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Akkus sind leer: Mit klarer Niederlage in die Pause

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Fünf Tore von Mattis Michel (Foto: H.Burbach)

Der TuS Ferndorf hat das erste Spiel der Zweitliga-Rückrunde zuhause klar verloren und ist nun froh darüber, dass die Winter- und WM-Pause gekommen ist. Mit 26:35 (14:18) gaben die Ferndorfer die letzte Partie in 2018 gegen den TV Großwallstadt aus der Hand und kassierten damit die höchste Heimniederlage seit fast drei Jahren. Noch dazu war es die zweite Niederlage hintereinander (nach dem 21:22 gegen Hagen). “Wir sind müde, das hat man deutlich gesehen, da ging nichts mehr”, so berichteten nach dem Spiel mehrer Spieler, u.a. Kreisläufer Mattis Michel, der selbst noch fünf Mal erfolgreich gewesen war. Der Spielverlauf drehte sich früh zugunsten der Gäste. 3:1 führte der TuS vor den eigenen Fans nach knapp sechs Minuten – danach ging kaum noch was. Großwallstadt mit den treffsicheren Michael Spatz und Mario Stark trafen ein ums andere Mal und nutzten das Momentum weidlich aus. 3:8 nach 13 Minuten bedeuteten einen 0:7-Lauf für den TuS Ferndorf und einen klaren Kopfvorteil für die Gäste. Die hatten mehr Power, trafen besser und standen auch defensiv deutlich sicherer. Ferndorf musste nicht nur auf die üblichen Ausfälle verzichten (Wicklein, Julian Schneider, Lucas Schneider), sondern verlor nach 20 Minuten auch noch Abwehrchef Branimir Koloper durch Rückenprobleme und konnte auf Jan Wörner erst gar nicht zurückgreifen: Der letzte verbliebene Linkshänder im Rückraum war mit Fieber für das Spiel komplett ausgefallen.

“Wir konnten die Ausfälle und Schwächungen dann einfach nicht mehr kompensieren, das war am Ende eine absolut verdiente Niederlage”, kommentierte Trainer Michael Lerscht das Ergebnis und den Spielverlauf. Dieser hatte auch in Halbzeit zwei nichts für sein Team zu bieten, bis auf zwei Tore kam man direkt nach der Pause noch einmal an den Gegner heran, doch der traumwandlerisch sichere Mario Stark traf nach Belieben. Auch in Manndeckung zimmerte er die Bälle in den Ferndorfer Kasten, ihn bekam die TuS-Deckung nie in den Griff, elf Tore sprachen am Ende eine deutliche Sprache. Starks Treffer zum 24:18 in der 42. Minute war so etwas wie eine kleine Vorentscheidung, danach ging es für die Siegerländer vor den eigenen Fans eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung. Kreisläufer Thomas Rink sorgte mit seinem letzten Treffer – kurz vor der Roten Karte – dafür, dass das Ergebnis im Rückstand zumindest nicht zweistellig wurde, doch ändern konnte das an der klaren Niederlage nichts mehr. “Wann immer wir eine Chance hatten, wieder heranzukommen, haben wir eine Zeitstrafe kassiert. Das konnte nicht funktionieren, wir sind auch nie richtig in die Defensiven Zweikämpfe gekommen, da passte heute nichts. Es gibt eben solche Phasen in einer Saison und das sind ein paar blöde Spiele jetzt. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, wie angeschlagen wir in dieser Situation sind, wer alles fehlt und dass wir schon 25 Punkte gesammelt haben”, so Lerscht nach dem Spiel. Bis zum 15. Januar haben seine Spieler nun Pause, dann geht es mit der Vorbereitung auf die Rückrunde weiter.

Torschützen TuS: Michel (5/3), Zerbe (5/4), Basic (3), Faulenbach (3), Müller (3), Neitsch (3), Rink (3), Andersson (1).


Fotos: H.Burbach