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Zähes Ringen gegen bissige Löwen belohnt

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Harte Arbeit gegen bissige Löwen für Simon Breuer. (Foto: Horst Schaumann)

Harte Arbeit gegen bissige Löwen für Simon Breuer. (Foto: Horst Schaumann)

Die Löwenjagd kann eine kraftraubende, gefährliche und schwierige Angelegenheit sein. Diese Erfahrung machte am Samstagabend in der 3. Liga West der TuS Ferndorf, der sein Heimspiel gegen die SG OSC Löwen Duisburg mit 30:26 (15:14) gewann. Das Ergebnis klang dabei jedoch noch ein wenig schmeichelhaft für die Siegerländer, die am Ende den neunten Sieg einfuhren und weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung Tabellenführer sind. Bis zur Verteidigung der Spitze sollte es gegen das Team von Jörg Förderer jedoch ein zähes und hartes Stück Arbeit sein. Die Löwen starteten mit zwei Treffern. Bis zur 8. Minute hatte der TuS diese jedoch aufgeholt, nach torarmen neun Minuten stand es 2:2-Unentschieden. Beide Torhüter hatten jeweils zwei gute Paraden gezeigt. Die erste Führung für die Ferndorfer gab es durch David Breuer von der Siebenmeter-Marke (10.).  Erneut sorgte Linkshänder David Breuer mit einem verdeckten Wurf für das vierte Tor – der Ex-Essener war die einzige Ferndorfer Waffe in der Anfangsphase. Den ersten Versuch der Wudtke-Sieben, davonzuziehen, fing Duisburg ab, nach 15 Minuten sahen die Zuschauer in der Stählerwiese ein 7:7 und auch fortan hielt der Gast das Spiel ausgeglichen. Mehr noch: Als Erik Wudtke in der 23. Minute die Auszeit nahm, führten die Löwen mit 12:10, ein Spielverlauf, den die Zuschauer in Kreuztal eher nicht erwartet hatten – es blieb relativ still in der Halle. Doch ausgerechnet eine Auszeit des Gegners sollte für die Wende in Halbzeit eins sorgen. Denn nachdem Jörg Förderer seine Mannschaft zu sich gerufen hatte, fielen im Anschluss zwei schnelle Konter und ein Heber vom gut aufgelegten Alen Sijaric und der TuS war in der 27. Minute mit 15:13 in Front. Durch einen unnötigen Ballverlust schmolz der ohnehin nicht üppige Vorsprung quasi mit der Halbzeitsirene auf ein Tor.

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Auch der Start in Durchgang Zwei zeigte: Es sollte ein enges Spiel bleiben, die Löwen aus Duisburg hielten mit allem dagegen, was sie hatten. Immer wieder machte es die vom erfahrenen Spielertrainer Jörg Förderer dirigierte Deckung den Ferndorfer Angreifern schwer. Der TuS seinerseits nutzte jedoch die Lücken nicht gut genug, die sich bei der 6-0-Deckung mit phasenweise zwei offensiv verteidigenden Spielern boten. Das Spiel nahm nun Fahrt auf, es wurde hitziger, mehr Zeitstrafen ergaben sich quasi von alleine. 20:19 stand es, als die Löwen – ohnehin schon in Unterzahl – durch ein Foul und eine Beschwerde gleich in dreifache Unterzahl gehen mussten. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Alex Koke für den TuS. Mehr geschah in dieser Phase jedoch nicht und so lag es unter anderem an einigen Abspielfehlern nach gewonnenen Bällen, dass sich die Ferndorfer nur mühsam absetzen konnten. 22:19 nach 46 Minuten – aber auch das konterten die Löwen. Immer wieder ließ sich der TuS von den langen Angriffen der Duisburger beeindrucken, kam selbst wenig in sein Tempo-Spiel und hatte noch dazu mit technischen Fehlern zu kämpfen. Bis zum 26:26 (55. Minute) war das Spiel völlig offen, nachdem Felix Handschke gleich drei Tore von der halblinken Position in Folge erzielt hatte. Nach einem Team-Timeout von Erik Wudtke, der in der zweiten Halbzeit seine von der Kehlkopfentzündung noch angeschlagene Stimme nicht schonte, fiel dann die Entscheidung: Fast im Zeitspiel traf Simon Breuer nach einer Energieleistung zum 27:26 und Alen Sijaric, der von außen nur einen Fehlschuss hatte und insgesamt auf sieben Tore kam, legte mit einem schönen Schuss in den Knick nach. Als Simon Breuer dann noch einmal auf Schuhsohlenhöhe zum 29:26 traf, war die Partie entschieden und die zwei Punkte als Belohnung für ein hartes Stück Arbeit eingefahren. Bennet Johnen war es vorbehalten mit dem 30:26 den Schlusspunkt zu setzen.

„Natürlich hätte ich mir auch ein bisschen weniger Spannung gewünscht. Aber: Die dritte Liga ist kein Wunschkonzert und auch wenn wir es gerne anders hätten, müssen wir uns jeden Sieg hart erarbeiten. Die Löwen haben es uns heute wirklich nicht einfach gemacht, bei uns waren jedoch auch einige technische Fehler im Spiel“, so Trainer Erik Wudtke nach der Partie.

„Das Ergebnis ist ein wenig schmeichelhaft für uns. Wir haben viele technische Fehler im Spiel gehabt, haben teilweise zweite Bälle direkt dem Gegner in die Hand geworfen. Das darf uns normal nicht passieren. Dass es gegen die Löwen hart werden würde, davor waren wir gewarnt“, erklärte Rechtsaußen Dennis Aust.

„Duisburg hat uns das Leben wirklich schwer gemacht, sie haben die Angriffe lange ausgespielt, viel gewechselt, es war nicht leicht. Wir haben oft nicht zu unserem schnellen Spiel gefunden, das war ein unangenehmes Spiel. Ich bin froh, dass wir das mit vier Toren am Ende gewonnen haben“, zeigte sich Kreisläufer Bennet Johnen glücklich.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Hamers, Alen Sijaric (7), Bettig (4), David Breuer (4/3), Johnen (4), Simon Breuer (3), Koke (2/1), Lange (2), Barkow (2), Aust (1), Schneider (1).


 

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