lindenschmidt
krombacher
sparkasse
georg
volksbank
georg
quast

Hoffnung auf Heim-Punkte

0

Auf Rückraum rechts muss Michelin Celestin noch allein agieren – Lucas Schneider fällt nach wie vor aus (Foto: Burbach)

Noch elf Spiele, noch elf Chancen, zu punkten. Mit dieser hoffnungsvollen Einstellung geht der TuS Ferndorf in die restlichen Aufgaben im Kampf um den Klassenerhalt. Dass die Mannschaft aus dem Siegerland unbedingt auch in der kommenden Saison wieder 2. Handball-Bundesliga spielen möchte, bemerkt man in jeder Aussage, in jedem Interview, in jeder Trainingseinheit. So auch in der Woche vor dem Heimspiel am Samstagabend (Anwurf 19:30 Uhr) gegen den Tabellenneunten EHV Aue. “Wir glauben fest an den Klassenerhalt”, so Rückraumspieler Jort Neuteboom, der in den letzten Wochen in guter Verfassung ist und immer wieder wichtige Tore beisteuert.

Allerdings weiß Neuteboom auch um die aktuelle Schwäche oder “Problemzone” des TuS: Die Effektivität im Angriff. “Wir schauen auf die zweite Halbzeit in Wilhelmshaven, da hat es ganz gut geklappt. Wir dürfen uns jetzt auch nicht verrückt machen und irgendetwas Wildes probieren, sondern genau das, was unser Trainer uns sagt und fordert weiter machen und zwar mit allem, was wir haben”, so der Niederländer. Tatsächlich war im Angriff in Wilhelmshaven in der zweiten Halbzeit eine signifikante Steigerung zu bemerken, vor dem Pausenpfiff gelangen nur neun Tore, nach dem Seitenwechsel waren es 18. Diese Anlaufschwierigkeiten sollte sich die Mannschaft von Michael Lerscht am Samstag gegen die Gäste aus Sachen nicht leisten, denn der EHV bringt Erfahrung und Treffsicherheit mit: Mit Marc Pechstein (168 Tore) steht einer der Top-Torschützen der Liga in Reihen der Auer.

Der EHV (Erzgebirgische Handballverein) wurde 1990 gegründet, die Tradition im Auer Handball reicht jedoch bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Seit einigen Jahren nun ist das Team aus Sachsen fester Bestandteil der 2. Bundesliga, lediglich in der Spielzeit 2011/2012 trat der EHV in der 3. Liga an. Sofort gelang der Wiederaufstieg, seitdem hat sich die Mannschaft überwiegend verbessert: Im vergangenen Jahr belegte man den siebten Rang, aktuell steht die Mannschaft von Trainer Stephan Swat auf dem neunten Platz.

Auf Seiten des TuS Ferndorf hofft man darauf, vor eigenem Publikum lebensnotwendige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren. Zwei Zähler – und bei entsprechenden Ergebnissen in den anderen Hallen wäre man zehn Spieltage vor dem Ende wieder in einer besseren Situation. Dabei helfen wird auch am Samstag Uros Paladin noch nicht, der Abwehrstratege ist noch nicht wieder fit. Auch auf Lucas Schneider und Tim Oliver Brauer wird Michael Lerscht noch verzichten müssen.