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TuS im Erzgebirge gefordert

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Der TuS möchte in Aue gern Zählbares mitnehmen (Foto: Schaumann)

Klare Worte hat Trainer Michael Lerscht nach der Heimniederlage gegen Wilhelmshaven gefunden und Änderungen gefordert – nun soll seine Mannschaft sie umsetzen. Am neunten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga fährt der TuS Ferndorf zum Auswärtsspiel beim EHV Aue (Freitagabend, 19 Uhr) und würde dort gerne zwei wichtige Pluspunkte im Kampf um den Klassenerhalt entführen. Dass das bei dem Team von Trainer Maik Handschke kein leichtes Unterfangen ist, weiß Michael Lerscht sehr wohl: “Ich habe den EHV eigentlich vor der Saison als einen kleinen Geheimfavoriten auf einen der vorderen Plätze auf dem Zettel gehabt. Die haben sich sehr gut verstärkt und spielen einen sehr engagierten, physisch starken Handball.” Noch dazu spielt der EHV zuhause in der Erzgebirgshalle: “Das ist ein Riesenbrett”, so Lerscht weiter.

Allerdings: Einen mentalen Vorteil könnten seine Ferndorfer haben. Während die Gastgeber aus Aue als Tabellenletzter mit 2:14 Punkten in einem Heimspiel mit dem Rücken zur Wand stehen und quasi zum Punkten verdammt sein dürften, kann der TuS Ferndorf die Partie zwar nicht völlig entspannt, aber mit weniger Druck angehen. “Wir haben uns auf das inhaltliche konzentriert. Wir haben vor der Saison mit der Situation gerechnet, dass wir bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen und unten drin stehen – bei Aue war das, glaube ich, nicht der Fall”, so Lerscht. Die klar geäußerte Kritik des Ferndorfer Trainers nach der Leistung gegen den WHV am vergangenen Wochenende hatte in der Trainingswoche in Ferndorf Folgen: “Wir haben schon die Fehler ganz klar angesprochen und die Spieler mit ihren, in unseren Augen, falschen Entscheidungen konfrontiert. Ich habe gesagt, dass sich Dinge ändern müssen und es haben sich diese Woche Dinge geändert.”

Bei der Aufgabe in Aue, zu der die Mannschaft zum ersten Mal in dieser Spielzeit einen Tag vor dem Spiel angereist ist und die Nacht auf Freitag im Hotel verbracht hat, fehlen dem TuS weiterhin die beiden etatmäßigen Kreisläufer Andi Heyme und Tim Oliver Brauer. Der übrige Kader soll es reißen und sich in den Problemfeldern, die von der sportlichen Leitung angesprochen wurden, verbessern. Dazu zählt die Offensive, denn mit bisher 22,7 eigenen Toren im Schnitt wird es schwierig, stabil zu punkten. “Wir wollen das verbessern, was uns bisher Punkte gekostet hat und auf das bauen, was wir schon beherrschen”, so der Plan des TuS-Coaches. Am besten schon direkt am Freitagabend in Aue.