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 „Dem Wolfsrudel die Zähne ziehen“

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Nein, ein Lieblingsgegner erwartet die Mannen von Coach Robert Andersson nicht gerade, wenn sich der rot-weiße Tross am Mittwoch auf den Weg nach Unterfranken macht. In den Jahren der Zweitliga-Zugehörigkeit haben sich Ferndorfer Mannschaften gegen die Wölfe, wie sich die Rimparer seit nunmehr zehn Jahren nennen, immer schwer getan. Wobei die augenblickliche Ausgangssituation eine gänzlich unterschiedliche ist. Während das Rimparer Wolfsrudel in den letzten viereinhalb Wochen gerade mal zwei Meisterschaftsspiele absolvieren durfte, sind es auf seiten des TuS im gleichen Zeitraum immerhin sieben Spiele. 

Somit zieht sich die Abschiedstournee des scheidenden Rimparer Trainers Ceven Klatt, der bekanntlich zu den Eulen Ludwigshafen wechselt. Sein aktuelles Team hat in den vergangenen Jahren eine Spielphilosophie perfektioniert, die auf den handballerischen Grundtugenden fußt. Eine hohe Spieldisziplin und dazu eine gut gestaffelte Abwehr, die nur selten viele Gegentore zulässt. Einer der Garanten hierfür steht zwischen den Pfosten. Marino Mallwitz gehört zweifelsfrei zu den Könnern seines Fachs und ist nicht selten Garant für Rimparer Punktgewinne. Auf dem Feld führen die Spielgestalter Patrick Schmidt und Yonatan Dayan ein Team, welches geschlossen, kompakt auftritt und selten formbedingte Ausreißer nach unten oder oben zu verzeichnen hat. So gelingt es den Unterfranken immer wieder eindrucksvoll, Spielzeit für Spielzeit im Mittelfeld der zweiten Liga abzuschließen. Dieses Jahr könnte es aufgrund der verrückten Corona-Spielzeit aber auch für die Grün-Weißen noch eng werden. Mit zwei ausgetragenen Spielen und vier Punkten mehr als der TuS Ferndorf, kann wahrlich nicht von einem entspannten Mittelfeldplatz gesprochen werden. So müssen auch die Nordbayern dringend noch ein paar Zähler einfahren.


In dieser Beziehung konnte die TuS-Equipe am vergangenen Samstag wichtige Zähler verbuchen und das Konto nach der Corona-Pause auf ganz starke 9:7 Punkte stellen. Damit einher geht eine altgediente Sportweisheit, die besagt, dass man nicht auf andere schauen muss, wenn man die notwendigen Punkte selber einfährt. Und das gelingt den Rot-Weißen aktuell eindrucksvoll, sobald sie ihre kämpferische Attitüde einbringen und die technischen Fehler gering halten. Dazu kommt dann noch ein Marin Durica im Ferndorfer Tor, der sich aktuell in einer bestechenden Form befindet. Dass am Mittwochabend um 20 Uhr allerdings ein ganz dicker Brocken auf die Andersson-Schützlinge wartet, ist auch dem Coach bewusst: „Rimpar hat eine ähnliche Spielweise wie Dessau. Deshalb müssen wir den Ball laufen lassen und das Tempo hoch halten. Dann haben wir eine Chance.“ Dabei steht ihm wieder der gleiche Kader zur Verfügung wie am Samstag. Der Coach hat viele Dinge gesehen die ihm gefallen haben, wünscht sich aber dennoch mehr Tiefe im Spiel, da er das seinen Spielern auch zutraut. Ob Torben Matzken, Mattis Michel oder Julian Schneider. Aktuell befinden sich einige TuS-Spieler in exzellenter Verfassung und machen einen ausgezeichneten Job. Wenn dann auch noch die Rückraum-Asse Andreas Bornemann und Jonas Faulenbach zu alter Stärke finden, ist der rot-weißen Equipe auch bei den heimstarken Rimparern einiges zuzutrauen.

Gelegenheit das Ganze zu beobachten haben die Ferndorfer Fans in gewohnter Weise über den Livestream auf Sportdeutschland.tv. Und auch wenn es Woche für Woche schmerzt, eint doch alle Fans der Wunsch, ab dem Herbst wieder Zweitligahandball live in der Stählerwiese verfolgen zu können. Damit dieses Unterfangen gelingt, drückt wieder fleißig die Daumen und denkt am Mittwochabend daran: Scream for our team !


WISSENSWERTES
Gegner:   DJK Rimpar Handball
Einwohner Rimpar:   8.000 (zum Vergleich: Ferndorf = 4.200)
Heimspielstätte:   s.Oliver Arena Würzburg – 3.140 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe:   grün/schwarz
größter Erfolg:   Zweitliga-Aufstieg 2013 – Platz 4 in der Saison 2016/17 

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