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Zumindest einen Punkt geholt an der Weser

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Jan Niklas Klein auf dem Weg zum Tor

Zum Auswärtsspiel in Bremen konnten die A-Jugendlichen des TuS Ferndorf erstmals in dieser Saison mit dem Vereinsbus des Zweitligateams reisen. So viel Komfort wie in dem geräumigen Liner wurde den Siegerländern in Bremen dann nicht eingeräumt. In der engen Hastedter Sporthalle entwickelte sich gegen den Bremer Gastgeber ein hitziges Duell, das die beiden Schiedsrichter spätestens nach der Pause nicht mehr unter Kontrolle bekamen. Die Ferndorfer mussten früh zittern, überhaupt noch einen Torwart zur Verfügung zu haben. Nach viereinhalb Minuten erhielt Marvin Müller aus kurzer Distanz einen Schuss ins Gesicht, musste angeschlagen und mit Nasenbluten ausgewechselt werden. Ersatzmann Dennis Knüppel verletzte sich aber ebenfalls wenige Aktionen später schwer am Fuß,
Müller musste für den Rest der Spielzeit zurück aufs Feld. Seine Vorderleute kamen zunächst gut in die Partie, erspielten sich schnell eine Führung. Die Abwehr stand, allerdings hatte der TuS zunehmend Probleme in der Rückzugsphase. So schmolz die zuvor verdiente Führung schrittweise zusammen, kurz vor der Pause gelang den Bremern der Ausgleichstreffer und somit ein kleiner mentaler Vorsprung für den Weg in die Kabine. Ferndorf hatte in der Phase vor der Halbzeit zu hektisch agiert, das blieb nach Wiederanpfiff über weite Strecken so.

Der zweite Durchgang blieb umkämpft, weil die Ferndorfer mehrere Gegenstöße und zwei Siebenmeter vergaben. Dazu kamen einige ärgerliche und fragwürdige Zeitstrafen, die den Rhythmus störten. So musste der TuS eine Bremer Führung beantworten und sich auf 27:27 zurückkämpfen. Zwanzig Sekunden vor Abpfiff hatte Ferndorf den Ball, konnte im Angriff noch dafür sorgen, beide Punkte mit in den Bus zu nehmen. Beim 1:1 nach Außen wurde Erik Irle dann in Unterzahl durchbrechend von seinem Gegenspieler abgeräumt, prallte gegen den zur Hilfe laufenden Außenverteidiger – und die Schiedsrichter pfiffen Stürmerfoul. Zu allem Überfluss durfte Bremen die Behandlungspause zu einer entspannten Teambesprechung auf dem Feld nutzen. Da diese offenbar nicht ausgereicht hatte, nahm der Coach der Gastgeber im Anschluss die offizielle Auszeit in Anspruch, brachte im Anschluss per nicht geahndetem Wechselfehler einen siebten Feldspieler aufs Feld. In den letzten zwei Sekunden erkämpfte sich Ferndorf trotzdem den Ball, Linus Michel warf aus eigener Hälfte am eigenen Tor vorbei – hätte aber ohnehin nicht gezählt, da die Schiedsrichter weder den Schrittfehler noch wie auf der anderen Seite das Stürmerfoul, sondern Freiwurf pfiffen. Unterm Strich hatte das zum Glück für Ferndorf dann keine Konsequenzen mehr, es blieb beim verdienten Unentschieden. Für mehr hätten die TuS-Jungs einige klare Chancen mehr verwandeln müssen – oder zumindest eine der 50:50-Entscheidungen an diesem Tag zu ihren Gunsten gepfiffen bekommen müssen.

SG HC Bremen/Hastedt – TuS Ferndorf 27:27 (15:15).


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