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TuS auf Punktejagd im Frankenland

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Der Spielplan hat es so gewollt. Bevor am allerletzten Spieltag das letzte Auswärtsspiel der Saison beim mittelrheinischen Kontrahenten aus Dormagen auf dem Programm steht, muss der TuS Ferndorf noch zwei Mal ins Fränkische reisen. Und bevor man am 20.Mai in Würzburg, bei den Rimparer Wölfen, seine Visitenkarte abgibt, macht man am Samstagabend in der HUK-COBURG arena zu Coburg seine Aufwartung. Eine der schönsten Hallen der Liga lockte zu Nicht-Corona-Zeiten oft über 2000 Zuschauer im Schnitt. Und die bekamen 2016/17 und 2020/21 sogar Erstliga-Handball zu sehen.

Aktuell ist die Mannschaft von Trainer Brian Ankersen weit, weit entfernt von Erstliga-Handball. Platz 14 mit 28 Punkten, und damit nur zwei Tabellenplätze und vier Punkte vor dem TuS. So lautet die ernüchternde Bilanz unter der Veste Coburg. Ganz andere Ziele waren vor der Saison ausgerufen worden. Ein international erfahrener Kader mit Spielern wie Jan Kulhanek im Tor, den Außen Florian Billek und Milos Grozdanic sowie den Rückraumakteuren Karl Toom, Andreas Schröder und Tobias Varvne sollte im oberen Tabellendrittel Fuß fassen. Doch bis vor wenigen Wochen war harter Abstiegskampf angesagt bei den erfolgsverwöhnten Coburgern. Erst mit eindrucksvollen Siegen in Hüttenberg sowie zwei Mal gegen die HC Elbflorenz verabschiedete man sich aus dem gröbsten Schlamassel. Und so muss befürchtet werden, dass eine spielstarke Mannschaft mit einer guten Abwehr zurück zu alter Stärke gefunden hat. Angeführt von den beiden trickreichen und torhungrigen Außen Billek und Grozdanic, ist es häufig Merlin Fuß im rechten Rückraum, der immer wieder konstant seine Leistung abruft. Im Hinspiel in Kreuztal, welches die Coburger hauchdünn mit 27:28 für sich entscheiden konnten, war es aber vor allen Dingen Keeper Jan Jochens, der den TuS-Jungs mit einer 40%-Quote das Leben schwer machte.


Davon will man sich unterhalb des Kindelsberges allerdings nicht verunsichern lassen. Denn inzwischen hat man den Schneid, auch enge Spiele für sich zu entscheiden. Und im Gegensatz zur gleichen Phase der Hinrunde ist man nun mittendrin statt nur dabei im Abstiegskampf der zweiten Liga. Abgesehen vom enttäuschenden Auftritt in Eisenach legten die Mannen von Coach Robert Andersson in Nordhorn und gegen Ludwigshafen wahre Meisterstücke ab. Gegen beide Bundesliga-Absteiger konnten überzeugende Siege eingefahren werden. War es in Nordhorn noch eine unfassbar gute Abwehr mit einem noch besseren Lucas Puhl im Kasten, so sorgte gegen die Eulen aus Ludwigshafen eine schier unglaubliche Mannschaftsleistung für den Erfolg. Andersson hatte gar „das beste Spiel seiner Amtszeit gesehen“! „In Coburg gilt es an die Leistungen vom vergangenen Samstag anzuknüpfen. Wir dürfen die Keeper nicht ins Spiel kommen lassen, selber eine gute Torhüterleistung haben und die gleiche Breite ins Spiel bringen wie zuletzt“, diktiert der Schwede seinen Jungs ins Aufgabenheft. Bei diesem Unterfangen fehlt der immer noch schmerzlich vermisste Langzeitverletzte Jonas Faulenbach. Zudem müssen auch Valentino Duvancic und Tim Rüdiger passen. Hier stehen weitere Untersuchungen ins Haus. Längere Ausfallzeit nicht ausgeschlossen.

Die bereits zitierte Veste Coburg sowie die deutschlandweit bekannte fränkische Gastgeber-Qualität sind ohnehin immer eine Reise wert. Kombiniert mit dem Gastspiel in der schönen Arena zu Coburg ein formidables Reiseziel für einen Samstag. Wer den Weg nach Coburg nicht auf sich nimmt, dem sei wieder der Stream auf Sportdeutschland.tv ans Herz gelegt. Aber egal wie und wo der TuS Ferndorf am Samstagabend um 19:30 Uhr Unterstützung erfährt. Lasst es uns wissen und teilt den mannigfaltigen Support in den sozialen Medien und vergesst nie: Scream for your team !


WISSENSWERTES
Gegner: HSC 2000 Coburg
Einwohner Coburg: 41.000 (zum Vergleich: Ferndorf = 4.200)
Heimspielstätte: HUK-COBURG arena (3.530 Plätze)
Trikotfarbe: gelb-schwarz
größte Erfolge: Bundesliga-Aufstiege 2016 + 2020

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