ebenfalls versprochen hatte. Zwei wichtige Tore aus dem Rückraum steuerte der eingewechselte Patrick Bettig bei.

Absetzen konnte sich nun keine der beiden Mannschaften mehr, die Zuschauer sahen einen engen Fight in den letzten Minuten. Als anderthalb Minuten vor dem Ende Simon Breuer zum 29:28 traf, waren die Zuschauer bereits geschlossen von ihren Sitzen aufgestanden. Tore fielen in den letzten 90 Sekunden nicht mehr, dafür spielten sich die Schiedsrichter noch einmal in den Vordergrund. Gegen den TuS-Coach Erik Wudtke sprach das Duo eine Disqualifizierung aus – eine Ansicht, die die Unparteiischen exklusiv hatten und die vom Ferndorfer Publikum entsprechend quittiert wurde. Am Ende verteidigten die Siegerländer die knappe Führung erfolgreich und feierten mit der Halle den erneuten Derbysieg.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Hamers, S. Breuer (6), D. Breuer (5), Aust (5), A. Sijaric (4), Schneider (3), Lange (2), Bettig (2), Barkow (1), Johnen (1), Koke, Thomas, Hilger.

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