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Noch einmal der Elite in die Suppe spucken

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Nach dem Spiel in Bittenfeld, bei dem die Gastgeber dem TuS Ferndorf mit 36:24 keine Chance gelassen hatten, bedankte sich Ferndorfs Sportlicher Leiter Frank Wulfestieg ausdrücklich bei den rund 30 wieder mitgereisten Fans. „Ich würde mir wünschen, dass wir unseren Fans noch ein Mal einen Sieg zum Saisonende schenken“, so Wulfestieg.

Das Ferndorfer Restprogramm macht insofern Mut, dass mit Aue und Hüttenberg noch zwei der Mannschaften folgen, gegen die es der TuS in dieser Runde bereits geschafft hat zu punkten. Gegen den EHV Aue (letztes Auswärtsspiel am ersten Juni) gewann Ferndorf in der zweiten Runde des DHB-Pokals, gegen Hüttenberg (letztes Saisonspiel am achten Juni) am zweiten Weihnachtstag auswärts. Am Samstag steht erst aber noch einmal ein Duell mit der Elite der Liga auf dem Plan, der TuS empfängt den ThSV Eisenach.

Der Tabellendritte hat im Kampf um dem Aufstieg aktuell zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger Bietigheim und das direkte Duell gegen die Baden verloren, muss also auf der Zielgeraden noch einmal alles geben und wird dem TuS sicherlich keine Geschenke machen. In Sachen erster Liga hätte der ThSV mit Ferndorf etwas gemeinsam: Die Thüringer würden als Aufsteiger mit dem kleinsten Etat der höchsten Spielklasse starten. Der Unterschied zum TuS: Der kleinste Etat der ersten Liga beliefe sich dann mit 1,5 bis 1,6 Millionen auf knapp das Dreifache des Ferndorfer Geldbeutelvolumens.

Es sind also wieder einmal so unterschiedliche Voraussetzungen, wie man sie sich nur vorstellen kann – aber das wurde in den vergangenen Wochen wohl oft genug betont. Nach neun Niederlagen in Folge wollen die Siegerländer zum Saisonabschluss zumindest in einem der Spiele noch einmal punkten. Und natürlich wäre es ein toller Erfolg, noch einmal einem der Aufstiegskandidaten in die Suppe spucken zu können. Aber Eisenach wird hochmotiviert anreisen, zumal parallel Bietigheim mit mehreren Fanbussen nach Leutershausen fährt und somit Druck auf dem ThSV lastet.

Am vergangenen Wochenende wackelte das Team von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson, rettete sich in Bad Schwartau zu einem 29:29-Remis. „Die Punkteteilung muss uns eine Lehre sein. Wir müssen zu 100 Prozent unsere Leistung abrufen, nur dann haben wir eine Chance“, sagte ThSV-Spieler Girts Lilienfelds mit Blick auf die nächste Aufgabe in Ferndorf. Ein weiteres Indiz dafür, dass der TuS einen konzentrierten, willensstarken Gegner empfangen wird. Anpfiff der Begegnung in der Sporthalle an der „Stählerwiese“ ist in dieser Woche aufgrund des abends übertragenen Champions League-Finales zwischen Dortmund und Bayern bereits um 18 Uhr. Beide Spiele haben etwas gemeinsam: Eines der Teams ist klarer Favorit, den „Underdogs“ bleibt die Hoffnung, dass ihren Kontrahenten der Druck schlicht zu groß ist.

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