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Derby-Sieg und Sieges-Serie: Rückblick Teil II

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Enttäuschung beim TuS Ferndorf nach der Niederlage in Gummersbach. (Foto: Horst Schaumann)

Enttäuschung beim TuS Ferndorf nach der Niederlage in Gummersbach. (Foto: Horst Schaumann)

Der TuS Ferndorf hatte sich nach der ersten Saisonniederlage in Wilhelmshaven wieder gefangen. Der November verlief erfolgreich: Siegen gegen Duisburg (30:26) und in Neuss (41:32) folgte der Heimerfolg gegen den TV Korschenbroich, wo es zu einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten kam. Christian Rommelfanger, der 2012 mit dem TuS Westdeutscher Meister geworden war, spielte in der Saison 2013/2014 beim TVK. Auf mehr als drei Tore kam „Rommel“ bei seiner Rückkehr in die Stählerwiese jedoch nicht, beim 31:27 war vielmehr ein Ferndorfer der überragende Spieler der Partie: Alex Koke erzielte neun Treffer (4 Siebenmeter) und hatte damit maßgeblichen Anteil am Heimerfolg.

In dieser Partie gegen Korschenbroich stand auch zumindest für ein paar Minuten wieder Heider Thomas auf der Platte. Der Rechtshänder der Ferndorfer hatte auch im Herbst und Winter noch mit seiner langwierigen Schulterverletzung zu kämpfen und konnte lediglich in der Abwehr eingesetzt werden. Neben Lauf- und Konditionstraining blieben dem 2,02 Meter großen Angreifer nur die regelmäßigen Reha-Maßnahmen, unterstützt vom tollen Physio-Team des TuS: Ann-Kathrin Bienhaus und Stephan Stötzel, die über die gesamte  Saison genau so wie Team-Arzt Dr. Falk Uhlig einen klasse Job in der medizinischen Abteilung leisteten.

Es folgte dann Ende November eines der aufregendsten Spiele der Saison: Das Südwestfalen-Derby bei Eintracht Hagen. Die Spiele gegen die Grün-Gelb sind sicher immer etwas besonderes, die Stimmung ist immer gut, es fahren regelmäßig viele Ferndorfer mit nach Hagen und umgekehrt. Diesmal jedoch hielt der Spielausgang eine fast schon dramatische Wendung parat, die die mitgereisten TuS-Fans und die Spieler von Erik Wudtke zum Sieger des Derbys machte: Über die gesamte Spielzeit hatten die Ferndorfer Probleme mit dem Gegner gehabt, zwischenzeitlich (40. und 51. Minute) mit vier Toren zurückgelegen. Dann starteten die Siegerländer jedoch eine furiose Schlussphase, glichen beim 28:28 durch Bennet Johnen zwei Minuten vor Spielende erstmals wieder aus. Und schafften dann tatsächlich noch die Wende: David Breuer fing kurz vor Schluss einen Pass von Marius Kraus ab, leitete gedankenschnell den Gegenstoß ein, den Moritz Barkow vollendete – nun hieß es, nur noch verteidigen. Das gelang, der letzte Freiwurf von Berblinger brachte nichts mehr ein und der Wahnsinn war perfekt: Der TuS Ferndorf hatte das Spiel gedreht, war zwei Mal in Führung gewesen: Kurz vor der Pause und eben ganz am Ende. “Das war heute ein glücklicher Sieg, darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren”, gab Trainer Erik Wudtke dann auch unumwunden zu.

 

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Die Partie in Hagen war der Auftakt zu drei Auswärtsspielen, von denen der TuS am Ende zwei verlieren sollte. Die deutliche Niederlage beim Leichlinger TV (35:42) war durch die Stärke des Gegners noch verkraftbar. Das Spiel war in der Schlussphase auch von den treffsicheren Alex Koke (11 Tore) und David Breuer (8) nicht zu verhindern. “Ich verliere lieber einmal mit sieben Toren als sieben Mal mit einem Tor. Wir müssen diese Niederlage nun nehmen und sie als Ansporn für das Spiel in Gummersbach und eine starke Vorbereitung auf die Rückrunde nehmen”, erklärte der Trainer des Tabellenführers. Das funktionierte leider nicht – auch das Spiel bei der U23 des VfL eine Woche später als Kehraus des Handball-Jahres ging verloren und darüber ärgerte sich der Trainer enorm. Bereits zur Halbzeit lag Ferndorf mit 11:20 zurück und hatte eine schwache Vorstellung gezeigt. „Wir haben unglaublich viele freie Dinger verballert. Selbst, wenn wir nur die Hundertprozentigen getroffen hätten, wäre noch mal was gegangen. Aber so haben wir es dann auch nicht verdient, hier zu gewinnen”, ärgerte sich Erik Wudtke. Und mit diesem Spiel ging auch die Tabellenführung verloren, Bayer Dormagen zog vorbei und sollte diesen Platz bis zum Saisonende auch nicht mehr hergeben.

Aus der Winterpause kam die Mannschaft von Erik Wudtke mit neuem Elan und mit einer Siegesserie von sechs Spielen in Folge. In Bielefeld (36:27), im knappen Derby gegen die SG Schalksmühle-Halver (24:23), auswärts bei der HSG Varel-Friesland (29:26), gegen Krefeld (31:25) und in Gladbeck (37:29) holte das Wudtke-Team zwei Pluspunkte und hielt damit den Vorsprung vor den Verfolgern einerseits und den knappen Rückstand auf Tabellenführer Bayer Dormagen andererseits. Ob das gute Herauskommen aus den Startlöchern im Jahr 2014 auch etwas mit der klasse Aktion „Winterball“ zu tun hatte, ist nicht belegt. Spaß gemacht hat das Event „Handball meets Fußball“, wo die Ferndorfer Handballer gegen die Fußballer der Sportfreunde Siegen in beiden Sportarten antraten, auf jeden Fall und eine ordentliche Summe für die Aktion „Lichtblicke“ sowie für die Jugendabteilungen beider Vereine kam ebenfalls zusammen.

Die beiden Teams des Winterballs - TuS Ferndor und Sportfreunde Siegen. (Foto: Horst Schaumann)

Die beiden Teams des Winterballs – TuS Ferndor und Sportfreunde Siegen. (Foto: Horst Schaumann)

Hier lesen Sie Teil I des großen Saisonrückblicks des TuS Ferndorf.
Teil III folgt bald.

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