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TuS II: Gegen den Favoriten gestemmt

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Kreisläufer Marc Weigelt bei seinem Treffer gegen Altenhagen (Foto: J.Klein)

Das von Ferndorf Trainer Michael Feldmann ausgegebene Tagesziel, den hohen Favoriten aus Bielefeld zu ärgern, ging weitestgehend auf. Die dank finanzieller Unterstützung personell mit mehreren ehemaligen Spielern mit Erfahrung aus der 2. und 3. Liga stark besetzte TSG Altenhagen/Heepen musste über weiter Strecken beim 27:22 (15:12) zeigen, was sie kann. Zumindest eine Woche, nachdem die Ostwestfalen in eigener Halle gegen ASV Hamm 2 verloren hatten, wirkten diese zwar abgeklärt, werden aber für das Erreichen ihres Saisonzieles noch zulegen müssen. 

Denn es war erstaunlich, wie sich die bestens eingestellten Ferndorfer vor allem in der Abwehr den körperlich deutlich überlegenen Gästen mit einem Kraftakt entgegenstemmten. Beispielhaft sie nur der gerade aus der A-Jugend aufgerückte Leon Baust genannt.  Er nahm es gegen den 20 Zentimeter größeren und geschätzt 20 Kilo schwerere Max Schüttemeyer auf und ließ diesen im Zweikampf nicht zur Entfaltung kommen. 

Erstaunlicherweise hielten die Ferndorfer durch gen ganz ideenreichen und zugleich torgefährlichen Spielmacher Linus Michel und den mit seiner Wurfkraft überzeugenden Kai Ronge in der 1. Halbzeit weitestgehend mit. Bis zum 5:5 hielten sie die Partie sogar völlig offen. Ferndorf machte Tempo, während die Gäste zunächst in Ruhe aufbauten und dann mit strukturierten Spielzügen gefährlich wurden. 

Sie lauerten auf die Fehler in Ferndorf Abwehr. Zwei Mal innerhalb weniger Minuten waren die Abwehrspieler einen Tick zu spät – jeweils Siebenmeter für Altenhagen und nacheinander eine Zeitstrafe für Linus Michel und Kevin John. Ganz clever und klassisch spielten die Gäste ihre Überzahl über die jeweils frei gespielten Außen aus und ließen dem starken Keeper Kai Rottschäfer keine Chance. Innerhalb von knapp sechs Minuten lagen die Ferndorfer mit 6:10 hinten. Feldmann reagierte sofort mit einer Auszeit. Diese hatte kurzfristig mit der Verkürzung auf 9:10 Erfolg. Aber drei Minuten später hieß es wieder 9:13.

An diesen Kräfteverhältnissen änderte sich in der zweiten Spielhälfte wenig. Die Ferndorfer taten sich jetzt auch im Angriff wesentlich schwerer, weil sich die Gäste taktisch auf Kai Ronge eingestellt hatten. Die Ferndorfer hofften zwar beim 13:15 und 14:16 auf den Anschlusstreffer, wurden aber mehrfach nach Fehlern bei Unterzahl ausgekontert. Ferndorf hatte wie immer den Torwart gegen einen zusätzlichen Feldspieler getauscht. 

Wenig erbaulich für die Gastgeber war noch der verzweifelte Versuch, mit einem siebten Feldspieler eine überzahl zu schaffen. Das ging mächtig schief. Zwei Ballverluste innerhalb einer Minute bestrafte dann Max Schüttemeyer mit Distanzwürfen aus 30 Metern ins leere Tor. Beim 17:24 war Geldmann gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und dieses riskante Spiel zu beenden. 

TuS Ferndorf 2: Rottschäfer, Broszinski – John, von Mende, Florian Schneider, Nenne-Kolb (3), Fabian Schneider, Dischereit (1), Weigelt(1), Giesler(1), Klein(2), Ronge (8/3), Michel (5/1), Baust (1), 

Quelle: Siegener Zeitung


Fotos: Jürgen Klein