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Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt

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Über eine verhängte Zeitstrafe zu meckern, hat sich im Handball eher selten bezahlt gemacht. Genau mit dieser Erkenntnis dürfte TuS Brakes Spieler Jan Niklas Schulze auf die Heimreise Richtung Bielefeld gegangen sein.
Der Knackpunkt dieser Partie, die nur sehr bedingt Oberliga-Niveau hatte, ereignete sich nach exakt 42:20 Spielminuten. Zu diesem Zeitpunkt hatten die sowieso personell stark gehandicapten Ferndorfer bei bereits schwindenden Kräften ihren Vorsprung gerade abgegeben. In der ersten Halbzeit betrug dieser zeitweise bis zu drei Tore. Inzwischen stand 20:22 als Zwischenstand auf der Anzeigetafel, und die verunsicherten Ferndorfer wankten. Und dann verhängten die Unparteiischen eine Zeitstrafe gegen Brakes Jan Niklas Schulze, der bis dahin nur mit sechs eiskalt verwandelten Siebenmetern aufgefallen war. Über diese Entscheidung hätte man durchaus diskutieren können. Macht man aber nicht im Handball – und erst recht nicht in der Form, die der bestrafte Spieler wählte. Also gab es gleich noch einen Zuschlag von zwei weiteren Minuten wegen Meckerns. „Die haben uns vier Minuten Überzahl auf dem Silbertablett serviert“, kommentierte TuS-Trainer Michael Feldmann süffisant.

Und diese vier Minuten nutzten seine Jungs, die in der Abwehr jetzt sehr aufmerksam waren, eiskalt aus. Denn die Gäste hatten ihren Torhüter für einen sechsten Feldspieler geopfert. Dann darf man sich aber keinen Ballverlust erlauben. Besonders hellwach war Jan Wicklein, der nach soeben überstandener Corona-Infektion erst in der zweiten Hälfte eingewechselt und zum entscheidenden Mann wurde. Er eroberte zwei Bälle selbst und traf sofort aus fast 30 Metern das leere Tor.
Bis die Gäste wieder komplett waren, hatte Peter Scholemann in seinem bislang besten Spiel für das Ferndorfer Oberliga-Team den TuS mit 25:23 wieder auf Siegkurs gebracht. Anschließend erhielt Leon Sorgs 26:23 bei nun Ferndorfer Unterzahl eine besondere Bedeutung. Denn es folgten noch lange zwölf Minuten, in denen es den Nordsiegerländern gelang, beim Stand von 27:26 den drohenden Ausgleich zu verhindern und danach die Entscheidung zu erzwingen.

Trainer Michael Feldmann war eigentlich nur mit den zwei Punkten zufrieden. Aus Ferndorfer Sicht könnte jetzt die völlig ungerade Tabelle eingefroren werden. Der aktuelle 4. Platz würde genau zum Klassenerhalt reichen, aber Haltern/Sythen und Hemer stehen bei weniger ausgetragenen Spielen derzeit relativ gesehen besser da. Nach Ostern geht es weiter, und alles deutet auf eine Entscheidung mit dem letzten Schlusspfiff am 28. Mai hin.

TuS Ferndorf 2. – TuS Brake 32:28 (14:13)
TuS Ferndorf 2: Michel, Graf; Barth (2), Schneider (1), Dischereit, Weigelt, Sorg (7), Klein (1), Wicklein (9/3), Ronge (4/1), Scholemann (7), Schipper, von Mende (1). 

Quelle: Siegener Zeitung / jb  vom  04.04.2022


Fotos J. Klein

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