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Einen großen Schritt nach vorne gemacht

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Ganz starker Auftritt von Torhüter Marin Durica gegen Dessau (Foto: Burbach)

Es war ein Spieltag, wie ihn sich die Fans des TuS Ferndorf gewünscht haben. Ein Team auf der Platte, bei dem über weite Strecken des Spiels erkennbar war, dass sie das Spiel unter Kontrolle hatten. Und dazu eine Spielführung, die durch einen Zwischenspurt in Hälfte Zwei am Ende sogar mit einer gewissen Nonchalance zu Ende gespielt werden konnte. Dabei sollte bei den Gästen keinesfalls unterschlagen werden, dass die arg coronagebeutelten Dessauer mit konditionellen Problemen zu kämpfen haben. An dieser Stelle alles Gute an Uwe Jungandreas und und sein Team !

Eben dieser Jungandreas, Coach des DRHV06, hatte es gerade noch rechtzeitig in den Bus gen Ferndorf geschafft. Durch eine weitere Negativ-Testung konnte er wider Erwarten bei seinem Team sein. Und dieses fand genauso schwer ins Spiel wie der gastgebende TuS Ferndorf. Erster Protagonist des Spiels, und es sollte nicht seine letzte namentliche Erwähnung sein, war Marin Durica. Wie beim Heimspiel gegen Lübeck entschärfte er direkt den ersten Siebenmeter der Gäste. Es dauerte dann bis zur 6.Minute, bis das erste Tor fiel und die Partie Fahrt aufnahm. Die erste Zwei-Minuten-Strafe gegen die Sachsen-Anhalter nutzte die TuS-Equipe, um das erste Mal mit zwei Toren in Führung zu gehen. Josip Eres, sonst eiskalter Verwerter von Tempogegenstößen, ließ anschließend die Chance auf die erste Drei-Tore-Führung des Spiels liegen. Das holte Torben Matzken beim 7:4 in der 15.Minute aber nach. Matzken war auch gestern wieder der Lückenspieler. Jede noch so kleine Lücke wurde vom spielfreudigen Mittelmann genutzt. Gerade als die Gäste sich wieder herangerobbt hatten, war der Hexer im Ferndorfer Tor zur Stelle. Durica mit einer Wahnsinnsparade, und im Gegenzug der für Eres ins Spiel gekommene Tim Rüdiger mit der erneuten Führung. Doch die Mannen von der Mittelelbe hatten mit langen Angriffen und konzentriertem Spiel wieder die Oberhand gewonnen. Kurz vor der Pause gingen sie sogar in Führung. Doch der erneut fehlerfrei vom Punkt agierende Mattis Michel stellte auf den Halbzeitstand von 11:11.


Die zweite Halbzeit begann so wie die erste geendet hatte. Ein paar technische Fehler hüben wie drüben, lange Angriffe der Gäste, die zudem immer wieder vorlegen konnten. Doch zwischen der 37.-43.Minute spielte ein Spieler ganz groß auf. Andreas Bornemann, der wochenlang auf der Suche nach seiner Form war, netzte gleich vier Mal in seiner unnachahmlichen Art und Weise. Mr. Steelhammer ist zurück ! Jungandreas zog die Bremse und nahm eine Auszeit. Doch davon wollten sich die Andersson-Mannen nicht beeindrucken lassen. „Wir waren zum Schluss hin frischer und in den wichtigen Phasen des Spiels auch clever“, war eben dieser Andersson sehr angetan vom Spiel seiner Jungs. Wie frisch die Schneider & Co. am Samstagabend waren, davon zeugt eine Szene aus der 46.Minute. In Unterzahl hält der überragende Durica den Rückraumkracher und den Abpraller versucht Michel mit einem Hechtsprung zu erreichen. Die Spieler des TuS Ferndorf legten ebenjene kämpferischen Qualitäten an den Tag, die sie auch schon bei den Spielen nach der Corona-Pause so ausgezeichnet hatten. Als das Spiel Richtung Zielgerade einbog, war es beim Stand 23:17 und zehn Minuten Restspielzeit schon so gut wie entschieden. Die Rot-Weißen ließen sich die Butter auch nicht mehr vom Brot nehmen. Zum Ende hin konnte auch Jonas Faulenbach Spielpraxis sammeln und wird hoffentlich wieder zu einem echten Faktor im Spiel seines Teams. Neben den ohne Fehlwurf agierenden Michel, Bornemann und Rüdiger ist vor allen Dingen die herausragende Quote Duricas erwähnenswert – am Ende kommt der kroatische Keeper im Ferndorfer Kasten auf ganz starke 38% gehaltener Bälle.

„Wenn wir effektiv sind, ist es schwer uns zu schlagen.“ Die Aussage von Ferndorfs Schweden an der Seitenlinie hat vor zwei Wochen den ein oder anderen Stirnrunzler verursacht. Doch Andersson scheint recht zu behalten. Wenn seine Jungs die kämpferische Attitüde ins Spiel einbringen, dazu die Anzahl der technischen Fehler gering halten und wurfeffektiv sind – ja dann, dann sind die Ferndorfer wirklich schwer zu schlagen. Wobei die beiden kommenden Aufgaben schwerer nicht sein können. Zwei Mal auswärts. Zwei Mal bei richtig guten Teams. Kommende Woche Sonntag geht es in den hohen Norden zum Aufstiegsaspiranten Nummer eins, dem HSV. Bereits am Mittwoch warten die heimstarken Rimparer Wölfe auf das TuS-Rudel. Und so gebührt dem siegreichen Coach der Schlusssatz, wenn er sagt: „Jetzt gilt es Kräfte zu sammeln für das Spiel am Mittwoch.“

Tore: Mattis Michel (6/5), Andreas Bornemann (5), Torben Matzken, Julian Schneider (je 4), Tim Rüdiger (3), Josip Eres, Jonas Faulenbach, Christopher Klasmann, Thomas Rink, Lucas Schneider (je 1)


Fotos: Heiko Burbach

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