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TuS-Youngster verlieren Tabellenführung: RSVE triumphiert im Derby

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Der Kampf um die vorderen Plätze in der Verbandsligastaffel 2 bleibt spannend: Im Siegerlandderby bezwang der RSVE Siegen am Samstagabend den TuS Ferndorf II mit 28:23(11:11). In der prall gefüllten Niederschelder Rundturnhalle blieb es bis zum 24:23 spannend, bevor der RSVE mit dem besseren Finish das Duell für sich entschied.

„Wir waren am Ende den Tick abgezockter. Wir haben geschafft, das Tempospiel zu unterbinden und sehr gut verteidigt“, freute sich Siegens Kapitän Frieder Krause über den Erfolg. Die Siegener waren am vergangenen Wochenende in Werdohl noch drei Klassen schlechter aufgetreten, gegen Ferndorf sah man dem Team von Beginn an das richtige Maß Leidenschaft an. „Wir haben sehr hart unter der Woche trainiert und uns vorgenommen, die ersten fünf Minuten kein Gegentor zu bekommen. So sind wir viel besser ins Spiel gekommen als letzte Woche und haben Ferndorf direkt gezeigt, dass wir voll da sind“, sagte Mittelmann Michel Sorg. Der 20-Jährige, der bis zum letzten Jahr selbst noch in Ferndorf gespielt hatte, zeigte genau wie seine Mitspieler eine deutlich gesteigerte Leistung im Vergleich zu den vergangenen Wochen.

In der „Rundturnhölle“ entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem nach anfänglichem 3:3 zunächst die Ferndorfer leicht die Nase vorn hatten, bis zum 7:6 immer ein Tor vorlegten. Auf beiden Seiten fanden die Torhüter nur schwer ins Spiel, nach 14 Minuten machte Ferndorfs David Wellen Jan-Niklas Broszinski Platz, vier Minuten später ging RSVE-Keeper Hilmar Gudmundsson für Stephan Eckhardt vom Feld. Zu viele „einfache Rückraumtore“ hatten Ronge (4) und auf der Gegenseite Kolb (5) bis dahin erzielt, die beide mit ordentlich Power ins Spiel starteten. Bereits in der 12. Minute musste Ronge aber erstmals verletzt behandelt werden, im zweiten Durchgang ging es irgendwann gar nicht mehr. Diagnose: Verdacht auf Fersenbandriss, vier Wochen Pause.

Die Ferndorfer hatten bei eigener 11:10-Führung kurz vor Pausenpfiff die Auszeit genommen, vertändelten den Ball aber leichtfertig und zu früh mit einem misslungenen Kempa-Pass. Im Gegenzug traf Alen Sijaric zum 11:11-Pausenstand – ein leistungsgerechtes Zwischenresultat. Auch im zweiten Durchgang schenkten sich beide Kontrahenten nichts. Die Anzahl der Wischpausen nahm zu, die intensiv geführten Zweikämpfe führten nun häufiger zu Zeitstrafen. Pikant: Gleich drei Mal lag das Schiedsrichtergespann dabei allerdings gründlich daneben, stellte unbeteiligte Spieler vom Feld und heizte die Stimmung auch mit anderen Entscheidungen ordentlich auf. Die Siegener erarbeiteten sich ab dem 13:13 durch Kolb nun stets leichte Vorteile, verpassten in einigen Situationen leichtfertig, die Führung auf zwei Treffer zu erhöhen. Auf der Gegenseite scheiterte der TuS mit einigen Hundertprozentigen an RSVE-Schlussmann Stephan Eckhardt, der insbesondere in der letzten Viertelstunde über sich hinauswuchs. Die erste Zwei-Tore-Führung des Spiels gelang dem RSVE, als Johannes Krause und Alen Sijaric von 20:20 auf 22:20 stellten. Damit sollte gleichzeitig auch das letzte Unentschieden der Partie Geschichte sein. Am Ende stand ein 28:23 auf der Anzeigetafel – zu hoch gemessen an dem knappen Spielverlauf, aber sicher nicht unverdient.

In der Meisterschaft bleibt es somit wohl auf Wochen hin spannend für viele Mannschaften. Der OSC Dortmund führt nun wieder die Tabelle mit 20:6 Punkten an, Zweiter ist Ferndorf (19:7), gefolgt von Haltern, Siegen und Bergkamen (je 17:9). Auch Oberaden und Riemke (14:10) mischen weiter oben mit. Das nächste Highlight des Spielkalenders ist bereits am kommenden Wochenende: Dann treten die Ferndorfer auswärts bei Spitzenreiter Dortmund an.

Statistik
RSVE: Gudmundsson, Eckhardt – Kolb (8), Grujicic (5/3), A- Sijaric (5/1), Sorg (4), Daub, J. Krause (je 3), F. Krause, Hochreuther, Gräber.
TuS: Wellen, Broszinski – Ronge (6/1), Bettig (6), Dröge (5), Reh, Schöttler (je 2), Benger, Markowski (je 1), Held, Schneider, Stötzel.

Quelle: expressi.de
Redakteur: Micha Sommer

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