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Eine verrückte Saison ist auf der Zielgeraden

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Was waren das doch für Zeiten vor Corona. Letzte Heimspiele sind traditionell landauf, landab verbunden mit Abschieden. Von Spielern, die ihre Verträge nicht verlängern, aber in manchen Fällen auch vom Team um das Team. Auch da gilt es viele langjährige, liebgewonnene Menschen zu verabschieden. Und aus diesem Grunde sollten sich möglichst viele Fans des TuS Ferndorf in die Stählerwiese begeben. Neben diesen meist tränenreichen Abschieden gab es aber auch legendäre Saison-Abschlussfeiern. Schade, dass zumindest die diese Saison nicht stattfinden kann. Aber so wie der gemeine TuS-Fan tickt, wird das Spektakel dann nach der kommenden Saison umso ekstatischer.

Zum letzten Heimspiel 2020/21 empfangen die Siegerländer den mittelrheinischen Rivalen aus Dormagen. Die haben bis Mitte Mai eine tolle Runde gespielt. Lagen zeitweise hinter den großen Drei der Liga auf Platz Vier und hatten damit alle Erwartungen übertroffen. Im Anschluss setzte es Niederlagen in Großwallstadt, gegen Wilhelmshaven und in Gummersbach. Die ausgezeichnete Tabellensituation ist dahin und Ferndorfs Coach Robert Andersson sieht den Gegner vom Mittwochabend leistungstechnisch auf dem gleichen Level: „Mit Dormagen befinden wir uns auf Augenhöhe. Sie spielen nur konstanter als wir das tun.“ Was sicherlich auch an einigen Ausnahmekönnern im Team der Wiesel, wie sich die Dormagener selber nennen, liegt. Strippenzieher und Taktgeber bei den Blau-Weißen sind der amerikanische Nationalspieler Ian Hüter und Benjamin Richter. Auf Halbrechts sorgt André Meuser für die einfachen Tore aus der Ferne. Aus der Nahposition kommt Hüters treffsicherer Bruder Patrick, seines Zeichens ebenfalls amerikanischer Nationalspieler, von der Kreisposition zum Abschluss. Ein homogenes, junges Team dass die Wiesel auf die Platte stellen. Und dabei auch immer wieder von ihrer ausgezeichneten Jugendarbeit profitieren. 

Das Hinspiel war nichts für schwache Nerven. Ein enges Match, dass eigentlich keinen Sieger verdient hatte, kippte Josip Eres mit einem verwandelten Tempogegenstoß in der letzten Sekunde. Geht es nach Andersson, kann sich das gerne wiederholen: „Uns hat in einigen Phasen der Saison keiner den Klassenerhalt zugetraut. Jetzt sollen die Jungs den Spaß am Handball rüber bringen, nachdem sie das Saisonziel erreicht haben.“ Gleichzeitig erteilt der schwedische Coach all denen eine Absage, die sich im Besonderen auf die Abgänge freuen, und diese nochmal auf dem Feld sehen wollen: „Es spielen die für die jeweilige Spielsituation besten Spieler. Nur weil einer den Verein verlässt, bekommt er keine Einsatzgarantie im letzten Spiel.“ Da aber bis auf den Langzeitverletzten Lucas Puhl alle Mann an Bord sind, wird der Coach so oder so aus dem Vollen schöpfen können. „Gegen Hüttenberg waren wir in der Abwehr nicht leichtfüßig genug, haben keine Stopfouls gezogen und haben am Ende zu viele Gegentore bekommen“, werden die Prioritäten für Mittwochabend sicherlich nicht in einem offenen Schlagabtausch liegen. Wobei Julian Schneider die 100 Saisontore.Marke noch fest im Blick hat und Josip Eres mit seinen 150 Saisontoren seine Position unter den Top 20 der Liga verteidigen will. 

An dieser Stelle sei nochmal der Hinweis auf den zeitlichen Rahmen am Mittwochabend gestattet. Vorweg – Jogis Jungs spielen erst um 21 Uhr. Zeit genug also, um vorher eine Stippvisite in die Stählerwiese zu machen. Denken Sie dabei an die Anwurfzeit um 18:30 Uhr und die vorher stattfindenden Verabschiedungen. Alle Abgänge haben einen würdigen Rahmen verdient. Somit bleibt die Hoffnung auf einen möglichst gut gefüllten Hexenkessel. Maximal 350 Zuschauer sind zugelassen, und der notwendige Vorverkauf läuft bis Mittwoch Mittag. Die die es zeitlich nicht schaffen, werden natürlich wieder über den Sportdeutschland.tv Livestream versorgt. Und egal ob in der Halle oder auf der heimischen Couch – überall gilt wie immer: Scream for our team !


WISSENSWERTES

Gegner:  TSV Bayer Dormagen
Einwohner Dormagen:  65.000 (zum Vergleich: Ferndorf = 4.200)
Heimspielstätte:  TSV Bayer Sportzentrum – 3.002 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe:  blau/weiß
größte Erfolge:  5..Platz Bundesliga 1988 + 1991, Platz 19 in der „Ewigen Tabelle der Handball-Bundesliga“

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