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21 Tore sind in Coburg zu wenig

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Im Spitzenspiel musste sich der TuS nach hartem Kampf geschlagen geben (Foto: HSC Coburg)

Mit drei Toren beim Spitzenreiter verloren – der TuS Ferndorf kommt mit einer knappen Niederlage aus Coburg zurück. Beim HSC Coburg mussten sich die Siegerländer am Samstagabend mit 21:24 (10:13) geschlagen geben. Es waren von Beginn an erneut schwierige Vorzeichen für den TuS: Neben Jan Wicklein und Julian Schneider fiel auch Lucas Schneider aus, der Linkshänder hat einen Bänderriss im Fuß erlitten, für ihn ist das Jahr 2018 gelaufen. Noch dazu hatte Rechtshänder Julius Lindskog Andersson keine Trainingseinheit in der vorherigen Woche absolvieren können. Diese Beeinträchtigungen spürte man. Acht Minuten waren in Coburg gespielt, da führten die Gastgeber bereits mit 5:0. Was nach einem sich androhenden Desaster klang, mündete schließlich dann mit etwas Verspätung in ein normales Zweitligaspiel für Ferndorf, denn nun wachte der Kader auf. Mit einem 5:0-Lauf ihrerseits zeigte die Lerscht-Truppe, warum sie derzeit im oberen Tabellendrittel zuhause ist. Vom 5:5 an ging es weiter, nun entwickelte sich ein Stück weit das „Rezept“ dieses Spiels: Coburg schaffte es, durch starke individuelle Leistungen sowie den dynamischen Rückraum, immer einige Tore im Vorsprung zu bleiben. Ferndorf dagegen kämpfte gut, zeigte starke Ansätze, hatte aber in den entscheidenden Momenten zu wenig Konsequenz, warf einige Male entscheidende Bälle weg oder gab vielleicht entscheidende Situationen her.

So auch in Halbzeit zwei, als Coburg nach 47 Minuten durch ein Tor des starken Schweden Pontus Zettermann auf 20:14 stellte. Erneut musste der TuS ersatzgeschwächt einem deutlichen Rückstand nachlaufen, tat das jedoch mit Kampfgeist und Wille und war beim 22:21 (59. Minute) wieder dran, doch zu mehr reichte es nicht mehr – auch durch starke Torhüterleistungen beim HSC. „Es war ein sehr intensives Spiel, viel Kampf, viel Hin und Her. Es war ein Wechselbad der Gefühle und am Ende haben uns in Summe ein paar Dinge gefehlt, wir lassen ein paar Angriffe zu viel liegen. Wir suchen keine Ausreden bei der personellen Situation, das ist aber natürlich schon ein Thema. Wir waren dran hier in Coburg, uns fehlte aber letztlich auch ein bisschen der letzte Tick Konsequenz und wir waren vielleicht nicht ganz am Leistungsmaximum beim Top-Favoriten. 21 Tore sind dann letztlich auch zu wenig, um auswärts zu gewinnen. Wir haben trotzdem nur knapp verloren, das sagt viel über die Mannschaft aus – dennoch tun Niederlagen immer weh“, fasste Trainer Michael Lerscht seine Eindrücke nach dem Spiel zusammen.

TuS Ferndorf: Zerbe (5/3), Basic (5), Barwitzki (3), Michel (2), Wörner (2), Lingskog Andersson (2), Faulenbach (2).