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Auch gegen Minden “hungrig” sein

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Der TuS Ferndorf erwartet am kommenden Samstag zum letzten Heimspiel des Jahres die Zweitvertretung eines Bundesligisten. Um 19:30 Uhr ist Anpfiff in der Stählerwiese in Kreuztal gegen GWD Minden II. Noch im August hatte der TuS gegen Minden ein Pflichtspiel bestritten – damals war es jedoch die erste Mannschaft der Ostwestfalen und Ferndorf ging sensationell als Sieger von der Platte und kam im DHB-Pokal eine Runde weiter. Nun kommen also die Nachwuchskräfte der Mindener ins Siegerland. Das Team von Trainer Moritz Schäpsmeier stellt eine junge, spielstarke Mannschaft, derzeit stehen die Grün-Weißen auf dem neunten Tabellenplatz, haben 12:14 Punkte eingefahren. Die Leistungen schwanken hierbei, so verlor GWD gegen den Tabellennachbarn VfL Gummersbach II oder den OHV Aurich, siegte aber andererseits gegen die HSG Krefeld und zuletzt die Ahlener SG. Mit Tim Brand haben die Mindener einen absoluten Goalgetter in ihren Reihen, bisher hat der Rechtshänder schon 70 Tore erzielt.

Auf Seiten des Gastgebers liegt in diesem Spiel – wenn man nach dem Papier geht – mal wieder die Favoritenrolle. Wie sollte das bei der Leistung des TuS in dieser Spielzeit in der 3. Liga West auch anders sein? 13 Siege in 13 Spielen, 26:0 Punkte, kein Team in der Liga hat mehr Tore geworfen, keins weniger kassiert. Erst knapp eine Woche ist es her, da hat sich das Team von Michael Lerscht mit dem Auswärtssieg in Korschenbroich die Herbstmeisterschaft gesichert. Herausforderungen gibt es trotz des sportlich hervorragenden Laufs, den der Spitzenreiter hat. “Natürlich freut einen das, wenn man so über uns spricht, wenn man über die Serie spricht oder über den Tabellenplatz, denn immerhin honoriert das auch ein bisschen unsere Arbeit”, so Michael Lerscht. “Doch wir haben andere Dinge im Kopf, für uns geht es darum, dass wir nicht locker lassen und das leben wir im Trainerteam und in der sportlichen Leitung den Spielern vor, von uns lässt keiner nach. Und wer denkt, dass es von alleine läuft und man in so einer Situation nichts tun muss, der kann die Jungs ja mal nach einer zweistündigen Einheit fragen, ob das nichts ist…”, ließ Lerscht lächelnd folgen.

Der TuS Ferndorf arbeitet also in jeder Trainingseinheit und bei jeder Vorbereitung auf den Gegner mit Hochdruck daran, den Hunger auf Punkte beizubehalten und nichts zur Routine verkommen zu lassen. “Das ist etwas, was die Spieler als nächsten Entwicklungsschritt lernen wollten und auch müssen: Weiter Gas zu geben, nach jedem Sieg den nächsten zu wollen. Aber solche Fragen stellen sich mir im Grunde nicht, da wir gut trainieren und wir immer wieder Arbeit sehen, Verbesserungsmöglichkeiten sehen und Dinge sehen, die wir angehen wollen”, so Lerscht. Die Möglichkeit zum 14. Saisonsieg bietet sich am Samstagabend, personell fällt neben dem Langzeitverletzten Moritz Barwitzki auch Erik Irle aus, der mit einem Kahnbeinbruch in der Hand länger pausieren muss.

Da dieses Heimspiel auch gleichzeitig das letzte im Jahre 2017 ist, läd der TuS Ferndorf im Anschluss noch zum “November-Grillen” mit Mannschaft und Fans vor dem Foyer der Kreuztaler Sporthalle ein.