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Mit Rückenwind nach Thüringen

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Der Einsatz von Tim Rüdiger in Eisenach ist wegen Krankheit noch nicht gesichert. (Archivfoto: H.Burbach)

Die Großwetterlage bei den Handballern des TuS Ferndorf hat sich am vergangenen Wochenende vollends gedreht. Nach dem verdienten und emotional aufwühlenden Heimsieg gegen die Hansestädter aus Lübeck fielen die Lasten gleich zentnerschwer von den Schultern der Spieler und Verantwortlichen. Somit verwundert die Aussage des TuS-Coaches Michael Lerscht kaum, wenn er sagt: „Wir freuen uns richtig auf die beiden kommenden Auswärtsspiele. Interessante Hallen und interessante Gegner.“

Die erste der beiden Auswärtsaufgaben erwartet die Rot-Weißen beim ThSV Eisenach. In der Aufstiegsrelegation im Sommer besiegten die damals noch drittklassigen Thüringer die HSG Konstanz in beiden Spielen. Trotzdem sahen die allermeisten Experten die Eisenacher vor der Saison in der unteren Tabellenhälfte. Da die Männer von Trainer-Altmeister Sead Hasanefendic aber auf ihre Heimstärke in der Werner-Aßmann-Halle bauen können, liegen sie derzeit geradezu sensationell auf dem fünften Tabellenplatz.Somit kann man unterhalb der Wartburg definitiv von sich behaupten, das Überraschungsteam der Liga zu sein. In der Heimtabelle belegen die Hasanefendic-Mannen gar einen Aufstiegsplatz. Platz 2 in diesem Ranking ist zum Teil auch der von vielen Gäste-Teams gefürchteten, und im Volksmund Aßmann-Hölle genannten, Heimstätte der Eisenacher geschuldet. Mit ihrem Coach Sead Hasanefendic, dem Co-Trainer Markus Krauthoff-Murfuni sowie dem dritten Keeper Stanislav Gorobtschuk gibt es einige, die ihre Spuren in Ferndorf oder dem näheren Umfeld hinterlassen haben. Neben der Heimstärke können die Blau-Weißen aus dem Norden des Thüringer Waldes insbesondere auf einen starken Innenblock und eine insgesamt körperlich sehr robuste Mannschaft bauen. Zudem ist ihr Spielsystem darauf ausgelegt, immer wieder die schnellen und treffsicheren Außen ins Spielgeschehen einzubinden. Neben dem Eisenacher Urgestein und Eigengewächs Adrian Wöhler ist es im Speziellen die kroatische Flügelzange, die den Gegnern Woche für Woche Probleme bereitet. Sowohl Ivan Snajder als auch Ante Tokic kokettieren aber ganz offen mit der Zielsetzung 1.Bundesliga. Fraglich also, wie lange sie noch in Thüringens Handball-Hochburg spielen.


Beim TuS Ferndorf kristallisiert sich immer mehr eine Rückraum-Achse heraus, auf die Lerscht bauen kann. Treffsichere Halbspieler mit Patrick Weber und Andreas Bornemann. Dazu ein in den letzten Spielen überaus klug Regie führender Julius Lindskog Andersson. Wenn dann noch hervorragende und aufopferungsvolle Abwehrarbeit gepaart wird mit einer guten Torhüterleistung, wie am vergangenen Samstag, können die Lerscht-Mannen fast jedem Gegner in der Liga gefährlich werden. „Am Samstag werden wir mit Rückenwind nach Eisenach aufbrechen und vollkommen befreit unseren Job machen“, ist Lerscht die Freude am bevorstehenden Auswärtsspiel quasi anzuhören. Nicht mit dabei sein werden die schon zuletzt nicht mitwirkenden Marijan Basic und Jonas Müller. Während Thomas Rink in den Kader zurückkehrt und der Abwehr zusätzlich Halt vermitteln wird, ist Julian Schneiders Einsatz aufgrund einer Sprunggelenksverletzung noch nicht ganz sicher. „Wir haben noch den ein oder anderen im Kader, der sich mit grippalen Symptomen herum schlägt. Hoffen wir dass sich das nicht weiter dramatisiert“, will Lerscht mit möglichst voller Kapelle für einen Auswärtscoup bereit sein.

Es geht für den TuS in eine der geschichtsträchtigsten deutschen Städte. Damit beim Unterfangen, Zählbares von dort zu entführen, die Mannschaft auf Unterstützung zählen darf, hat sich der TuS Ferndorf dazu entschlossen einen Bus zu organisieren. Für einen Mitfahrpreis von 15,-€ haben Interessierte die Möglichkeit, die Lerscht-Sieben live vor Ort zu unterstützen. Abfahrt ist um 14:30 Uhr. Geplante Rückankunft um 0:30 Uhr.


WISSENSWERTES ÜBER EISENACH

Entfernung: 230 Kilometer
Fahrzeit: ca. 2 ½ Stunden
Halle:
Werner-Aßmann-Halle
Gäste-Block:
„Hinter-Tor-rechts“
Eintritt: 10,- bis 21,-€
Sehenswürdigkeiten: UNESCO-Weltkulturerbe Wartburg, Lutherhaus, Georgenkirche, Weihnachtsmarkt auf der Wartburg sowie auf dem Marktplatz