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A-Jug. kratzt am Erfolg in Gummersbach
Montag, den 12. Dezember 2011 um 20:25 Uhr

Es hatte etwas vom Duell David gegen Goliath, als die Handball-A-Jugend des TuS Ferndorf zum Nachbarduell beim VfL Gummersbach antrat. Hier der seit Wochen sieglose Tabellenletzte, dort der ungeschlagene Spitzenreiter der Bundesliga West. Am Ende siegte zwar der Goliath, doch er musste sich mächtig anstrengen, um der Ferndorfer Steinschleuder zu entgehen. „Es hat wirklich nicht viel zur Sensation gefehlt“, meinte TuS-Trainer Frank Wulfestieg nach dem 33:37 (15:16).

Natürlich kam dem Gast entgegen, dass Gummersbach den endlich mal wieder in Bestbesetzung angetretenen Tabellenletzten ein wenig unterschätzte und zunächst mit seinen sonstigen Bankspielern begann. Nach nervösem Beginn mit vielen technischen Fehlern fand der TuS zuerst seinen Rhythmus, wurde aus dem 6:5 (10.) ein 10:6 und sogar 13:7 für die Siegerländer (22.).

Der VfL-Coach reagierte, brachte u. a. Spielmacher David Wienczek, der sofort mehr Struktur ins Offensivspiel seiner Mannschaft brachte, Die profitierte zudem vom Wurfpech der Ferndorfer, die viermal in Serie Pfosten und Latte trafen, so dass das Polster rasch aufgebraucht war. Zur Pause lag Gummersbach bereits knapp in Führung, doch jetzt zeigte sich, dass die Ferndorfer keineswegs gewillt waren, sich in die Rolle des Punktelieferanten zu begeben.

Insbesondere Florian Diehl hatte einen Sahnetag erwischt. Aber auch Michel Sorg und Lucas Schneider setzten der VfL-Abwehr mächtig zu und brachten ihr Team wieder mit bis zu drei Toren (22:19) in Front. Gummersbach musste seine letzten Kraftreserven mobilisieren, um den kecken Lokalrivalen über 24:24 (44.) und 29:25 (50.) doch noch auf Distanz zu halten.

„Wenn ich wechseln musste, weil meine Leistungsträger eine Pause brauchten, hat sich das gleich negativ ausgewirkt, aber dennoch bin ich unterm Strich sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Wenn wir so am Sonntag in Münster spielen, können wir den Hinrundenerfolg wiederholen“, geht Wulfestieg fest davon aus, dass der TuS die „Rote Laterne“ nicht dauerhaft tragen wird.

TuS: Coordt, Michel; Diehl (13/4), Sorg (7), L. Schneider (5), Wulfestieg (3), Dröge (2), Heinrich (2), F. Schneider (1), da Silva, Bölsing, Strack, Bröcher, Fuhrmann.

Quelle:
expressi_sm
Redaktion / 12. Dezember 2011

 

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