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 Ein großer Name des deutschen Handballs ist zu Gast

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Handball-Traditionalisten dürften am vergangenen Mittwoch in Erinnerungen geschwelgt sein. Beim Duell der Altmeister standen sich der VfL Gummersbach und unser Gegner am Samstagabend, der TV Großwallstadt, gegenüber. Und was für eine schwierige Aufgabe da auf das Team von Robert Andersson wartet – ja das hat der Überraschungscoup der Unterfranken eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Aktuell Platz 4 in der Auswärtstabelle ist zudem eindeutiger Beweis dafür, dass sich das Team von Trainer Ralf Bader in auswärtigen Hallen pudelwohl fühlt.

Der diplomierte Sportwissenschaftler, der seit zwei Jahren für den TV Großwallstadt an der Seitenlinie steht, hat einen äußerst homogenen Kader beisammen. Für diese Kaderzusammenstellung zeichnete sich noch der ehemalige Ferndorfer Spieler Maik Pallach verantwortlich. Dieser bat die Verantwortlichen am Main Ende des vergangenen Jahres um Vertragsauflösung. Seitdem hatte sich die ehemalige Institution auf Rechtsaußen, Michael Spatz um die Dinge des sportlichen Leiters gekümmert. Doch wie es der „Kommisssar Zufall“ oft will. Aus diesem Unterfangen wurde nicht wirklich etwas, da sich der bis dato exzellent aufspielende Pierre Busch das Kreuzband riss. Kurzfristige Vakanz auf Rechtsaußen hieß für Spatz, Business-Schuhe gegen Trainingsschuhe zu tauschen und ab auf die Platte. Ein letzter Coup von Pallach war die Verpflichtung des Griechen Savvas Savvas. Dieser hatte bereits 2018 im Trikot von Eintracht Hildesheim die zweite Liga in Grund und Boden geschossen. Auch aktuell hat Savvas mächtig viel Zielwasser getrunken und sowohl gegen Wilhelmshaven wie auch gegen Gummersbach sieben Mal aus dem Feld genetzt. So wird der Running Gag der Großwallstadt-Fans vielleicht ja doch noch irgendwann mal wieder wahr. In Mainfranken spricht man nämlich immer mal wieder von der magischen Acht. Dabei geht es um die achte Deutsche Meisterschaft, nach der man nun seit 31 Jahren lechzt.


Beim TuS Ferndorf ging ab Mittwochabend 21 Uhr der Blick auf den Samstagabend. Gegen einen Gegner, den man im Hinspiel noch gut bespielen konnte, geht es um nicht mehr oder weniger als ums Überleben. Inzwischen ist man in den tabellarischen Gefilden angekommen, die man als Sportler meidet wie der Teufel das Weihwassser. Deshalb müssen ganz dringend Punkte eingefahren werden unter dem Kindelsberg. Und den Anfang soll das Heimspiel gegen den Altmeister machen. Wieder mit von der Partie sind natürlich die beiden Neuzugänge Christopher Klasmann und Niklas Diebel. Beide hatten gegen N.-Lübbecke einen gebrauchten Tag erwischt. Das nährt die Hoffnung, dass beide Spieler am Samstagabend besser performen. Dass sie das können steht außer Frage. Ansonsten gab es viele kleine Dinge, die Andersson positiv aufgefallen sind, und die er in die Spielvorbereitung mitgenommen hat. Nur allzu wichtig sollte es werden, nicht schon wieder Abwehrchef Branimir Koloper früh mit Zeitstrafen zu verlieren. Dafür muss das Team in die Bresche springen, mit arbeiten, damit „Branko“ nicht isoliert und in ausweglose Situationen gezwungen wird. Weiterhin fehlen werden auf Ferndorfer Seite die altbekannten Verletzten. Hier zeichnet sich noch keine Verbesserung ab, so dass sich der schwedische Coach hinsichtlich der personellen Alternativen weiterhin in Geduld üben muss. 

Das Prozedere in Bezug auf die Zuschauersituation ist unverändert und unseren Fans ja inzwischen wohlbekannt. Noch ist keine Besserung in Sicht, was eine Minimalauslastung der Stählerwiese angeht. Deshalb müssen sich die Fans beider Teams weiterhin mit dem Stream auf Sportdeutschland.tv zufrieden geben. Leider weiterhin die einzige Möglichkeit Zweitliga-Handball live zu verfolgen.


WISSENSWERTES
Gegner:  TV Großwallstadt
Einwohner Großwallstadt:  4.100 (zum Vergleich: Ferndorf = 4200)
Heimspielstätte:  Untermainhalle, Elsenfeld – 2500 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe:  blau-weiß
größte Erfolge:  2x Europapokalsieger der Landesmeister,
7x Deutscher Meister, 4x DHB-Pokalsieger

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