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TuS Ferndorf II gewinnt Derby

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Jubel auf der Ferndorfer Bank kurz vor dem Sieg im Lokalderby (Foto: Schaumann)

In der „Höhle des Löwen“ vollführten die Spieler des TuS Ferndorf II den Siegertanz, während die Cracks des RSVE Siegen schon ihre Wunden leckten.

Es war ein Kontrastprogramm nach dem 10. Verbandsliga-Derby zwischen den Eiserfeldern und den Nordsiegerländern, die die fast ausverkaufte Halle beim 25:23 (12:10) als verdienter Sieger verließen und sich damit der Tabellenspitze auf vier Punkte genähert haben. Die Bezwungenen verpassten die Revanche fürs 23:28 im Hinspiel und verwirkten ihre letzte Chance, vielleicht doch noch ins Aufstiegsrennen, in dem die Favoriten schwächeln, einzugreifen.

Es entwickelte sich zwar kein Duell mit technischem Hochgenuss, aber ein intensives, stimmungsvolles Derby mit verbissen geführten Zweikämpfen und hohem Tempo. Und Ferndorfs Trainer Michael Feldmann hatte mit seiner Deckungsvariante, die entscheidenden Eiserfelder Rückraumschützen Frieder Krause und den Ex-Ferndorfer Tim Kolb zu beschatten, auf die richtige Trumpfkarte gesetzt. „Das war der Schlüssel zum Sieg“, sagte Ferndorfs Spielmacher Michel Sorg später.

Der RSVE legte gegen nervös beginnende Gäste einen 5:2-Traumstart hin (15.), hielt die Führung dank eins grandios haltenden Jannis Michel, der in der ersten Viertelstunde Siebenmeter von Michel Sorg und Philipp Pfeil pariert hatte, jedoch nur bis zum 10:9 durch Spielertrainer Alen Sijaric, der sich angesichts der bis dato wirkungslosen Frieder Krause und Tim Kolb eingewechselt hatte.

Dann schlugen die Minuten des Leon Sorg: Nach einer guten Viertelstunde von Michael Feldmann ins Getümmel geschickt, rechtfertigte der Youngster dieses Vertrauen mit einem Tore-Hattrick zur klammheimlichen Ferndorfer 12:10-Pausenführung. Der perplexe RSVE wusste nicht, was ihm da in diesen Minuten widerfahren war.

Jedenfalls hatte er daran richtig zu knabbern, kam erst wieder in die Spur, als beim 12:17-Rückstand (37.) schon alles verloren schien. Mit den Toren des eingewechselten Milos Grujicic und Fabian Bengers zum 14:17 aber loderte das Feuer in den RSVE-Spielern wieder auf, war die Partie nach Fabian Bengers 17:19 (42.) wieder offen. Auch vom 17:21 und einem über sich hinauswachsenden Cedric Keuper ließ sich Eiserfeld nicht entmutigen, auch wenn „K+K“ – Kolb und Krause – nach wie vor keine rechte Bindung fanden.

Der von Jannis Michel abgewehrte Ronge-Strafwurf schien die nächste Initialzündung zu sein, glich Lars Müller in einem sich zuspitzenden Derby zum 23:23 (55.) aus. Ferndorf drohte der Sieg aus den Händen zu gleiten, zumal ein Foul am von zwei Deckungsspielern erneut nur regelwidrig zu stoppenden Mattis Michel folgenlos blieb.

Aber was machte der RSVE aus diesem Geschenk? Nichts, er gab den Ball schnell wieder her. Jonas Haupt, vorne wie hinten bärenstark, traf zum 24:23 (58.), und als Cedric Keuper bei Tim Kolbs Versuch die richtige Ecke geahnt und Leon Sorg von Linksaußen das 25:23 nachgelegt hatte, war die erst zweite Heimniederlage des RSVE Siegen besiegelt.

TuS II: Ke­u­per, Mei­ni­cke; L. Sorg (7), Haupt (5), M. Mi­chel (5), M. Sorg (4), Ronge (4/2), F. Schnei­der, Pfeil, Paul, Irle, Wei­gelt, Held, Schmidt, Di­sche­reit.

Quelle: wp.de
Redakteur: Lutz Großmann


Alle Fotos: Horst Schaumann

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