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Starke Reaktion des TuS

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Nach starker zweiter Halbzeit konnte der TuS zwei Punkte einfahren. (Fotos: Stefan Maximilian Piech )

Nach der ersten Saisonniederlage des TuS Ferndorf am vergangenen Wochenende in Balingen hat der Aufsteiger aus dem Siegerland eine starke Reaktion gezeigt: Das schwere Auswärtsspiel beim Dessau-Roßlauer HV hat der TuS am Sonntagabend mit 29:25 (12:13) gewonnen und damit sein Punktekonto auf 9:3 ausgebaut.

Es war ein Spiel, das schon vor Anwurf einen ersten negativen Höhepunkt hatte: Am Morgen musste sich Außenspieler Moritz Barwitzki, bisher mit 25 Toren ein wichtiger Schütze bei den Siegerländern, krank melden – er konnte nicht auflaufen. Noch dazu war Jan Wörner mit muskulären Problemen aus dem Abschlusstraining gekommen und nur für ein paar Minuten einsatzbereit. „Wir mussten das erstmal hinnehmen und wegstecken, da gibt es erstmal ein Kompliment an die Mannschaft, die das kompensiert hat“, erklärte Michael Lerscht. Unabhängig davon war der Coach jedoch mit der Leistung vor dem Seitenwechsel nicht zufrieden. Zu wenig konsequent wehrte sich die TuS-Defensive gegen den Angriff der Dessauer, der sich keine großen Ideen einfallen lassen musste, sondern immer wieder durch einfache Rückraumtore zum Erfolg kam. „Das hat mir nicht gefallen, das hatten wir anders besprochen und daran haben wir uns nicht gehalten“, so Lerscht. Entsprechend deutlich ist wohl die Halbzeitanalyse in der Kabine in der Anhalt-Arena ausgefallen und die Ferndorfer im Jahr 2018 sind ein Team, das mittlerweile die mentale Stärke besitzt, ein solches Spiel und die eigene Leistung zu beeinflussen.


Das tat die Truppe um Kapitän Kai Rottschäfer nach dem Seitenwechsel. In der Abwehr legte man mindestens zwei Stufen in der Aggressivität und Galligkeit zu, hatte nun viel öfter den Arm oder die Hand dazwischen und auch die Keeper fassten ein ums andere Mal entscheident zu. Vom 12:15 (35. Minute) drehten die Ferndorfer die Partie auf ein 20:17 innerhalb von nur 10 Minuten – eine ganz starke Leistung. Vor allem Lukas Zerbe glänzte mit Toren, er traf traumwandlerisch sicher und kam am Ende auf zehn Treffer. Auf Linksaußen kompensierten Michel und Koloper den Ausfall von Barwitzki – es war am Ende eine echte Teamleistung. „Respekt an die Jungs, wir haben dann wirklich zu unserem Spiel gefunden und ab der 50. Minute war es schon sehr souverän. Es war wichtig, zu Beginn der englischen Woche zu gewinnen. Die Mühle geht ja direkt schon weiter“, so Michael Lerscht.

TuS Ferndorf: Zerbe (10/3), Faulenbach (5), L. Schneider (5), Basic (4), Andersson (3), Michel (1), J. Schneider (1).