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Unnötige Niederlage besiegelt 2016

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Andi Heyme erzielte vier Treffer für sein Team (Foto: Schaumann)

Durch ein unglückliches Gegentor in letzter Sekunde hat der TuS Ferndorf das letzte Heimspiel des Jahres 2016 verloren. Gegen die SG Leutershausen mussten sich die Siegerländer am zweiten Weihnachtsfeiertag in Kreuztal mit 27:28 (14:11) geschlagen geben und gehen damit mit einer Niederlage und auf einem Abstiegsplatz in der 2. Handball-Bundesliga in die Weihnachtspause. Enttäuscht und verärgert war wohl der Großteil der Ferndorfer Beteiligten nach dieser Niederlage gegen den Tabellenzehnten, die am Ende als unnötig zu bezeichnen ist. „Die bessere Mannschaft hat heute verloren, das ist einfach so. Natürlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen, dass wir verloren haben, wir haben einige Male verpasst, weiter als vier oder fünf Tore davonzuziehen. Am Ende kamen dann einige unglückliche Situationen zusammen, so dass wir ein Spiel, in dem wir eigentlich auf der Siegerstraße waren, noch verlieren“, fasste Trainer Michael Lerscht seine Gefühle und Sichtweise nach dem Spiel zusammen.

In der Tat hatte sein Team die Partie über weite Strecken dominiert und fast durchgängig in Führung gelegen. „Fast“, denn die Gäste aus Leutershausen waren nur zwei Mal mit einem Tor in Führung gegangen: Beim 0:1 gleich nach dem ersten Angriff und eben beim entscheidenden Gegenstoß-Tor durch Marcel Möller eine Sekunde vor der Schlusssirene. Und so fuhr die SG wohl ein wenig mit der Frage im Kopf nach Hause, wie man hier heute hatte gewinnen können. Schon, als Nikola Stojcevski zum 5:1 traf, hätte die Partie in eine klare Richtung kippen können, doch Leutershausen schaffte es, den Rückstand im Rahmen zu halten. Oder anders ausgedrückt: Die Gastgeber aus Ferndorf schafften es nicht, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Das galt sowohl in Hälfte eins, aber noch viel mehr in Halbzeit Zwei, wo man mit 20:15, 21:16 oder auch noch beim 22:19 mehrere Gelegenheiten hatte, davonzuziehen. Doch immer wieder scheiterte die TuS-Offensive und kam die SG durch ihre Lebensversicherungen Spohn, Möller, Salger oder Räpple wieder heran.

So auch nach dem 26:24 in der 56. Minute, als Christopher Räpple erst den Anschluss schaffte und dann zum 27:27 ausglich. Im letzten Angriff pfiffen die Unparteiischen ein klares Foul an Patrick Bettig nicht, den Gegenstoß verwandelte Möller zum umjubelten Siegtor für Leutershausen. „Man kann jetzt viel rumanalysieren, aber unsere Spielanlage hat gepasst, wir waren die bessere Mannschaft. Wir haben dann natürlich einige dumme Fehler gemacht und haben auch etwas Pech gehabt – sonst wird das Spiel gar nicht mehr so eng. Das müssen wir eben jetzt schlucken und gehen damit in die Pause“, versuchte Michael Lerscht pragmatisch auf die Situation zu gucken. Am 12. Januar geht es für seine Mannschaft mit dem Training weiter, bis dahin verabschieden sich die TuS-Handballer in ein paar Tage Pause.

Torschützen TuS: Stojcevski (7/1), Bettig (5/1), L. Schneider (5/3), Heyme (4), Volentics (2), Mestrum (2), Brauer (2).


Alle Fotos: H. Schaumann

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