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Zu viele Fehler verhindern Ferndorfer Sieg

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Der TuS und seine Derbys. Im Interesse des Vereins, und vor allen Dingen auch der treuen Anhängerschaft, muss die Derby-Bilanz in der kommenden Saison wieder besser ausfallen. Gummersbach bleibt der zweiten Liga womöglich erhalten, Hüttenberg ist natürlich auch wieder dabei und der ewige Rivale aus dem Süden Dortmunds ist als Aufsteiger am Start. Womöglich also Chancen en masse, es vor ausverkauften Arenen zu richten und die Derby-Bilanz positiv zu gestalten. 

Auch am Samstagabend war dem Team von Coach Robert Andersson der Wille nicht abzusprechen. Gegen ein blutjunges Hüttenberger Team, bei dem der Coach der Hessen, Johannes Wohlrab, die ganz große Rotationsmaschine angeschmissen hatte, gingen die Rot-Weißen konzentriert zu Werke. Josip Eres traf beim 3:2 ins leere Tor der Hessen, die aufgrund vieler Zeitstrafen oft mit dem zusätzlichen Feldspieler agierten. Eben dieser Eres nutzte dann auch eine der wenigen Paraden Marin Duricas zur ersten Drei-Tore-Führung der Gastgeber beim 8:5 in der 11.Minute. Wohlrab war zu einer ersten Auszeit gezwungen, um bei seinem jungen Team nachzujustieren. Doch das Spielgeschehen änderte sich nicht sonderlich. Mattis Michel war der Hauptprotagonist der ersten zwanzig Minuten. Leider nicht ausschließlich wegen seiner fünf Tore, sondern auch, weil er erstmals doppelt aus sieben Metern scheiterte. Leider machte es Josip Eres nicht besser, so dass am Ende sogar fünf Siebenmeter vergeben wurden. Alles in allem waren bereits die ersten dreißig Minuten ein Festival an vergebenen Chancen. Wäre es noch um den Klassenerhalt gegangen, Andersson wäre in diesem Spiel wahrscheinlich um Jahre gealtert. Der Coach legte nach dem Spiel auch gleich den Finger in die Wunde: „Spielverständnis, Eins gegen Eins Aktionen – wir haben zur neuen Saison noch viel Arbeit vor uns.“ Doch zunächst einmal ging es Richtung Halbzeit. Letzte Ferndorfer Aktion vor der dem Pausentee war dann ein verworfener Tempogegenstoß von Eres.


Und zu Beginn von Halbzeit Zwei tat es ihm mit seiner ersten Aktion Lukas Pechy gleich. So stand es, obwohl Tim Hottgenroth sich zu Beginn der zweiten dreißig Minuten gleich mehrfach auszeichnen konnte, statt 18:13 mit einem mal 16:16. Der Begriff Wildwest-Handball beschreibt die Minuten nach der Pause am besten. Thomas Rink konnte seine Farben mit einer akrobatischen Aktion noch einmal in Front bringen, doch als Hüttenbergs Merlin Fuß beim 17:18 für die erste Führung der Mittelhessen sorgte, hatte Andersson genug gesehen. Doch auch seine Auszeit änderte nichts an den geänderten Kräfteverhältnissen. Zu sehr hatten die Siegerländer Jungs mit ihren Chancen in Halbzeit eins geast. Wohlrab hatte seinen etatmäßigen Rückraum auf die Platte gebeten, der schnell das Heft des Handelns in die Hand nahm. Zudem hatte sich Simon Böhne im Hüttenberger Tor in die Köpfe der TuS-Jungs gespielt. Beim 20:22 in der 45.Minute lagen die Andersson-Mannen zum ersten Mal mit zwei Toren in Rückstand. Während die Hessen einfache Tore erzielten, musste man auf Seiten der Faulenbach & Co. um jedes Tor hart kämpfen. Die Leichtigkeit aus Halbzeit eins war verschwunden, und zudem stellten die Gäste eine leichtfüßige Abwehr. Doch zu Beginn der Crunch-Time war man trotz dieser Widrigkeiten wieder im Spiel. 25:25 in der 52.Minute und alle stellten sich auf ein Herzschlag-Finale ein. Angeführt von Weber und Schreiber enteilten die Hüttenberger aber innerhalb von drei Minuten auf drei Tore. Der TuS musste ins volle Risiko und wurde dafür am Ende nicht belohnt. So heißt es nun Wunden lecken nach einer erneuten Derby-Niederlage. Und in die gleiche Kerbe wie Andersson, der selbiges Woche für Woche herausstellt, schlug nach dem Spiel auch Wohlrab: „Torhüter hält – Mannschaft gewinnt“. Und untermauerte damit die These des Schweden, der immer wieder betont, dass die Torhüter in dieser Liga ganz oft die Gamechanger sind. So gehören dem Ferndorfer Übungsleiter auch die Schlussworte: „Die erste Halbzeit war o.k.. In der zweiten Halbzeit war Hüttenberg viel besser.“

Schon am Mittwoch gibt es die Chance zur Wiedergutmachung für die Ferndorfer Jungs. Bayer Dormagen heißt dann um 18:30 Uhr der Gegner. Zudem das letzte Heimspiel der Saison 2020/21. Und letzte Heimspiele bedeuten auch immer Abschied zu nehmen. Abschied zu nehmen von einigen Spielern, die dem TuS Ferndorf in dieser verrückten Spielzeit geholfen haben die Klasse zu halten. Die deutschen Fußballer spielen bei der EM erst um 21 Uhr gegen Ungarn. Also alles angerichtet, um dem letzten Heimspiel und der Verabschiedung einiger verdienter Spieler beizuwohnen. 

Tore: Torben Matzken (7), Mattis Michel (7/2), Josip Eres (4), Lucas Schneider (3), Andreas Bornemann (2), Jonas Faulenbach, Christopher Klasmann, Thomas Rink, Tim Rüdiger, Julian Schneider (je 1)


Alle Fotos: H.Burbach

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