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Ein guter Tag um den Favoriten zu ärgern

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Es liest sich so ein klein wenig wie Ergebniskrise. Zwischen dem Sieg am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen Dormagen und dem Auswärtserfolg in Lübeck notierten die Statistiker sechs Siege in sieben Partien. Die Ausbeute, die selbst einem Titelanwärter gut zu Gesicht gestanden hätte, fand mit dem Unentschieden in Großwallstadt ein Ende. Es folgten zwei, fast schon einkalkulierte, Niederlagen gegen die Topteams aus Essen und Hamm, sowie das etwas enttäuschende Unentschieden gegen den Tabellenletzten aus Aue. Ergo klingt es nicht nur wie Ergebniskrise – es ist eine. Und die wird aller Voraussicht nach am Freitagabend im Emsland kein Ende finden. Denn zu Gast ist die rot-weiße Equipe beim aktuellen Tabellenzweiten, der HSG Nordhorn-Lingen. Doch wie es oft der Fall ist. Man hat keine Chance, also nutzt man sie.

Wobei man gegen eine richtig gute Mannschaft, ein sicherlich außergewöhnliches Match auf die Platte zaubern muss. Denn im Kader vom tschechischen Alt-Internationalen Daniel Kubes auf der Nordhorner Trainerbank wimmelt es nur so von Hochkarätern. Björn Buhrmester und Bart Ravensbergen sind das beste Torhüter-Duo der zweiten Liga. So war Buhrmester u.a. der gefeierte Aufstiegskeeper aus der Saison 2018/19 und Ravensbergen ist aktueller niederländischer Nationalspieler. Mit Quoten jenseits der 30% lassen Beide die gegnerischen Angreifer oft genug verzweifeln. Vorne sind dann Georg Pöhle und Robert Weber für die Vielzahl der Nordhorner Tore verantwortlich. Pöhle als echter Shooter aus dem linken Rückraum und der in ganz Handball-Deutschland bekannte Weber von seiner angestammten Rechtsaußen-Position sowie vom Siebenmeter-Strich. Aber auch spielerisch wissen die Mannen von der holländischen Grenze zu überzeugen. So kommt es nicht von ungefähr, dass auch immer wieder der Weg über den Kreis gesucht wird, resp. in einem gut austarierten Kader ganz viele Spieler eben jene Torgefahr von allen Positionen ausstrahlen, die auch Ferndorfs Coach Robert Andersson so gerne bei seinem Team sieht. Da sich zur Zeit aber viele Gerüchte um Neuzugänge und Abgänge im Emsland ragen, steckt vielleicht ein bisschen Unruhe im Kubes-Team. Zusätzlich hat der ASV Hamm auf Platz drei der Tabelle Tuchfühlung aufgenommen und erhöht auch damit nochmals zusätzlich den Druck auf die Weber & Co..


Beim TuS Ferndorf war Wunden lecken angesagt. Man hatte sich mehr als einen Punkt erhofft im Heimspiel gegen den EHV Aue. Doch während auf der einen Seite das unerwartete Comeback Rutger ten Veldes für Verzückung sorgte, war auf der anderen Seite der kurzfristige Ausfall Andreas Bornemanns nicht zu kompensieren. Muskuläre Probleme verhinderten Tore von Mr. Steelhammer auf seiner Abschiedstournee. Und die benötigen die Ferndorfer Jungs so dringend, da auf der linken Angriffsseite immer noch der Schuh drückt. Alle dort Agierenden haben einen kleinen Schritt nach vorne gemacht, rufen aber immer noch nicht das zweifellose große Potenzial ab. In der Abwehr machen es die Michel & Co. weiterhin sehr gut. Mit oft überzeugenden Torwartleistungen hält man die Gegner in Schach. Nur sechs Mal kassierten die Andersson-Mannen mehr als 30 Gegentore. Wenn es vorne also rund läuft, wird es für die Gegner schwer gegen den TuS zu gewinnen. Wichtig in diesem Zusammenhang die Rückkehr von Josip Eres und Kim Voss-Fels, die auf der rechten Angriffsseite immer für einige Tore gut sind.

Bei der HSG Nordhorn-Lingen was Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen ist ein außerordentlich schweres Unterfangen. Und so gibt es nicht wenige im Umfeld der Kreuztaler, die jetzt schon ihren Blick Richtung der kommenden Aufgaben schweifen lassen. So heißt der Gegner kommende Woche Dienstag ThSV Eisenach. Ein weiteres Auswärtsspiel, aber von der Tabellensituation gänzlich andere Voraussetzungen. Beide Spiele sind für die Mitreise nicht sonderlich prädestiniert, und so heißt es für die allermeisten TuS-Fans Daumen drücken am heimischen TV-Gerät. Los geht es am Freitagabend um 19:30 Uhr, wenn es rund um den Kindelsberg wieder heißt: Scream for our team !


WISSENSWERTES
Gegner: HSG Nordhorn-Lingen
Einwohner Nordhorn: 53.900 (zum Vergleich: Ferndorf = 3.850)
Heimspielstätte: Euregium (4.100 Plätze) & Emsland Arena (4.300 Plätze)
Trikotfarbe: rot-weiß
größte Erfolge: Deutscher Vizemeister 2001/02, 4-malige Teilnahme am DHB Final Four, Gewinn des EHF-Pokals 2008

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