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TuS verkauft sich teuer gegen Spitzenreiter

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Zu viele Fehler im Angriff waren ausschlaggebend für die Niederlage.

Der harte Weg des TuS Ferndorf in der 2. Handball-Bundesliga geht weiter. Auch gegen die dritte Top-Mannschaft innerhalb von zwei Wochen musste sich das Lerscht-Team geschlagen geben. Gegen den Tabellenführer TuS N-Lübbecke verlor der TuS mit 24:27 (10:11). Viel vorgenommen hatte sich das Team um Kapitän Kai Rottschäfer vor der schweren Aufgabe – wohl wissend, dass mit den Lübbeckern wohl der härteste Brocken der Liga zu Besuch kam. Dennoch: Die erste Halbzeit gehörte überwiegend den Hausherren, die furios begannen. Konzentriert in der Abwehr, ein bärenstarker Kai Rottschäfer dahinter und konsequent im Abschluss – der Coach konnte mit dem Gezeigten wahrlich zufrieden sein. Beim 5:2 durch Julian Schneider zwang man so den Favoriten zum ersten Mal zum Team-Timeout, doch auch das brach an dieser Stelle den Lauf der Siegerländer nicht. Weiter ging es bis 8:3, welches der wieder höchst effektive Miroslav Volentics (am Ende 10 Tore) erzielte – und manche Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. “Wir haben Ansätze in dieser Phase gehabt, wo wir wirklich wie eine Spitzenmannschaft agiert haben. Da kam viel Qualität von unserer Seite zusammen, vor allem im Verbund der Abwehr mit dem Keeper und dann unserem Gegenstoß. Da ziehe ich wirklich den Hut vor, vor dieser Anfangsphase meiner Mannschaft”, so Trainer Michael Lerscht.


Mehr und mehr besann sich nun jedoch der Gast aus Lübbecke auf seine Rolle und vor allem seine Stärke – hinzu kamen diverse Schwierigkeiten im Ferndorfer Spiel. Schließlich legte das Team von Trainer Aaron Ziercke einen starken 6:1-Lauf hin und glich nach knapp 27 Minuten zum ersten Mal wieder aus (9:9) – der TuS war praktisch eingefangen worden. Lübbecke schlug auch gleich nach dem Seitenwechsel Kapital aus einer kurzen Phase, in der die Ferndorfer nicht komplett auf der Höhe waren, und zogen auf 10:14 davon. In der Folgezeit blieb Ferndorf zwar im Spiel, versuchte auch immer wieder den Rückstand zu verkürzen, doch näher als auf zwei Tore (22:24, 23:25) kam die Heimsieben nicht mehr heran. Michael Lerscht: “Wir hatten heute im gesamten Spielverlauf einfach einige technische Fehler zu viel, um einen Tabellenführer zu schlagen. Es gab auch in Halbzeit Zwei noch Momente und Phasen, wo wir die Chance hatten, heranzukommen. Aber da agieren wir dann nicht abgekocht genug, werfen Bälle weg, schließen zu überhastet ab. Wir haben im Prinzip durch individuelle Fehler – sowohl offensiv als auch defensiv – Lübbecke erlaubt, das Spiel zu gestalten.”

Am Ende stand auf der Anzeigetafel wieder eine Niederlage für die Siegerländer und damit bleibt der TuS Ferndorf zunächst auf einem Abstiegsplatz (18.). “Wir wussten ja, was in den ersten vier Spielen der Rückrunde auf uns zukommt”, schaut Michael Lerscht auf den Jahresanfang zurück. “Wir müssen sehen, dass wir das, was in den Spielen – da nehme ich mal Bietigheim aus – positiv war, konservieren und gegen Mannschaften, die mit uns auf Augenhöhe agieren, auf die Platte bringen um zu punkten. Was wir heute im Spiel gegen Lübbecke wieder gesehen haben: Wir können wirklich jeden schlagen. Wir haben diese Phasen, wo sich das zeigt und die müssen wir einfach länger zeigen und unser Spiel dann auch durch kriegen.”

Torschützen TuS: Volentics (10/4), Heyme (3), L. Schneider (3), Stojchevski (3), Bettig (2), Celestin (1), Neuteboom (1), J. Schneider (1).


Fotos: CST Medien / TuS Ferndorf