Anzeige
lindenschmidt
krombacher
sparkasse
georg
volksbank
quast

TuS will Sieg im letzten Spiel des Jahres

0

 

Auch auf Alex Koke wird es gegen Wiesbaden ankommen (Foto: Schaumann)

Auch auf Alex Koke wird es gegen Wiesbaden ankommen (Foto: Schaumann)

Wenn der Tabellenführer beim Schlusslicht antritt, sind die Rollen klar verteilt. Das ist auch am Wochenende in der 3. Handball-Liga West so, wenn der TuS Fernorf als Spitzenreiter bei der HSG VfR/Eintr. Wiesbaden antritt. Am Samstagabend (18 Uhr) spielen die Siegerländer also als klarer Favorit ihre letzte Partie des Jahres 2014. Mit elf Siegen und lediglich zwei Niederlagen aus den bisherigen 13 Spielen steht der TuS zurecht auf dem ersten Rang der Tabelle. In dieser Tatsache liegt jedoch auch im Sport immer eine Gefahr, nämlich die, den Gegner zu unterschätzen oder weniger zu tun als nötig – doch mit Erik Wudtke haben die Ferndorfer einen Trainer, der ein großes Augenmerk auf genau diese Hindernisse und Fallen legt und sein Team jede Woche neu auf die Kopf-Aufgabe vorbereitet. Und so steht auch mit dem Duell in Wiesbaden vor allem ein Einstellungsspiel auf dem Programm, denn was die Leistungsfähigkeit und die aktuelle Form angeht, ist Ferndorf der klare Favorit. Diese Rolle will man bei den Siegerländern auch nicht wegdiskutieren: „Wir sind der Favorit, aber in unserer aktuellen personellen Situation gilt es einfach nur, diese zwei Punkte zu holen. Schönspielen steht nicht auf dem Programm, es geht auch nicht um’s Torverhältnis, das ist alles nebensächlich. Dafür kämpfen wir wie die Löwen“, so Erik Wudtke.

presenter2_lindenschmidt

Der Gastgeber Wiesbaden, der sich zusammensetzt aus den Handballabteilungen des VfR Wiesbaden und der Eintracht Wiesbaden wurde 2002 gegründet und ist unter Trainer Stephan Metz Aufsteiger aus der Oberliga Hessen. Mit Linksaußen Yakup Kaplan haben die Wiesbandener ihren besten Torschützen, der 31jährige hat bereits Zweitliga-Erfahrung gesammelt und hat in der bisherigen Saison für Wiesbaden 67 Tore erzielt. In der letzten Partie verlor die HSG gegen Neuss mit 23:30, hielt aber lange Zeit gut mit, so konnte das Metz-Team die erste Halbzeit auch ausgeglichen gestalten (11:11).

Sind die Voraussetzungen also auf dem Papier zunächst eine klare Sache, machen die personellen Entwicklungen bei den Ferndorfern das Ganze wieder etwas offener. „Wir kriechen quasi auf dem Zahnfleisch“, gab Erik Wudtke zu. Simon Breuer, Heider Thomas und Patrick Bettig können wohl nur sporadisch eingesetzt werden. Für die Siegerländer geht es also darum, auch und gerade gegen den Tabellenletzten Vollgas zu geben, die richtige Einstellung zu finden und sich über die Ziellinie Weihnachten zu werfen, so dass die kurze Pause für ein paar Erholungserfolge und Rückkehrer sorgen kann. „Wir müssen da voll auf der Hut sein, Wiesbaden kann ordentlich Tempo machen und hat eine hohe Kampfbereitschaft. Wenn sie ihre Fehlerquote im schnellen Spiel gering halten, können wir Probleme bekommen, vor allem auch, weil sie zuhause deutlich besser spielen als auswärts“, warnt Wudtke.
Dennoch: Das Ziel sind zwei Pluspunkte, die ein „Überwintern“ auf dem ersten Tabellenplatz sichern würden und somit für ordentlich Freude unter dem Weihnachtsbaum in Ferndorf sorgen könnten.

Weitersagen.