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Ligagipfel steigt in Kreuztal

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Der TuS will auch im Topspiel einen Sieg feiern.

Erster (TuS) gegen Zweiter (TSV), beste Abwehr der Liga (TuS) gegen beste Offensive (TSV) – die Vorzeichen sind eines großen Spiels würdig. Der TuS Ferndorf empfängt am Samstagabend um 19:30 Uhr in der Kreuztaler Stählerwiese den TSV Bayer Dormagen. In diesem Ligagipfel sehen nicht wenige Fans der 3. Liga West eine richtungsweisende Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft, denn theoretisch könnte der TuS den Titel nach einem Sieg gegen Dormagen bereits im März unter Dach und Fach bringen. Nun kommt das große Aber: Weder die Mannschaft noch die Verantwortlichen sind Theoretiker, sondern denken rein pragmatisch an das nächste Spiel. Und das ist wie immer das schwerste – in diesem Fall stimmt das vielleicht sogar wörtlich.

Die Mannschaft aus Dormagen ist der hartnäckigste Verfolger der bisher verlustpunktfreien Ferndorfer auf Tabellenplatz Zwei. Ein Team, das sich vor der Saison selbst zum Titelkandidaten gekürt hat und diesen Anspruch bisher mit starken Leistungen auch zumindest teilweise unterfüttert. Drei Niederlagen hat Bayer bisher erst kassiert, zwei Mal ging man mit einem Remis von der Platte. Rechtzeitig zum “Spiel des Jahres” in Ferndorf scheinen die Dormagener in Bestform zu sein, denn am vergangenen Wochenende gab es mit 30:14 gegen Lemgo den höchsten Saisonsieg und dabei eine der defensivstärksten Leistungen des TSV. Erfolgreichster Bayer-Torschütze dabei war Kevin Brüren, der mit 129 Toren in der Jägerliste der Liga auf Platz zwei liegt und noch dazu ein erfolgreicher Siebenmeterschütze ist.

In Ferndorf fiebert man der Partie mit der geboteten Spannung entegegen und weiß um die Schwere der Aufgabe. “Wir wissen, wie stark der Gegner ist und dass wir unsere beste Leistung bringen müssen, um zu bestehen. Dormagen hat ein enormes Umschaltspiel, da wird einiges auf uns zu kommen”, erklärt Trainer Michael Lerscht, der seine Mannschaft auf die starke individuelle Qualität vorbereitet hat. Doch wer wäre man in Ferndorf, würde man nach der bisherigen Saison sein Licht unter den Scheffel stellen. “Wir haben genau die richtige Mischung aus jungen Spielern und erfahrenen Führungsspielern”, stellte Spielmacher Marijan Basic im Interview in der Siegener Zeitung fest. Der Kroate kann nicht nur mit seiner starken Form der letzten Wochen zum positiven Ausgang des Duells beitragen, er kennt Bayer als Spieler wohl auch am besten, innerhalb war Basic vor seinem dritten Engagemet in Ferndorf bei den Rheinländern unter Vertrag.

Personell fehlt dem TuS nur das Langzeitverletzten-Duo Moritz Barwitzi und Lucas Schneider – Michael Lerscht kann also aus dem Vollen schöpfen. Das Spiel wird ein absolutes Highlight, der Vorverkauf lässt auf eine restlos gefüllte Stählerwiese hoffen.