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Schwere Aufgabe im Münsterland

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Und weiter geht die wilde Fahrt durch Deutschlands 2.Handball-Liga. Das dritte Spiel in acht Tagen steht auf dem Programm. Der Spielplan hält für die Jungs von TuS-Coach Robert Andersson die Reise nach Emsdetten bereit. Kaum Zeit also, die Geschehnisse in Konstanz richtig aufzuarbeiten, resp. sich auf die Aufgabe im nördlichen Münsterland vorzubereiten. Und über allem schweben immer noch die fast vier Wochen Quarantäne, die die Mannschaft in den Knochen hat. Wobei weder gegen Hamm noch in Konstanz ein eklatanter Kräfteverlust bemerkbar war.

Am Mittwochabend um 20 Uhr wartet an der Grenze zu Niedersachsen einer der Dauerbrenner aus Liga Zwei auf den TuS. Der TV Emsdetten, der mit zwei äußerst knappen Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Hamm sowie Gummersbach aufhorchen ließ, und vor anderthalb Wochen sogar die überragend in die Saison gestarteten Dessauer geschlagen hat. „Es wird wie gegen Konstanz ein Spiel gegen einen Gegner, der sich mit uns auf Augenhöhe befindet“, ist sich Andersson der Schwere der Aufgabe bewusst. Denn auch am letzten Spieltag waren die Emsdetter ganz nah dran an etwas Zählbarem. Erst die letzte Szene des Spiels besiegelte die Niederlage in Eisenach. Neu auf der Emsdettener Kommandobrücke ist Aaron Ziercke. Der ehemalige Nationalspieler und langjährige Bundesligacoach des TuS N.-Lübbecke kann auf ein eingespieltes Team zurückgreifen, welches u.a. durch den bundesligaerfahrenen Kreisläufer Frederic Stüber ergänzt wurde. Der TVE, dem in der vergangenen Saison u.U. der Abbruch den Klassenerhalt gesichert hat, lebt ohne Zweifel von seinen starken Außenspielern, die sehr gegenstoßorientiert sind. Allen voran der 122-fache slowakische Nationalspieler Tomas Urban. Zudem warnt Andersson vor dem wurfgewaltigen Rückraum mit den beiden hoch aufgeschossenen Hauptprotagonisten Sven Weßeling und Johannes Wasielewski.

„Wir müssen wieder zu einer guten Abwehr zurückfinden“, legt der Coach den Finger in die Wunde. Denn genau das, was er am Sonntagabend bemängelte, liegt nun wieder als Aufgabe bei seinen Spielern. Kompakt stehen, dabei aber nicht den Kontakt zu den Rückraumschützen verlieren. Bei diesem Unterfangen fehlen wird weiterhin Jonas Faulenbach. Für den zweiten Capitano neben Lucas Puhl, der ja noch bis Ende des Jahres fehlen wird, ist auch das Heimspiel gegen Gummersbach am kommenden Samstag keine Option. Erfreulich dagegen der Heilungsverlauf bei Patrick Weber. Dieser scheint wesentlich früher als erwartet wieder zu alter Stärke zurückzufinden, was er mit satten sechs Toren in Konstanz unter Beweis stellen konnte. Ein ganz wichtiger Aspekt auch bei der Unterstützung der beiden Spielmacher. „Der ganze Rückraum und insbesondere die erfahrenen Halbspieler sind gefordert, Torben und Julian auf der Mitte zu unterstützen“, will Andersson die Last des Spielaufbaus auf mehrere Schultern verteilt sehen. Und dass junge Spieler wie Torben Matzken teils großen Leistungsschwankungen unterliegen ist ja nun auch keine bahnbrechende Neuigkeit. 

Auch bei den Grün-Schwarzen in Emsdetten wird es wieder ein Geisterspiel werden. Während sich die Spieler fast schon ein wenig an die nicht vorhandene Atmosphäre gewöhnt haben, fällt es den meisten Fans doch weiterhin sehr schwer, die Spiele nur am Fernseher mitverfolgen zu können. Allerdings ließ sich bei den letzten Spielen über diverse Social Media Kanäle schon verfolgen, dass die TuS-Fans das Angebot von sportdeutschland.tv sehr zu schätzen wissen und in heimischen Gefilden mitfiebern. Auch am Mittwochabend ab 20 Uhr wird wieder live von der Partie berichtet. Wie auch schon bei den vorangegangenen Partien gilt für die #familietus auch für das Spiel in Emsdetten: Scream for your team !

>>> Der Link zum Livestream


WISSENSWERTES
Entfernung: 175 Kilometer
Fahrzeit:ca. 2 Stunden
Einwohner Emsdetten: 36.000 (zum Vergleich: Ferndorf = 4200)
Heimspielstätte:  Emshalle – 2.200 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe:  grün-schwarz
größte Erfolge:  DHB-Pokal Halbfinalist 1983, Aufstieg in die 1.Liga 2013