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Puhl mauert Kasten zu – TuS siegt weiter

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Sieben Treffer von Lukas Zerbe beim 22:19 Sieg gegen Lübbecke.

Der pure Wahnsinn in der Stählerwiese! Auch gegen den Aufstiegsfavoriten TuS N-Lübbecke setzt sich der TuS Ferndorf nach einer kämpferisch aufopferungsvollen Leistung durch. Mit 22:19 (13:8) gewannen die Siegerländer am Samstagabend zuhause in Kreuztal – und dürften sich beim Blick auf die Tabelle wohl selber die Augen reiben. 17:5 Punkte nach 11 Spielen, Platz drei punktgleich mit den beiden Clubs vor ihnen (Coburg und Essen) – der Wahnsinn. Und auch am Samstagabend hatte der Erfolg nicht viel mit Glück zu tun, die ausverkaufte Stählerwiese sah erneut einen hervorragend eingestellten TuS, der vor allem in der Defensive absolute Klasse und Leidenschaft präsentierte und noch dazu mit Lucas Puhl einen Rückhalt im Kasten hatte, der die Nettelstedter reihenweise verzweifeln ließ.

Und das gleich von Beginn an: Denn es waren keine 10 Minuten gespielt, da hatten sich die Hausherren, bei denen Julian Schneider und Jan Wicklein erneut passen mussten, mit 5:2 abgesetzt. Auch in der Anfangsphase hielt Puhl schon einige starke Bälle und ermöglichte seinen Vorderleuten dadurch das gefürchtete schnelle Umschaltspiel. „Ich muss heute in der Deckung praktisch jeden Namen erwähnen und loben“, so Trainer Michael Lerscht nach dem Spiel, „die Jungs haben allesamt in der Defensive taktisch und kämpferisch eine herausragende Leistung gezeigt.“ Alle Treffer des Gegners konnten aber auch die Ferndorfer nicht verhindern, und so rückte der Gast durch das Tor von Dener Jaanimaa in der 24. Minute wieder auf 10:8 heran. „Wir haben dann aber genau richtig reagiert und genau zum richtigen Zeitpunkt das Tempo wieder anziehen können“, so Lerscht. 13:8 zur Pause – eine deutliche Sprache. „Wir haben insgesamt vielleicht zwölf oder dreizehn Tore aus dem Positionsangriff bekommen – das ist überragend“, wurde Lerscht nicht müde, die Deckung zu loben. „Da muss man einfach auch wieder einmal Lucas Puhl ansprechen, er hat wieder sehr, sehr stark gehalten und viel für uns getan.“

Alleine drei Siebenmeter parierte der Schlussmann, dazu zeigte er zahlreiche weitere Rettungsaktionen und konnte sich seinerseits auf die Vollstreckerqualitäten in seiner eigenen Mannschaft verlassen: Lukas Zerbe war bester Werfer im rot-weißen Trikot mit 100%-Quote, alleine sechs seiner Tore waren Siebenmeter (bei sechs Versuchen). Das Polster der Siegerländer betrug zwischenzeitlich sechs Tore, doch auch, wenn Nettelstedt am Ende noch etwas näher heranrückte: Wirklich gefährdet war der Sieg nie, was umso beeindruckender ist. „Es war ein Fight, wir haben Nettelstedt vor große Probleme gestellt und haben verdient gewonnen. Kompliment an meine Jungs, dass wir auch nach der Spielpause von über einer Woche direkt wieder diesen Rhythmus hatten. Ich will hier auch nochmal die rappelvolle Stählerwiese erwähnen: Geile Stimmung, das war Wahnsinn“, freute sich ein rundum zufriedener Michael Lerscht.

TuS Ferndorf: Zerbe (7/6), Barwitzki (5/2), Faulenbach (4), Rink (2), Michel (2), Basic (1), Lindskog Andersson (1).